Bücher, Reviews

Udo Lindenberg, Mach Dein Ding – Buchrezension

udo-lindenberg-mach-dein-ding-buchrezension
Seit Januar läuft in den Kinos der absolut sehenswerte Film Lindenberg! Mach Dein Ding (u.a. mit Jan Bülow als Udo Lindenberg, Max von der Groeben als Steffi Stephan, Charly Hübner als Vater Gustav Lindenberg und Detlef Buck als Musikproduzent).

Bereits im November 2019 erschien ein Buch, das auf diesem Film basiert.

 

Udo Lindenberg – Mach Dein Ding
Die frühen Jahre – wie aus dem kleinen Matz der große Udo wurde
Für das Rockmagazine durfte ich einen Blick hinein werfen, aber aus diesem einen Blick wurde ein spannender Leseabend!
„Im Sommer 1946 kam ich als Kind zur Welt“
Das Buch ist eine Zeitreise in die ersten 28 Udonauten-Jahre. Von 1946, als Udo im westfälischen Gronau das Licht der Welt erblickte bis zum Durchbruch 1973. Es zeichnet ein Bild der grauen Nachkriegsgeneration, in dem Udo schon früh den westfälisch-amerikanischen Traum träumte.  

 

Fotocredits @Udo Lindenberg Archiv

Udo erfand in Gronau das cool sein und begann seine Schlagzeugkarriere auf dem Wischeimer seiner Mutter Hermine. Als Udo zu groß für Gronau wurde, begann er 1962 als 15-jähriger eine Hotellehre im Breidenbacher Hof in Düsseldorf, ließ sich kündigen und studierte in Duisburg Musik, bis er schließlich in Tripolis/Libyen in Ami-Clubs Musik machte, massenhaft Alkohol trank und den Weg vom Schlagzeughocker ans Mikrofon fand. „Erwachsen“ oder besser gesagt richtig erfolgreich wurde Udo dann in Hamburg und ist bis heute der „geilen Meile“ sehr verbunden.

„Wir Lindenbergs sind Klempner. Und sonst nix.“ Gustav Lindenberg
Als Berufstrommler nahm er die Sticks auch für die Titelmelodien der Sesamstraße und des Tatorts in die Hand und spielte in verschiedenen Bands.  Von Klaus Doldinger lernte er, wie das Musikbusiness funktioniert. Er wohnte in einer WG mit Marius Müller-Westernhagen, Otto Waalkes und anderen zusammen. Lange setzte er sich mit der Frage auseinander, in welcher Sprache er Songs schreiben sollte, galt Deutsch in den 70ern noch als Sprache der „Täter“ und der Schlagersänger. Und er erkannte, dass man nur mit Musik kein Geld verdienen konnte: „Man muss die große Show bringen“.
Fotocredits @Udo Lindenberg Archiv

 „Er sollte keinen Hut, sondern eine Krone tragen!“
Rammstein-Sänger Till Lindemann über Udo. 

Mit dem Panikorchester und dem Album „Alles klar auf der Andrea Doria“ begann 1973 sein unaufhaltsamer Durchbruch. Udo war damals 27 und bereits anderthalbfacher Millionär…

 

Dieses reich bebilderte Buch zeichnet ein spannendes Bild über einen faszinierenden Ausnahmekünstler und sein ungewöhnliches Leben. Udo Lindenberg stellte hierfür Fotos aus seinem Privatarchiv zur Verfügung.  Ergänzt werden die Originalaufnahmen durch Zeichnungen und Likörellen von Udo Lindenberg sowie Szenenbildern aus dem Film, auf denen vor allem die unglaubliche Ähnlichkeit zwischen Jan Bülow und dem jungen Udo Lindenberg erkennbar ist. Film und Buch senden für mich auch die Botschaft: Du kannst alles erreichen – wenn Du nur fest genug daran glaubst und hart genug dafür arbeitest.

Volle Leseempfehlung von mir 10 von 10 Bängs!

 

Udo Lindenberg
Mach Dein Ding
Die frühen Jahre – wie aus dem kleinen Matz der große Udo wurde

Von Frank Bartsch und Peter Feierabend, mit Texten von Kristof Schreuf

Mit einem Vorwort von Udo Lindenberg

224 Seiten, bebildert ISBN 978-3-8419-0701-1, 26,95 €

Erschienen am 22.11.2019

Das Buch wurde mir zum Zwecke der unentgeltlichen Rezension zur Verfügung gestellt. Dieser Artikel ist nach aktueller Rechtsprechung als „Werbung“ zu kennzeichnen. Die kostenfreie Bereitstellung beeinflusst meine persönliche Meinung in keiner Weise – die Begeisterung kam (und blieb) von allein.

Share
Karina

Karina

Karina ist für uns an Rhein und Ruhr unterwegs. Sie hört neben Metal auch Irish Folk Punk, Deutsch- und Mittelalterrock. Kann Metal rückwärts lesen.

Danke für deinen Besuch.
Vielleicht willst du uns ja auch auf Facebook kennenlernen?
Danke für dein „Gefällt mir“!