Godsnake – Inhale The Noise – ein Album Review

Genre: Melodic Thrash Metal

Godsnake legen bei ihrem aktuellen Output ein Album vor, das schon nach wenigen Sekunden klarmacht, wohin die Reise geht: laut, direkt und ohne Umwege. Mit dem Opener Scream For A Bullet hauen sie uns gleich einen Opener um die Ohren, der mit breiter Brust zeigt, dass hier keine halben Sachen gemacht werden. Druckvoll produziert und mit einem Gespür für große Hooks ausgestattet, zeigen die Hamburger, wo es langgeht.

Lost & Forgotten schaltet dann noch einen Gang höher, der Track gibt Vollgas und kommt mit seinem Groove live bestimmt richtig gut. Roh, energiegeladen und mit einer Dynamik, die förmlich nach verschwitzten Clubshows schreit. Mit Enemy Of Great findet sich ein Kontrastpunkt auf Inhale The Noise, einer getragenen epischen Ballade, die atmosphärisch dicht, mit viel Raum für Emotion und einem Spannungsbogen, der sich langsam, aber wirkungsvoll aufbaut, bestückt ist. Ein Song, der zeigt, dass Godsnake nicht nur auf die Zwölf können, sondern auch Tiefe beherrschen.

Zu Rotten To The Core zieht das Tempo wieder an. Der Beat marschiert hier nach vorne, die Riffs sägen sich durch die Gehörgänge und lassen kaum Zeit zum Durchatmen. Genau das richtige Maß an Aggression, ohne dabei in Beliebigkeit abzurutschen. Ich würde hier sogar einen kleinen Hit sehen. Etwas melancholischer wird es dann bei Place To Call Home, einer sehnsuchtsvollen und mit einem gewissen Fernweh versehenen Nummer, die zwischen Härte und Gefühl schwebt.

Mit Digital Dumbass gibt es keine Gefangenen, der Song ist Thrash vom Feinsten. Schnell, bissig und mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch. Hier lassen Godsnake die Leine komplett los und liefern einen der kompromisslosesten Tracks des Albums ab. Den Schlusspunkt setzt The Price We Have To Pay, der eine klare Kampfansage darstellt. Der Song bündelt noch einmal alle Stärken der Platte und lässt keinen Zweifel daran, dass die Band genau weiß, was sie will.

Fazit: Unterm Strich ist Inhale The Noise ein abwechslungsreiches Album, das von Anfang bis Ende funktioniert. Godsnake schaffen es, unterschiedliche Facetten zu zeigen, ohne den roten Faden zu verlieren. Das macht durchaus Bock auf mehr und deswegen gibt es 8,5 von 10 Bängs!

Inhale The Noise ist am 17. April 2026 über Massacre Records erschienen

Line Up:

Torger – Gesang

Stevo – Gitarre

The Walt – Bass

Sidney – Schlagzeug

Track List:

Scream For A Bullet

Lost & Forgotten

Inhale The Noise

Enemy Of Great

Rotten To The Core

Place To Call Home

Digital Dumbass

Fear Is The Key

Creator Of Shame

The Price We Have To Pay

Godsnake Homepage/Facebook/Instagram

By Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, T(h)rash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Wobei es mir allerdings die Zehennägel aufstellt, ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und Co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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