Stormhammer – Wrath Of The Hammer – ein Album Review

Genre: Power Metal

Die Münchner Power-Metal-Veteranen Stormhammer denken auch nach mehr als drei Jahrzehnten Bandgeschichte noch nicht ans Aufhören und verdienen dafür schon einmal Respekt. Mit Wrath Of The Hammer legen die Bayern ihren ersten Longplayer seit Seven Seals (2019) vor und versprechen einen härteren, aggressiveren Ansatz als in der Vergangenheit. Ganz neu ist das zwar nicht, dennoch gelingt es der Band, ihrem bewährten Fundament einige frische Akzente zu verpassen.

Nach einem kurzen, atmosphärischen Intro, das ruppig in den Titeltrack übergeht, wird gleich klar, wohin die Reise geht: kernige Riffs, treibende Rhythmik und ein Refrain, der sich schnell im Ohr festsetzt. Auch Titel wie Ashes Of The Throne und Guardians Of The Night profitieren von der gelungenen Mischung aus klassischem Heavy Metal und Power Metal. Dabei verzichten Stormhammer zum Glück auf überzuckerte Keyboard-Teppiche oder allzu kitschige Chöre und setzen stattdessen auf handwerklich sauberes Songwriting.

Allerdings offenbart Wrath Of The Hammer auch die bekannten Schwächen, die das Dasein einer Band innerhalb enger Genregrenzen mit sich bringt. Viele Songs bewegen sich in vertrauten Strukturen, echte Überraschungsmomente bleiben rar. Zwar überzeugt die Produktion mit Druck und Transparenz, doch nicht jeder Refrain besitzt die Durchschlagskraft, die man sich im Power Metal wünschen würde. Gerade im Mittelteil schleichen sich einige Nummern ein, die solide funktionieren, aber kaum nachhaltige Spuren hinterlassen.

Dennoch hat das Album seine Stärken. Die Gitarrenarbeit wirkt bissig und spielfreudig, während die Melodien stets nachvollziehbar bleiben. Vor allem Veil Of Fire und das atmosphärische The Dune zeigen, dass Stormhammer mehr können als reine Power-Metal-Standardkost. Hier blitzt jene Eigenständigkeit auf, die man sich über die gesamte Spielzeit etwas häufiger gewünscht hätte.

Fazit: Wrath Of The Hammer ist ein solides bis gutes Power Metal Album mit viel Herzblut, starken Gitarren und einigen gelungenen Hymnen. Die ganz großen Momente bleiben zwar aus, doch Genrefans bekommen genau das, was sie erwarten dürften. Dafür gibt es von mir solide 7 von 10 Bängs!

sieben von zehn

Wrath Of The Hammer erscheint am 17.07 über ROAR – A Division of Reigning Phoenix Music

Line Up:

M.Nox – Vocals

Phil Meyer – Guitar, backing vocals

Christos Efstathiou – Guitar

Ashley Guest – Drums

Horst Tessmann – Bass, backing vocals

Track List:

Beware

Wrath of the Hammer

Ashes of the Throne

Light in the Dark

Wheels ofEternity

Guardians of the Night

Veil of Fire

Scars of the Abyss

Shattered Dominion

The Dune

Stormhammer Homepage/Facebook/Instagram

By Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, T(h)rash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Wobei es mir allerdings die Zehennägel aufstellt, ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und Co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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