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Festival Review

Rockharz 2023, Tag 4 – Samstag

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Die süddeutschen Hard Rocker von VOODOO KISS  eröffnen diesen heißen, letzten Festivaltag. Die 1995 gegründete Band feierte 2022 beim Summer-Breeze Festival ihre Reunion – mit Veranstalter Achim Ostertag an den Drums. Mit ihren Liveshows haben sie sich einen hervorragenden Namen erspielt und werden ihrem Ruf auch zu dieser frühen Stunde absolut gerecht. Mit Thousand Steps Of Goodbye übergeben sie die Mikros an Soulbound.
Die Jungs um Frontmann Johnny Stecker spielen einen abwechslungsreichen Metalmix. Ihr absolut energiegeladenes Set mit Fuck you und, Alive funktioniert auch live richtig gut und das von Beginn an einbezogene Publikum kommt schnell in Fahrt.

Bei den folgenden A Live divided wird es richtig heiß, was auch an der unaufhörlich steigenden Mittagshitze liegt. Die Abkühlung aus dem Feuerwehrschlauch der Grabenschlampen wird dankend vom Publikum aufgenommen. Das deutsche Modern-Metal-Quartett präsentiert sich mit ihrem am 07.07.23 veröffentlichten Album Down the Spiral of a Soul härter, dunkler und wütender als je zuvor. Im 40-minütigen Set haben sie u.a. Best Time und Heart On Fire dabei.

„Henning, schmeiß an das Band!“ Zeit für Roggenrohl mit Ohrenfeindt! Und man merkt schon bei den ersten Tönen: Band und Publikum haben richtig Spaß. Die musikalische Dampfwalze aus St.Pauli liefert eine brandheiße Show und das Publikum feiert ausgelassen. Sie beenden ihren Auftritt mit dem unter die Haut gehenden Song Tanz Nackt.

Gereckte Fäuste und headbangende Fans erwarten EINHERJER, die mit ihrer rustikalen Magie und kraftvollen Performance als Meister des Stampfrhythmus gelten. Mit Dragons Of The North, Ironbound und Odin Owns Ye All liefern liefern die Viking Metaller auch beim Rockharz ordentlich ab!  

Die Melodic Death Metal-Urgewalt Wolfheart sorgen mit Geschichten der finnischen Mythologie, eingängigen Melodien, knurrenden Vocals und treibenden Schlagzeugrhythmen für ordentlich Bewegung vor der Bühne und überzeugen einmal mehr von ihren Qualitäten als Live-Band.

Mit dicken Felljacken und Panzern kommen Wind Rose standesgemäß auf die Bühne – mir ist schon mein T-Shirt zu viel bei der brütenden Hitze. Das Quintett, das sich thematisch von den Zwergen aus J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ inspirieren lässt, scheint bereit, die willige Menge vor der Bühne mit ihrer musikalischen Kraft zu erobern. Sie eröffnen ihr Set mit Army of Stone und die Stimmung ist direkt auf dem Höhepunkt. Die Band kann die Bühne natürlich nicht ohne das The Yogscast cover Diggy Diggy Hole
verlassen.

Aufgrund einer Panne bei der Anfahrt geht es mit zwanzig Minuten Verspätung für die Legion of the damned auf die Bühne. Dafür gibt die niederländische Thrash-Metal-Band dann um so mehr Gas. Frontmann Maurice Swinkels und seinen Mannen bringen das Publikum mit Thrash-Metal-Hymnen wie Contamination, Dark Coronation oder dem Rausschmeißer The Poison Chalice so zum Kochen, dass die Grabenschlampen mittels Feuerwehrschlauch für Kühlung sorgen.


Die Setlist der portugiesischen Gothic-Metal-Band Moonspell ist eine gelungene Auswahl aus ihrer langjährigen Karriere. Hits wie Opium, Alma Mater und Full Moon Madness bringen die Menge zum Toben und Mitsingen. Frontmann Fernando Ribeiro entfesselt eine düstere und faszinierende Energie. Die Menge ist voller Begeisterung, tanzt, headbangt und feiert in einer ausgelassenen Stimmung. Da kommt der von den „Grabenschlampen“ wieder eingesetzte Wasserstrahl in die Menge gerade recht und sorgt für dringend benötigte Abkühlung.

