Rankings, Top Alben des Jahres

Top Alben des (Halb-)Jahres 2020 – Die Redaktion stellt vor

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Wir haben Mitte August, das bedeutet normalerweise heiße Tage und wenig neue Alben. In jedem anderen Jahr wäre dies kein Problem für Metal & Rockfans, da große Festivals wie Wacken, Summer Breeze oder Rock am Ring uns all die musikalische Unterhaltung bieten würden, die wird bräuchten. Jedoch wir schreiben das Jahr 2020, die Covid-19-Pandemie läuft auf Hochtouren und fast alle Festivals weltweit sind abgesagt.

Ohne neue Alben und ohne Festivals bleibt uns nur auf den Winter zu warten, der wieder viele neue Alben unserer Lieblingsbands hervorbringen wird – oder müssen wir das wirklich?

Wir vom Rockmagazine haben euch eine Liste von Alben aus 2020 zusammengestellt, die ihr euch anhören könnt, um die Zeit bis zum Winter zu überbrücken. Also Bühne frei für die Top Alben des (Halb-)Jahres der Redaktion!

 

Christian B.:

Schwierig, es gab doch wieder etliche geile Veröffentlichungen in den letzten sieben Monaten, und da nur ein paar rauspicken. Aber na gut, wenn es denn sein muss.

Bei den bekannteren Bands nehme ich „Thalassic“ von Ensiferum. Coole Songs, cooles Plattencover, sympathische Jungs. Das könnte ein Album werden das dem Zahn der Zeit trotzt.

„AN602“ von Chaos Inside ist bei den kleineren Bands bei mir hängen geblieben. Moderner Symphonic Metal der gut in die Ohren geht und sich dort wohlig ausbreitet. Wer da noch nicht reingehört hat sollte es endlich tun!

Bine:

Zum 25-jährigen Bestehen der Band Shakra erschien das Album Mad World“. Ein grundsolides Rock-Album ohne jeglichen modernen Schnickschnack, das den charakteristischen und musikalischen Fingerabdruck der Schweizer Rockband trägt. So als hätte die Band eine gewisse Vorahnung gehabt, als sie dieses Album produzierten was der ganze Welt 2020 den Atem anhalten lässt. Dank dem guten, kernigen Handmade-Rock (so wie man es von den Schweizern gewohnt ist), hat es bei mir einen festen 2. Platz in der Playlist.

Der deutschen Rockband Bonfire gelang mit dem Album „Fistful Of Fire“ ein phänomenales Werk. Gut arrangierte Songs, die mit ordentlicher Power durch das Gehör rasen und das Blut in Wallung bringen. Die 14 Tracks auf dem Album beinhalteten gewaltige Klangerlebnisse mit wunderbar rockigen Gitarrenarrangements und einer großartigen Stimme. Hier zeigt die Band eine noch nie dagewesene Brandbreite ihres Könnens. Das Album lege ich nicht nur den eingefleischten Fans an Herz, sondern auch denjenigen, die auf guten straighten Hard Rock stehen, auf feinfühlige Melodien, auf hochwertige Gitarren Arrangements und stimmgewaltige Explosionen in den Tracks. Mein persönlicher Favorit der Veröffentlichungen dieses Halbjahres!

Karina:

„Vom Morgen danach“ hat straighten, flotten Punk Rock und jede Menge Ohrwürmer im Gepäck. LAUTSTÆRKE aus dem nordrhein-westfälischen Euskirchen zeigen mit diesem Album, wo sie hinwollen – nämlich nach ganz oben!

Feuerschwanz haben mit ihrem 9. Album – „Das elfte Gebot“ – eine wirklich krasse Entwicklung durchgemacht und sich scheinbar neu erfunden.  Entstanden ist ein bemerkenswertes, auch international stark beachtetes Metal-Rock-Folk Album, das stellenweise an Iron Maiden, Testament, Ghost, Powerwolf oder auch Gloryhammer erinnert, ohne nur eine Kopie davon zu sein. Der Sound wirkt vom Anfang bis zum letzten Song voller, komplexer und aggressiver als bei den Vorgängeralben.

