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Album Reviews, Reviews

Silverstein – Misery Made Me – Album Review

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Genre: Post-Hardcore, Pop-Punk, Rock, Metalcore

Land: Kanada

Anno 2020 waren Silverstein die letzte Band die ich bisher, auf einem richtigen Konzert, sehen durfte. Ich war schon „immer“ Fan der Band, doch so richtig gezündet hatte es tatsächlich erst mit „A Beautiful Place To Drown“ (2020). Seit diesem gibt es nur sehr, sehr wenige Bands die ich so viel höre wie die Kanadier. Die Musik der Truppe um Frontmann Shane Told macht einfach immer Spaß, doch bei „Misery Made Me“ brauchte ich in etwa so lange wie damals bei „Dead Reflection“.

Als Grund könnte man sicherlich nehmen das „Misery Made Me“ im Vergleich zum Vorgänger wieder ordentlich hart daher kommt und die wirklich harten Momente haben mich nie so richtig erwischt. Ich mag die Mischung aus Cleans und Screams gerade bei Silverstein extrem. Gerade deshalb brauchte ich meine Zeit. Zeit die sich wieder mal ausgezahlt hat, so viel kann man sagen. Auch auf dem mittlerweile zehntem Album liefert die Band wie gewohnt ab. Wie gewohnt? Nicht ganz. Was vor allem die späteren Alben auszeichnet ist die steigende Experimentierfreudigkeit. Natürlich darf man keines der Silverstein Werke mit progressiver Musik vergleichen, das ist schon klar, aber in ihrem Rahmen sorgen sie immer wieder für einen kleinen Riss und können mittlerweile einfach auch etwas riskieren. Die Fans gehen mit, bestes Beispiel The Afterglow („Dead Reflection“) welches inzwischen oft als Closer der Live-Sets genutzt wird und außer Pop-Punk eigentlich gar nichts ist und die Leute gehen heftig steil.

Gut, nun hab ich ohne ein richtiges Wort zum Album zu sagen schon extrem ausgeholt. Alle die auch alles bisher gelesen haben und sich denken: Wo bleibt denn die Review?! Keine Sorge, sie folgt genau hier. Wir starten, wie sollte es anders sein, mit dem Opener Our Song. Ein Song der schon viele der gewohnten Silverstein Qualitäten aufweist. Große Singalongs, dynamischer Wechsel zwischen Screams und Cleans. Dazu bekommt der Bass recht viel Platz eingeräumt. Insgesamt steckt in Our Song schon mega viel Potenzial, welches auch verwertet wird und einen angenehmen, kurzweiligen Einstieg erzeugt.

Mit Die Alone steht auch zu Beginn des Albums gleich ein ordentliches Brett, das die harte Seite der Kanadier zeigt. Knapp drei Minuten ordentlich Gas. Geiler Banger, doch liebe ich Silverstein gerade wegen der Balance im Sound.

Eine Balance die Ultraviolet absolut inne wohnt. Klingt er neu oder anders? Nicht wirklich, doch die einzelnen Teile der Band fügen sich einfach wieder einmal extrem gut zusammen. Gerade die Screams und der Break im letzten Drittel sind einfach eine wahrliche Offenbarung. So avanciert Ultraviolet zu einem starken Fanliebling. Ganz sicher sogar.

Das folgende Cold Blood ist zwar handwerklich, wie gewohnt, oberste Liga, doch kann er mich nicht wirklich erreichen. Kein Track den ich skippen würde, er dümpelt aber leider eher dahin und klingt doch stark nach Air Play. It´s Over ist wieder ein Kracher wie man ihn von Silverstein erwartet und braucht. Immer wieder kommt mir bei den Songs von „Misery Made Me“ das Album „Rescue“ in den Sinn. Irgendwie stilistisch ähnlich wie dieses, klingt „Misery Made Me“ aber doch anders. Frischer und näher am Zeitgeist. Mit der Textzeile Cue the curtain call roll the credits it’s over haben sich die Jungs meiner Meinung nach mal so eben unsterblich gemacht und vielleicht die beste Zeile der Bandhistorie geschaffen. Aber gut was ist It´s Over ansonsten noch? Wie schon erwähnt ein Kracher wie man ihn  sich wünscht. Fette Riffs, dynamisches Drumming und Vocals die in ihrer Unterschiedlichkeit wunderbar harmonieren.

Mit The Altar / Mary steht das erste erschütternde Highlight an und zeigt meine Lieblingskanadier von einer harten und experimentellen Seite. Hier schlagen zwei Herzen in einer Brust. Zum einen das erbarmungslose, blutrünstige The Altar, das mit einem extrem atmosphärischen Electro Part aufwartet und einfach nur auf die Fresse knüppelt und dann Mary. Eine Synths unterlegte Halbballade. So klar wie hier kam die Stimme von Shane schon lange nicht mehr daher und doch wurde sie mit feinen Upgrades robotisch leicht verfremdet und lässt mich an „A Thousand Suns“ von Linkin Park denken.

Mit Slow Motion, Don´t Wait Up und Bankrupt erwarten uns ebenfalls wieder Tracks die in gewohnten Silverstein Gefilden existieren und sicherlich ihre Momente haben, doch nicht so spannend sind wie ein Our Song oder It´s Over, aber das ist auch ok. Spaß machen die Tracks alle mal. Richtig spannend wird „Misery Made Me“ auf der Zielgeraden Live Like This und Misery.

Live Like This ist ein großartiger moderner Rock Song, der zeigt das in Silverstein nicht nur eine grandiose Szeneband steckt, sondern wir es hier wahrlich mit einem der spannendsten Acts im Business zu tun haben. Der Track klingt so als wolle er in den Strophen immer wieder ausbrechen, was er schließlich im Refrain auch schafft. Begleitete von einer unfassbaren Soundwand und inklusive eines Features von nothing,nowhere.. Fügt sich wunderbar ein und gibt dem Song noch einmal das gewisse Etwas. Ebenso wie das großartige Outro, welches perfekt auf Misery überleitet.

Misery beendet das neuste Werk von Silverstein auf eine ganz spezielle Art. Eine ruhige atmosphärische Ballade, dessen Text ganz tief reingeht. Ein wunderschöner Song den man am besten mit geschlossenen Augen genießen sollte. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen.

Fazit:

Ist „Misery Made Me“ einfach nur ein weiteres Album in der Diskographie einer von vielen Bands? Für viele wird es sicherlich so sein, aber nicht für mich. „Misery Made Me“ unterstreicht für mich persönlich warum diese Band mittlerweile einen so großen Platz in meinem Herz über hat.

Auch wenn mich „A Beautiful Place To Drown“ sicherlich mehr erreicht hat ist auch „Misery Made Me“ ein unfassbar gelungenes Album.

Ich vergebe 9,5 von 10 Bängs.

„Misery Made Me“ erscheint am 6. Mai via UNFD und wird als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Silverstein sind:

Shane Told – Vocals
Josh Braford – Guitar
Paul Koehler – Drums
Bill Hamilton – Bass/Backing Vocals
Paul Marc Rousseau – Guitar/Backing Vocals


Tracklist:

1. Our Song

2. Die Alone

3. Ultraviolet

4. Cold Blood

5. It´s Over

6. The Altar / Mary

7. Slow Motion

8. Don´t Wait Up

9. Bankrupt

10. Live Like This

11. Misery


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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