Die italienische Gothic-Metal-Band Lacuna Coil fallen schon durch die charismatische Präsenz von Frontfrau Cristina Scabbia und Frontmann Andrea Ferro auf. Ihr Gesang wird durch die düsteren und technisch brillanten Gitarrenriffs von Marco „Maki“ Coti-Zelati und Diego Cavallotti verstärkt. Ihre kraftvollen Melodien fügen sich nahtlos in das Gesamtbild der Musik von Lacuna Coil ein und unterstreichen die Tiefe der Texte. Richard Meiz verleiht den Songs mit präzisem Schlagzeugspiel zusätzliche Power.

Als Carcass die Bühne betreten, bricht ein wahrer Sturm los. Die Gitarrenriffs von Bill Steer und Ben Ash durchzogen die Luft mit einer schier unerbittlichen Intensität, während die Drums von Daniel Wilding und der Bass von Jeff Walker eine wuchtige Rhythmussektion bildeten. Frontmann Jeff Walker übernahm das Kommando auf der Bühne und lieferte eine Performance, die Haare nicht nur in den ersten Reihen zum Kreisen brachten. Ihr Auftritt beim Rockharz ist eine Demonstration von brachialem Death Metal in seiner besten Form.

Die amerikanische Alternative-Metal-Band Life of agony liefert eine emotionale und ungewöhnliche Show. Die Band verzichtete auf visuelle Effekte und konzentrierte sich auf die Musik. Die leidenschaftlichen Gittarrenriffs von Joey Z. und die kraftvollen Drums von Veronica Bellino bilden das Fundament für die Musik, während Alan Robert am Bass für den treibenden Rhythmus sorgt. Frontfrau Mina Caputo ist zweifellos das Herzstück der Show. Mit unglaublicher Energie bespielte sie die ganze Bühne und wirbelte ihr Mikro lässig durch die Luft. Life of Agony beweist, dass sie zu den führenden Bands des Alternative-Metal gehören.



Für Lord of the Lost Drummer Niklas Kahl wird das Rockharz vor sechs Jahren wohl immer in bester Erinnerung bleiben, war es doch sein allererster Auftritt mit dieser Band. Durch den ESC hat die Band offensichtlich keinen Schaden genommen, wie sich schon an der langen und nicht enden wollenden Schlange für die Autogrammstunde absehen ließ. Die polarisierende Band um Frontmann Chris Harms liefert vor einer großen Fangemeinde eine 1a LoLl-Show ab. Mir haben besonders die Klassiker Blood for Blood, Loreley und Drag me to Hell gefallen. Blood & Glitter darf im aktuellen Set natürlich nicht fehlen – und eins ist klar, wer Lord of the Lost vor Rockharz nicht mochte, wird sie auch danach vermutlich nicht lieben.

Saltatio Mortis bringt das Publikum erwartungsgemäß zum Toben und Mitsingen. Die Band versteht es, die Menge mitzureißen und zu begeistern, obwohl die Mittelalterband bei diesem Auftritt etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Aber allein die Vielfalt an gespielten Instrumenten beeindruckt und der charismatische Frontmann Alea (der Bescheidene) gibt wie immer alles. Dorn im Ohr, Wo sind die Clowns, Loki, Taugenichts und das Duett zu Dragonborn mit Cristina Scabbia von Lacuna Coil kommen bei vielen Fans gut an und die Feuershow ist mehr als beeindruckend!

Während der traditionellen Danksagung vor dem Samstags-Headliner wird an den vor wenigen Wochen unerwartet verstorbenen Dirk Lehberger gedacht. Der Inhaber von Noisegate Productions hat sich als Weggefährte und Freund 20 Jahre im Bereich Booking und Artist Production beim Rockharz um vieles gekümmert. Und leider muss auch noch ein zweiter Todesfall in den Reihen des Teams verkündet werden. Die Gastro-Chefin verunglückte in den frühen Stunden des Freitag morgens mit ihrem Auto tödlich. Das Publikum gedenkt beider mit einem Meer aus zig tausenden Handy- und Feuerzeuglichtern und große Feuerstöße schießen von der Bühne in den Himmel. Ein sehr bewegender und würdiger Moment.

