Rankings, Top Alben des Jahres

Top Alben des (Halb-)Jahres 2021 – Ein Rückblick der Redaktion

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Wie könnte man den bisherigen Verlauf von 2021 zusammenfassen… Pandemie, Pech und Pleiten ist wahrscheinlich ein guter Versuch. Trotzdem scheint es, wenn auch recht langsam, bergauf zu gehen. Auch für die Welt der Musik: Mehr und mehr Konzerte und Festivals finden wieder live und in Person statt, die Veranstaltungsbranche legt immer wieder gute Modelle zur Durchführung größerer Veranstaltungen unter Pandemiebedingungen vor und last, but not least: die neuen Alben, die das Jahr mit sich bringt sind fantastisch!

Deswegen habe ich wie auch das letzte Jahr die Avengers des Rockmagazines zusammengetrommelt damit sie euch ihre liebsten Longplayer des Jahres in Kurzform vorstellen können. Hier sind sie also: die besten Alben des (Halb-)Jahres 2021!

Uli:

Das neue Album der Eidgenossen Black Diamonds hat nicht nur mich überzeugt, nein, auch in der Schweiz hat das Werk eingeschlagen wie eine Bombe… „No Tell Hotel stieg in den Schweizer Album Charts bis auf Platz 3. Verdient. Nostalgische Riffs, coole Outfits und einfach geniale Musik machen das Album für mich zu einem Highlight des ersten Halbjahres 2021.

Olli C.:

Mit dem gleichnamigen Albumtitel, präsentierte Helloween das Reunionalbum im Frühjahr 2021. Nach der ursprünglichen Reunion-Tour sollten die Protagonisten anschließend wieder ihre eigene Wege gehen, jedoch stimmte die Chemie, dass diese ein gemeinsames Album wagten.

Die Erwartungen der Fans war natürlich riesig, wobei diese mit dem Helloween Reunion-Album sicherlich auf ihrer Kosten kamen. Ein grandioses Album, dass nur so von Riffs, Epik und Energie strotzt.

Autumn Bride – Für mich die Sensation des Jahres 2021. Mit dem Debütalbum greift die Wiener Symphonic Metal-Combo regelrecht nacht den Sternen und sind nicht nur in Österreich der Überflieger. Hierbei passt das komplette Konzept. Topp Sängerin, dramatische Riffs, perfekter Sound und markante Melodien.

Dennis:

Das ukrainische Power-Trio Sinoptik will mit seinem fünften Album „The Calling“ nun auch internationale Gewässer anfahren. Man kann ihnen den Erfolg nur wünschen, denn The Calling ist ein astreines Rock-Album geworden, dass Fans von Stoner-, Psychedelic– oder ProgressiveRock auf jeden Fall mal gehört haben sollten.

Die Spielfreude ist den drei Herren um Dmitriy Afanasiev (Gitarre, Keyboards, Gesang) in jeder Minute anzumerken, gerade die Keyboard-Parts heben die Songs atmosphärisch noch mal auf ein neues Level.

Christian B.:

Meine beiden Top Alben für das erste Halbjahr 2021 sind, zum Einen, definitiv das aktuelle Helloween Album. Was für ein Brett voller Hymnen und Melodien! Kurz gesagt könnte dieses Album sich zu einem künftigen Klassiker entwickeln. Hier stimmt einfach alles, vom ersten bis zum letzten Ton, das geniale Artwork, die alle Phasen der Kürbisköpfe umspannt.

Dazu noch „Hellbreaker“ von Motorjesus, treibende Riffs, Songs die einen animieren abzurocken und Gas zu geben. Wenn ein Album, das vor ein paar Monaten erschienen ist, immer noch auf dem Plattenteller landet hat die Band wohl etwas richtig gemacht!

Thomas:

Das erste Halbjahr bestimmten bei mir die Veröffentlichungen, die auch etwas über den Tellerrand des reinen Hard Rock und Heavy Metal hinausragen.

Einer meiner Entdeckungen und die Überraschung für mich war die kroatische Band Manntra, die mich mit ihrer Mischung aus traditionell folkloristischen Sounds, NDH und Rammstein-Anleihen und den hervorragenden Melodien völlig begeistern konnten.

Das zweite Überraschungsalbum war das Soloalbum „Silver Lake by Esa Holopainen“ , Gitarrist von Amorphis. Tolle Melodien, gepaart mit den von Amorphis bekannten Riffs und den Stimme einiger Gesangskollegen wie u.a. Björn „Speed“ Strid oder Anneke van Giersbergen ergaben einen Dauerläufer erster Güte in meinem CD-Player.

Patrick:

In der ersten Hälfte von 2021 dominierte bei mir ganz klar Musik aus Deutschland (auch in der zweiten Jahreshälfte erscheinen noch mindestens drei potenzielle Top Alben von deutschen Bands/Künstlern).

Daher ist es wenig verwunderlich das sich die Jungs von Sperling mit ihrem wundervollen Debütalbum „Zweifel“ den Platz an der Spitze bisher seit Release fest gekrallt haben. Selten habe ich so ehrliche und persönliche Texte gehört. Die Mischung aus den diversen Stilen tat ebenfalls gut und macht „Zweifel“ für mich bisher nachhaltig zum Album des ersten Halbjahres.

Mit der Musik von ERRA konnte ich (leider) nie wirklich etwas anfangen, so ermüdete mich der generische Mix aus Screams in der Strophe und Cleans im Refrain immer schnell.

Anders bei ihrem selbstbetitelten neuen Album. Vom ersten Ton weg hatte ich mich die Band gefangen. Auch wenn sie generell nicht viel am Sound geändert haben, so zeigten doch die einzelnen Nuancen deutlich mehr Wirkung. Langeweile kam nie auf. Ein moderner Klassiker, der zeigt wie Metalcore 2021 zu klingen hat.

Eine besondere Erwähnung verdient auch noch die „Revive“ EP von Substation einfach weil ich niemals mit einem solchen Brett gerechnet hätte.

Die Abwechslung wird großgeschrieben, ohne an Härte einzubüßen. Und genau diese Härte ist es was „Revive“ ausmacht. Substation haben sich von einer spaßigen Eskimo Callboy-Sound Band zu einem ungeschliffenen Diamanten des Metalcore entwickelt. Bravo!

Elias:

2021 war bisher ein sehr gutes Jahr für Metal/Rock und mit den anstehenden Releases wird es nur noch besser! Meine persönliche Meinung: Allein dieses halbe Jahr 2021 schlug das Metal-Jahr 2020 um Längen. Ihr glaubt mir nicht?! Hier sind meine zwei Argumente:

Kauans neustes Meisterwerk „Ice Fleet“ ist nicht nur ein Karriere-Highlight, sondern auch eine Rückkehr zu alter Form für die Band. Atmosphärische Schönheit gemischt mit aggressiven Post-Rock-Attacken machen diesen Ein-Song-Epos zu einem auf und ab der Gefühle. Das emotionale Ende des Albums wird selbst dem härtesten Metalhead ein paar kleine Tränen entlocken.

Die dänischen Vola erweitern mit „Witness“ erneut die Grenzen des Progressive Metal. Von djentigen Headbang-Einlagen über Rap-Features bis hin zur akustisch-atmosphärischen Ballade gibt es auf dieser Platte alles, was das Herz begehrt. Vola liefern hier wieder ein Beispiel dafür, dass Metal auch in 2021 noch innovativ und frisch sein kann!

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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