Uli:

Ich spiele leidenschaftlich gerne Luftgitarre, und kann auch mit den Airdrums beinahe perfekt umgehen. Und ich lieben den Spagat zwischen Classic und Glamrock. Mit II“ ist H.E.A.T. ein absolutes Meisterwerk gelungen, bei dem die Sonne am nordischen Himmel wieder mal ordentlich strahlt. Eine Scheibe zum Abtanzen, mitgröhlen und feiern!

 

Patrick:

„A Beautiful Place To Drown“ von Silverstein hat sich, wie erwartet, zu einem Dauerbrenner entwickelt. Nach zig Hördurchgängen wird es einfach nie langweilig. Für mich schon jetzt ein modernes Meisterwerk und das Highlight von Silversteins Diskographie.

Auch immer wieder Gast in meiner heimischen Anlage sind Stand Up Stacy mit ihrem großartigem Debut „The Magnificent You“. Man entdeckt immer wieder neue Facetten, neue Details. Ein Album das sich einfach nicht tot hören lässt.

Jörg:

Die deutsche Band Scalpture aus (dem hundertprozentig realen) Bielefeld, haben es mir mit ihrer Scheibe Eisenzeit“ besonders angetan. Wer auf old-school Death Metal steht und gerne headbangt bis das Genick bricht kommt bei den Deutschen auf seine Kosten. Aber mit der gehörigen Portion doomiger Emotionen haben auch Fans von langsameren Stücken etwas zu Knabbern. Und dass das Thema erster Weltkrieg gerade mit extremer Musik richtig gut zur Geltung kommt beweisen Scalpture obendrein noch dazu!

Hammer Scheibe, die meinen Favoritenplatz unter den diesjährigen Veröffentlichungen mehr als verdient hat!

Thomas:

Mein Überalbum in 2020 war bislang das neue U.D.O.–Album „We are One“, welches die deutsche Metal-Ikone Udo Dirkschneider zusammen und speziell für diese Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrkorps produziert und eingespielt hat. Brandaktuelle Themen wie Rassismus, Friday for future u.a. werden in unterschiedlichsten Musikstilen thematisiert. Vom Rock, Speedmetal, Funk und Soul ist alles vertreten, was auch das Besondere an dieser Platte darstellt. Auch wenn man es sich vielleicht schwer vorstellen konnte, die Kombination von Blechinstrumenten und Metalband passen super zusammen. Unterstützt durch weiblichen Gesang gibt’s bei jedem neuen Durchlauf wieder was Neues auf diesem vielschichtigen Meisterwerk zu entdecken.

Die zweite Platte, die ich allen Symphonic-Metallern empfehlen möchte, ist „Fiber of our Being“ von den Briten Damnation Angels. Sie dürften mit Ihrem Drittwerk wohl hoffentlich den verdienten Durchbruch schaffen, denn selten bekommt man ein solch hochwertiges Packet geboten: Geiles Cover, überragender neuer Sänger, brilliante Songs, klasse Songwriting , ordentlich Power gepaart mit eingängigen Melodien, symphonische Elemente ohne zu überladen zu sein, überragende Produktion…einfach ein Album  das auch beim 20. Durchlauf von neuem Spaß macht.

 

Elias:

2020 hatte auf alle Fälle einige gute Releases auf dem Buckel, aber besonders hervorragende Alben kamen für mich dieses Jahr allesamt aus dem Progressive MetalCaligula’s Horse brachten mit „Rise Radiant“ ein djentiges Meisterwerk heraus. Von Mitsing-Hits, über Headbang-Passagen und hochtechnischen Instrumentalsparts, hinzu Longplayern und Balladen war alles dabei. Und das in nur acht Songs! Dauerbrenner The Tempest könnte sogar mein Lieblingssong des ganzen Jahres werden, wenn da nicht ein anderer Prog-Track der Engländern von Haken wäre.

Deren Album VIrus“ ist mein absoluter Favorit aus 2020 und der Opener Prosthetic ein Kunstwerk polyrhythmischer Perfektion! Das Konzeptalbum selbst, das an die Vorgängerplatte „Vector“ anknüpft, behält auch nach 30 Durchgängen noch unentdecktes Potential. Referenzen zu früheren Songs und Alben, sowie das fünfteilige Meisterwerk Messiah Complex stellen die Spitze der bisherigen Entwicklung der Band dar.

Ich glaube nicht, dass „VIrus“ dieses Jahr überhaupt noch zu toppen ist!

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Elias

Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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