Als die ersten Takte von Guardians of Asgaard erklingen, bricht die Menge in lauten Jubel aus. Amon Amarth trat mit voller Wucht und Entschlossenheit auf, begleitet von einer fantastischen Wikinger-Bühnendekoration. Die gewaltigen Drums und die wuchtigen Gitarrenriffs erzeugen eine äußert beeindruckende Klangwand. Frontmann Johan Hegg zeigt sich als charismatischer Anführer, der mit seiner imposanten Stimme die Geschichten der nordischen Mythologie zum Leben erweckt. Große, sehr heiße Feuersäulen, das riesige Backdrop und raffinierte Lichteffekte verstärken die epische Stimmung der Musik und lassen das Ganze wie eine monumentale Wikingerschlacht erscheinen. Die Setlist von Amon Amarth ist eine perfekte Mischung aus Klassikern und neuen Songs wie Raven’s Flight, The Pursuit of Vikings und Raise Your Horns sorgten für eine wahre Metal-Schlacht vor der Bühne. Amon Amarth ist zweifellos eine Band, die man live gesehen haben muss, um ihre wahre Wucht und Magie zu spüren.

Das Rockharz Festival erbebt noch einmal, als Phil Campbell and the Bastard Sons die Bühne betritt. Die Band, angeführt vom legendären ehemaligen Motörhead-Gitarristen Phil Campbell, bringt eine großartige Rock ’n‘ Roll-Show auf die Festivalbühne. Mit einem ohrenbetäubenden Gitarrenriff eröffnet die Band ihr Set und entfacht sofort eine ungezügelte Energie. Phil Campbell präsentierte sein Gitarrenspiel in all seiner Meisterschaft und lässt die Saiten mit atemberaubender Geschwindigkeit und Präzision erzittern. Das Publikum wird von der ersten Note an mitgerissen und die Menge jubelt und tanzt bei Songs wie Iron Fist, Damage Case, Ace of Spades und Overkill vor der Bühne.

Und damit ist das 30. Rockharz Open Air Geschichte. Aber nach dem Festival ist vor dem Festival:

Save the date:

03.-06.07.2024

Mit: KREATOR, HAMMERFALL, DIRKSCHNEIDER, HATEBREED, LORDI, SCHANDMAUL, UNLEASH THE ARCHERS, SOILWORK, ORDEN OGAN, UNEARTH, D’ARTAGNAN, RAGE, HELDMASCHINE und PARASITE INC., AMORPHIS, OOMPH!, THE HALO EFFECT;

Der Vorverkauf hat begonnen.

Inklusion wird beim Rockharz Festival groß geschrieben:

Das Thema Inklusion liegt den Veranstaltern des Rockharz Festivals sehr am Herzen! • Die Größe des Inklusionscamps wurde 2023 im Vergleich zum Vorjahr um das 2,5 fache vergrößert und beherbergte während des Festivals ca 200 Menschen.
• Für den Zugang wurde eine eigene Rezeption, z.B. für die Ausgabe der Festivalbändchen und Fragen aller Art, eingerichtet, welche rund um die Uhr besetzt war.
• Das Team der Lebenshilfe Braunschweig war mit 24 Leuten vor Ort, welche 24 Stunden am Tag Pflegedienstleistungen aller Art angeboten haben.
• Das Sanitätshaus Werner & Habermalz gewährleistete einen mobilen Hilfsmittelverleih und Reperaturservice zum Beispiel für Rollstühle und Hilfsmittel aller Art.
• Die Firma Adam Hall unterstütze das Rockharz mit der Bereitstellung rollstuhlgerechter Überfahrbrücken an verschiedenen Schwerpunkten auf dem Festivalgelände.
• Unser Inklusionsteam war, und ist auch in der Zukunft, unter der email Adresse  inklusion@rockharz.com  erreichbar um selbst kurzfristige Anliegen, während des gesamten Festivalbetriebes erfolgreich lösen zu können.

Diese und andere Maßnahmen werden die Veranstalter unter dem Projektnamen „Kultur für Alle“ in den kommenden Jahren weiter vorantreiben, um das Festival für Menschen mit Behinderungen aller Art weitestgehend barrierefrei zu gestalten.

Für weitere Rückfragen steht Euch das Inklusionsteam unter inklusion@rockharz.com zur Verfügung.

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Karina

Karina ist für uns an Rhein und Ruhr unterwegs. Sie hört neben Metal auch Irish Folk Punk, Deutsch- und Mittelalterrock. Für gute Musik ist ihr kein Weg zu weit.

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