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Album Reviews, Double Feature, Reviews

Silverstein – Misery Made Me erläutert von Stand Up Stacy – Double Feature

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Genre: Post-Hardcore, Pop-Punk, Metalcore

Land: Kanada

Inspiriert von Mirko von Uncle M Music starten wir heute gemeinsam mit den Stacies eine neue Rubrik für euch. Das Double Feature, in dem Bands und KünstlerInnen euch zusätzlich zu unseren Reviews zu ausgewählten Alben ihre Gedanken mitteilen können.

Wir, Stand Up Stacy aus München, konnten glücklicherweise zusammen mit rockmagazine.net bereits vorab in das neue Silverstein Album reinhören und haben nun die Ehre eine kleine Review für euch dazulassen. Und glücklich kann man sich schätzen, wenn man für so eine Albumreview etwas in der Machart präsentiert bekommt, wie es die gelungene Diskografieerweiterung von Silverstein ist.

Der Albumtitel schickt schon so viel voraus – mit „Misery Made Me“ packen Silverstein auf ihrem zehnten Studioalbum gefühlt alles rein was sich die Punk- und Core Szene so erträumen kann. Bereits Our Song startet so dermaßen dynamisch in das Album rein und holt uns mit fetten Riffs, gelungenen Build-Ups an Instrumenten und unheimlicher Songwriting-Raffinesse ab. Hier wird mit Tempo auf den perfekt zum mitschreien und -singen geeigneten Chorus hingearbeitet, und gegen Ende pumpt ein fantastischer Break nochmal ordentlich Adrenalin durch die Gehörgänge.

Silverstein können und müssen auf ihren Alben aber natürlich auch laut. Und glücklicherweise vergeht nicht viel Zeit, bis mit Die Alone bereits ein unfassbar schneller, aggessiver Fast-Punk – Song eintrudelt. Hier braucht es keine ausgefuchsten Chords und fein abgestimmte Melodien, hier steht der Druck im Vordergrund, der sich dem klassischen und geliebten Silverstein-Chorus hingibt und uns das gescreamte Wort mit voller Kraft um die Ohren pfeffert. Cleaner Gesang blitzt nur kurz einmal auf, um gleich wieder von einem übermächtigen Bb-Powerchord und Shane Tolds unfassbar starker Stimme überrollt zu werden.

Ein sofortiger Ohrwurm und großer Track ist für uns dann Song Nummer 3 namens Ultraviolet. Hier werden wir von einem Intro begrüßt, das den geschmiedeten Sound der Band widerspiegelt und mit dem zurückgefahrenen Verse in schönem Kontrast steht. Ultraviolet ist ganz klar die Machart Silverstein Song, bei denen man sich freut auf den kommenden Gigs gediegen weggeblasen zu werden.

Bei It’s Over schlackern einer Stacy wie uns die Ohren, wenn sich nach einem kurzen Durchhänger (dazu später mehr) eine herrliche Punkhymne auftut, die im Prechorus unerwartete Akkorde mit einbringen und uns ein wenig die Pipi in die Augen treiben. Der chromatische Bass, spannende Reibungen und ein perfekt verwobener, düsterer Text mit Selbstuntergangsstimmung sind hier nur der Anfang. Mit dem Halftime-Chorus lässt sich das Ausrasten der Fans geradezu vor programmieren, und die sensationell ausgecheckte Bridge aus Screams, Halftime und vocal-only – Stellen zeigt perfekt, auf welchem Level Silverstein im Songwriting immer und immer wieder abliefern.

Bei The Altar / Mary toben sich die Kanadier dann völlig aus. Mit einem der härtesten Soundgewitter des Albums werden zuerst alle verfügbaren Gehörgänge niedergeschmolzen, bevor es elektronisch wird und an die effektgeladenen Stimmbänder geht. Viele Bands hätten diesen Song in zwei Tracks aufgeteilt, Silverstein steht hier zu einem verrückten Gesamtkunstwerk das auch bitte gerne genau so im Gedächtnis und auf Live-Setlists bleiben darf. Mutig. Stark.

Don’t Wait Up und Live Like This machen die Haken hinter die Checkliste “das möchten wir von Silverstein hören”, mit ausgefuchsten Build-Ups, catchy Melodien und dem Gefühl, dass man auch die Songs Richtung Finale des Albums unbedingt irgendwo in einem Live-Set wiederfinden möchte.

Während Bankrupt nicht so recht zünden will und Cold Blood uns auch nach mehrmaligem Hören eher zurückgelassen hat (hier ist der Chorus und der Aufbau leider weniger raffiniert weshalb uns der Song ein wenig nach dem nächsten Track schreien lässt), hat uns das Finale des Albums, Misery, nach dem ersten zweifelnden Hören doch noch gekriegt. Eine klassische Ballade am Ende eines Albums gehört fast schon zum guten Benehmen, wenn man Hörer:innen auf so vielen Ebenen musikalisch berührt. Und je öfter Misery das Musikabspielgerät belagert, desto mehr fallen die für sich stehenden Klavierbässe und die sehr intime und klanglich einzigartige Seite dieses Albums auf. Neben Synthies sind hier auch Drumschläge zu hören, wie man sie bei einem epochal von Hans Zimmer vertonten Filmsoundtrack erwarten würde. Und am Ende zeigt sich das Klangspektrum der Band noch einmal vollkommen, wenn Shane uns mit einer sehr reduzierten, intimen und gefühlvollen Chorusform aus dem Album entlässt.

Nach dem Hören sind wir glücklich und berührt, haben das Gefühl mit der Band eine emotionale Reise erlebt zu haben und können es kaum erwarten, uns noch so viel öfter in einzelne Songs und auch das Gesamtkunstwerk zu verlieren. Ein paar Stellen die wir “etwas weniger fühlen” werden hundertfach negiert durch großartige Songwriting-Arbeit, Melodien die einen so schnell nicht mehr los und den Wunsch aufkommen lassen, genau diese Musik einmal mit feierwütigen Menschen zu betanzen – bitte Live und mit Sonne im bangenden Nacken – wir freuen uns auf Tourdates über die aktuell bekannten Deutschland-Festivalshows diesen Juni hinaus.

Und jetzt zurück, „Misery Made Me“ hören – da war doch dieser Track#7, der darum gebettelt hat nochmal in voller Lautstärke durch die aktuell seltsam stillen Kopfhörer gejagt zu werden. On Repeat.

Nach dem Uwe und Simon von Stand Up Stacy ihre Meinung zu „Misery Made Me“ kundgetan haben könnt ihr im Laufe des Tages auch unsere Review zum Album lesen.


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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