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Konzert Reviews

MANNTRA + FLORIAN GREY – Der Baren King bringt den CLUB ZENTRAL zum Beben – Konzertbericht aus Stuttgart

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Knapp eineinhalb Jahre nach ihrem ersten Gastspiel im CLUB ZENTRAL haben die Kroaten von MANNTRA der kleinen aber feinen Location, mitten in Zentrum von Stuttgart, im Rahmen ihrer „War of the Heavens-Tour 2024“ erneut einen Besuch abgestattet. War im Dezember 2022 der Club schon gut gefüllt, konnte in diesem Jahr erstmals, wie bei fast allen anderen Gigs, der Tour ausverkauftes Haus vermeldet werden. So durften sich die Veranstalter über gut 250 Besucher/innen freuen, die sich dieses hochinteressante Doppel am letzten Tourwochenende in Stuttgart nicht entgehen lassen wollten.

Als Support haben die Kroaten die Hamburger Band Florian Grey und die Bielefelder Souldbound mit auf Tour genommen, letztere sind jedoch in der schwäbischen Hauptstadt leider nicht mit am Start. So dürfen sich die Heathens, wie sich die Fans von MANNTRA nennen, dafür auf einen ausgedehnten Gig von Florian Grey freuen, der insgesamt 12 Songs umfasst. Die Band um Frontmann und Namensgeber Florian Grey passt musikalisch mit ihrem Dark Rock sehr gut zum heutigen Headliner und nutzt die Chance, ausgiebig, ihr 2023 erschienenes aktuelles Album „Destroying Kindoms“ zu promoten.

Am Anfang des Gigs stehen allerdings 3 Songs von ihrem Zweitling „Ritus“ aus dem Jahr 2018, ehe es im Anschluss mit den Song des aktuellen Albums in Form von The Great Nowhere weitergeht. Man merkt den neueren Songs deutlich die musikalische Entwicklung der Band an, wirken die Songs doch um einiges reifer, musikalisch wie auch kompositorisch. Eingängige, teils dunkle Sounds mit Keyboards vom Band verleihen den Songs einen insgesamt eingängigen, teils sogar fast poppigen Sound. Doch lässt die Gitarre von neuen Gitarristen Tom Le Paul stets die nötige Härte in die Songs einfliesen, sodass die Songs nicht zu glatt gebügelt klingen.

Die Band kommt bei den Heathens sehr gut an und so ist ihre Stimmung im Club zu jeder Zeit bestens, was man auch der Band anmerkt, die begeistert von der guten Resonanz aus dem Publikum angespornt wird und eine engagierte Performance abliefert. Klar im Mittelpunkt steht Florian, der mit seinem stechendem Blick den Bann der Zuhören auf sich zieht.

Von der Debutscheibe „Gone“ findet einzig Laudanum den Weg auf die Setlist, der auch gut beim Publikum ankommt. Doch die neuen Songs von der starken dritten Scheibe dominieren klar das Programm und Songs wie Lie To me mit seinem harten Riff am Anfang, die leicht düster angehauchte Ballade Our Undefined Loneless mit geilem Solo begeistern und sorgen für das ein der andere Mal fast schon für Gänsehautfeeling . Auch das tanzbare Starless Skies und der mit einem wunderbaren Keyboard-Teppich ausgestattete Titeltrack überzeugen das Publikum. Obwohl die meisten der Anwesenden vermutlich Florian Grey-Neulinge sind, schaffen es die Hamburger doch spielend, die Fans mitzureisen und so dürften sie an diesem Abend zahlreiche neue Fans gewonnen haben.

Mit Ausnahme der Superballade Our Thirsty Hearts werden die stärksten Songs der Scheibe live an diesem Abend gespielt und erhalten dabei meist einen etwas härteren Touch wie im Studio. Vor allem Drummer Yannik „Rage“ Bockelmann sorgt an seinem Drums für den nötigen Punch.

Dem Applaus nach zu beurteilen war sich das Publikum einig über einen insgesamt mehr als gelungenen Auftritt, der eigentlich keine Wünsche offen gelassen hat und mit Nothing left to Love einen perfekten Abschluss findet. Wer nach diesem Abend Lust auf mehr Florian Grey bekommen hat, im Oktober/November geht die Band im Rahmen der „Achtung Mensch!-Tour“ von Tanzwut erneut auf Tour und gastiert am 09. November 2024 auch wieder in Stuttgart.

Florian Grey war die perfekte Einstimmung für den Headliner des Abends, es ist somit alles angerichtet für MANNTRA.

Als dann um 21 Uhr die ersten Töne des Intros Invocation von MANNTRA ertönen, wird es umgehend laut im Club Zentral und die Heathens gehen schlagartig in „Angriffsposition“. Als Sänger Marko Sekul die Bühne betritt wird er frenetisch begrüßt und mit dem Schlachtruf“ No fear“ beim Opener Heathens gleich lautstark unterstützt. Der Auftakt zu einem mal wieder gigantischer Gig einer einfach geilen Liveband, die alle Fans von der ersten Sekunde an mitreißt.

