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Tim Bleil – Unknown Waters – EP Review

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Genre: Acoustic Rock, Acoustic Folk, Singer/Songwriter

Land: Deutschland

Nach drei vorab veröffentlichten Singles steht nun endlich die Debut EP von Tim Bleil in den Startlöchern. Mehr als die Hälfte der EP kennen wir daher bereits. Diese drei Songs, Dusty Roads, Varanasi Calling und Crumble Down, sind eingebettet in den beiden noch unbekannten Songs.

Mit How It Feels startet „Unknown Waters“ so ruhig wie bisher noch nie bei Tim. Alles sehr minimalistisch, zwar mit einer gewissen Steigung, dennoch bleiben wir maximal im Mid-Tempo-Bereich und auch das nicht mal wirklich. Akustikgitarre und Klavier bilden den Rahmen, der von Tims wunderschönen Stimme erfüllt wird. Auch diese wirkt viel minimierter und fokussierter auf das Wichtigste und kann trotzdem wieder für einen wohligen Schauer über den Rücken sorgen.

Das folgende Dusty Roads war anno 2020 Tims Debut Single und sorgt auch heute noch für den einen oder anderen Gänsehautmoment. Hier kommt auch, wenn man sich die EP anhört, das erste Mal wirklich die unfassbar starke Stimme des Singer/Songwriters zum Vorschein. Crumble Down geht dann zumindest instrumental leicht andere Wege und wirkt trotz des schweren Themas leichter und grooviger als die anderen Stücke von Tim. An vorletzter Stelle haben wir dann auch schon die ehemals zweite Single Varanasi Calling, die uns in Urlaubsstimmung versetzt. Mehr zu den einzelnen Singles könnt ihr hier, hier und hier nachlesen.

Beendet wird der Fünf-Tracker vom Titelsong, den Tim auf Deutsch vorträgt. Unruhige See ist zwar instrumental nicht wirklich anders als der Rest, speziell zu How It Feels hat er definitiv eine starke Nähe. Akustikgitarre und Tims Stimme ist alles, was der Song braucht. Ungewohnt ist es natürlich schon, wenn man Tim in seiner Muttersprache singen hört, aber verkehrt ist es auch nicht. Zwar hört man gerade in der ersten Strophe, wie ich finde, die Schwierigkeiten, die Vocals und die Instrumentals zu vereinen. So ist der Einstieg etwas holprig. Hat man diese anfängliche Hürde aber bewältigt, bekommt man einen wunderschönen Liebessong geboten, der wohl an Tims Freundin gerichtet ist. So oder so einfach schön und wird sicherlich auf so mancher Hochzeit gespielt werden. Ein schöner Abschluss für eine spannende Songsammlung.

Fazit:

Tim zeigt war keine große stilistische Vielfalt, dennoch schafft er mit seinen Songs durchwegs, die Herzen zu erreichen, und das ist es doch eigentlich, worum es geht.

Man darf gespannt sein, was uns von Tim Bleil noch erwartet. Womöglich ja mal eine Zusammenarbeit mit Max Roxton (da hätte ich sehr Bock drauf).

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Unknown Waters“ erscheint am morgigen 16. Juli.


Tracklist:

1. How It Feels

2. Dusty Roads

3. Crumble Down

4. Varanasi Calling

5. Unruhige See


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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