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Massendefekt – Zurück ins Licht – Album Review

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Genre: Punk

Land: Deutschland

Massendefekt sollte man eigentlich kennen, immerhin hat die Band bereits 20 Jahre auf dem Buckel. Aber, wisst ihr was? Ich kannte sie natürlich nicht – was sich aber nun mit „Zurück ins Licht“ ändert.

Eigentlich sollte das neue Album bereits am 13. November erscheinen, aber wegen Corona hat sich der Release nun etwas nach hinten verschoben und bringt uns so zeitgleich zur eigentlich besinnlich geplanten Zeit rebellische Töne.

Der Opener, der schon einigen von euch bekannt sein sollte und auf den Namen Schiffbruch hört, geht ohne groß herum zu fackeln gleich gut nach vorne. Eine punkige Rock-Nummer, die lyrisch eine klare Anti-Rechts-Haltung hat und in diesen Zeiten, in denen uns diese Pandemie im Schach hält, auch auf diese Situation umgemünzt werden kann.

Interessanterweise muss ich bei so manchem Song auch oft an das letzte Killerpilze Album denken. Beide vermitteln eine ähnliche Haltung, aber auch eine ähnliche Energie. Ganz besonders bei Autopiloten muss ich vermehrt an das Pilz Trio denken. Vor allem der Refrain vermittelt dieses Gefühl. In der zweiten Hälfte steigt dann die Härte und es gesellen sich ein paar spacige Riffs zum bekannten Sound.

Eine Ode an die Freunde verbirgt sich in Freunde, dachte ich. Bedingungslose Freundschaft, zumindest von einer Seite. Ein wunderbarer Text, der sicherlich nicht nur in Verbindung mit Freunden funktioniert. Ein stark auf die Drums zentrierter Song mit wieder einigen spacigen Riffs. Dazu wird uns eine Geschichte erzählt, die nicht unbedingt gut endet, aber trotzdem in puncto Tempo gut abgeht.

Das Tempo ist größtenteils recht hoch, ohne aber an irgendeiner Stelle stumpf zu wirken. Das erste Mal wird die Geschwindigkeit anfangs bei Letzte Worte etwas gedrosselt und groovt dennoch ordentlich dahin. Im Refrain halten aber dann wieder der Druck und die gewohnte Power Einzug. Denjenigen unter euch, die sich jetzt fragen, ob die von Massendefekt auch ruhig können, kann ich sagen: Können sie sicher – aber auf „Zurück ins Licht“ wird das nicht geboten, und das ist auch gut so.

Fazit:

Das Tempo, ebenso wie die Härte, passen richtig gut und sorgen für ein kurzweiliges Hörvergnügen.

Wobei „kurzweilig“ hier definitiv als Pluspunk(t) zu werten ist. Keine Längen, jede Nummer wunderbar auf den Punkt gebracht. Ein Album, das sich auf das Wichtige fokussiert und sich nicht in Spielereien verliert.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Zurück ins Licht“ erscheint am 27. November via MD Records / Warner und wird als CD, Vinyl, Boxset, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Line-Up:

Sebi Beyer – Gitarre/Gesang

Nico Jansen – Gitarre

Alex Wolfart – Schlagzeug

Mike Duda – Bass


Tracklist:

1. Schiffbruch

2. Tun Was Ich Will

3. Autopiloten

4. Freunde, dachte ich

5. Spuck In Die Luft

6. Letzte Worte

7. Neelassma

8. Totes Land

9. Antikörper

10. Mehr!

11. Daumen Hoch

12. Vergiss Nicht


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Patrick

Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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