Die Setlist orientiert sich weitgehend am kürzlich veröffentlichten Livealbum der Band „Live in Leipzig“, das bei der Releaseparty zu Studioalbum War of the Heathens aufgezeichnet wurde und das wir hier für euch ausführlich besprochen haben. Ihr unvergleichbarer Mix aus den harten Beats der NDH und den Folk-Tönen mit kroatischem Einschlag machen die Band so einzigartig. Ob nun in Englisch (u.a. Hunter, Nightmare…), in ihrer Heimatsprache (Kiša, Lipa, Naranča) oder gar in Deutsch (Königsmord, So ist das Leben) gesungen, die Kroaten sind in allen Sprachen musikalisch zuhause und auch die Fans lassen sich auch von der ungewohnten kroatischen Sprache keineswegs abhalten und singen lautstark jeden der Songs mit. Morena vom aktuellen Album sowie das stampfende Tanz lassen die Stimmung weiter ansteigen. Als dann das inzwischen zum Publikumsliebling avancierte Yelena angestimmt wird, gibt es kein Halten mehr und die gesamte Folgschaft singt inbrüstig aus vollem Hals den Refrain mit – einfach ne geile Party-Nummer.

Der Auftritt des zum festen Bandmitglied integrierten Maskottchen Baren King beim gleichnamigen Song mutiert dann zum nächsten Highlight, als dieser auf einem Suftbrett über die Köpfe der Fans durchs Publikum surft. Glücklicherweise hat er die Bühne trotz der niedrigen Decke im Club schadlos wieder erreicht.

In the Shadows ist natürlich einer der Highlights, mit fettem Riff donnert Dorian Pavlović los, und Marko holt seine Fans mit den „Nei Na Na Nei“-Mitsingparts immer wieder ab. Es folgen zwei deutsche Songs, bestehend aus Königsmord und dem komplett in Deutsch gesungenen So ist das Leben vom Vorgängeralbum „Kreatura, sicherlich ein kleines Dankeschön der Band an das treue Publikum in Deutschland, das sicherlich die größte Fangemeinde außerhalb der Heimat Kroatien stellt. Auch wenn Marko nicht zu 100% von seinen Deutschkenntnissen überzeugt zu sein scheint, macht er dank eines kleinen Spickzettels die Sache bei So ist das Leben doch mehr als gut.

Immer wieder greift auch Marko zur Gitarre und unterstützt abwechselnd mit dem Baren King den Gitarrero Dorian Pavlović an der Gitarre. Doch hauptsächlich steht er bangend im Mittelpunkt der Bühne und reist die Fans immer wieder aufs Neue zur Höchstleistung mit. Nach dem schnellen NDH-Kracher Domain steigt beim inzwischen zum MANNTRA-Klassiker gewordenen Ori Ori mit seinen obligatorischen „Lei La La Lei“ –Lauten und „Ori Ori-Refrain die Stimmung nochmal an und es folgt der etwas folkloristisch angehauchte Part des Auftritt und die Songs in Landessprache stehen auf dem Plan.

Das Publikum ist während der 90 Minuten bei bester Laune, und so fällt es der Band leicht, auch bei den folgenden beiden Songs die nötige Unterstützung im Publikum zu bekommen. Auch wenn die wenigsten Kroatisch sprechen, es wird einfach nach Herzenslust mitgesungen. Lipa hat sich ja inzwischen zu einem der Fanliebling gemausert und wird nach Kiša zu einem der Highlights des Sets.

Fast schon gerührt von der Reaktion und Begeisterung im Publikum gibt’s zum Abschluss noch drei Zugaben. Nightmare mit seinem geilen Keyboards und dem Mitsingpart ist einfach wie gemacht für die Bühne, energiegeladen gehen die Heathens nochmals ans Limit, ehe mit Volhov und Naranca ein begeisternder Auftritt leider schon sein Ende findet.

Nicht nur die Fans sind begeistert von MANNTRA (und auch Florian Grey), auch die Band ist überwältigt von dem begeisterten Publikum und der Stimmung im Club Central und so verspricht man schon auf der Bühne, 2025 erneut zurück nach Stuttgart zu kommen. Ich nehme die Kroaten beim Wort und werde wie viele andere Zuschauen an diesem Abend auch beim dritten Mal im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder am Start sein.

Bis dahin bleibt allen Heathens ja als kleiner Trost das Livealbum „Live in Leipzig“ als Erinnerung an einen phantastischen und begeisternden Auftritt von MANNTRA in Stuttgart.

Bester Sound während des gesamten Abends machten den Auftritt der beiden Bands zu einem Vergnügen und so sah man wenige Minuten nach dem Auftritt auch schon alle Musiker gutgelaunt bei den Fans Im Foyer und am Merchstand, um die gekauften CDs und LPs zu signieren und Fotos mit den begeisterten Fans zu schießen. Es wird gelacht und gesmalltalkt, so sollte es öfters sein.

Alle Rockmusikliebhaber, die MANNTRA noch nicht kennen und live erlebt haben, sollten sich die Kroaten unbedingt mal live anschauen, dann wisst ihr, warum die Fanbase vor allem in Deutschland in den letzten Jahren immer größer wird. Ein Besuch eines Konzerts der Kroaten lohnt sich auf alle Fälle!

Floria Grey – bisherige Discography:

2015: Gone

2018: Ritus

2023: Destroying Kingdom

MANNTRA – bisherige Discography: 

2012: Horizont
2015: Verena
2017: Meridian
2019: Oyka!
2021: Monster Mind Consuming
2021: Nightcall EP (EP)
2022: Kreatura
2022: Endlich! Live in Hamburg
2023: War of the Heavens
2024: Live in Leipzig

Lineup Florian Grey:

Gesang – Florian Grey
Gitarre – Tom Le Paul
Schlagzeug – Yannik „Rage“ Bockelmann
Bass – Jon Garcia

Lineup MANNTRA:

Gesang – Marko M. Sekul
Schlagzeug – Andrea Kert
Gitarre – Dorian Pavlović
Bass – Zoltan Lečei
Keys, Gitarre, Flöte – Baren King

Florian Grey Online:

Webseite

facebook

instagramm

youtube

       


Text & Fotocredits: Thomas Jenne

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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