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Festival Review

CLASSIC ROCK NIGHT – Trotz Regen steppte in Mosbach der Bär – Konzertbericht vom Regenbogen 2 Open Air mit Saga, Brian Downey`s Alive and Dangerous und Manfred Mann`s Earthband

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Sommer, Sonne, Hitze, Temperaturen Nahe der 40 Grad, so war es die letzten Wochen in weiten Teilen Deutschlands und Europas. Da stöhnte so mancher Musikfan schon bei dem Gedanken den ganzen Tag bei den anstehenden Open Air Festivals  in der prallen Sonne zu stehen und schweißgebadet seinem geliebten Hobby zu frönen. Doch am Letzten Wochenende hatte der Wettergott andere Planungen, denn statt typischem sommerlichem Festivalwetter öffnete am letzten Freitag Petrus beim diesjährigen Classic Rock Night-Open Air in Mosbach lieber die Schleußen und lies die Temperaturen auf die 20 Grad-Grenze herabfallen.

So konnten die Zuschauer des vom Radiosender Regenbogen 2 präsentierten Festivals die Sonnencreme ganz entspannt zu Hause lassen und mussten sich statt dessen besser mit Regenjacke, Regenschirm und festem Schuhwerk ausrüsten, um den widrigen äußerlichen Bedingungen entsprechend trotzen zu können. Gummistiefel waren ganz eindeutig die bessere Wahl, anstatt die Sonntagsschuhe aufzutragen. Schon der Wetterbericht hatte die Tage nichts Gutes für Freitag verheißen und so regnete es den ganzen Mittag während der Wartezeit bis zu Einlass und Beginn des Konzerts.

Doch das schlechte Wetter und das matschige Geläuf kann die gute Stimmung unter den ca. 3500 Zuschauer nicht trüber, freute man sich doch auf ein hochkarätiges Dreier-Package im Elzpark in Mosbach. Neben der irischen Band um den Ur- Drummer  von Thin Lizzy Brian Downey mit seiner Band Brian`s Downey`s Alive And Dangerous waren auch der Südafrikaner Manfred Mann mit seiner Earthband und die kanadischen Progrocker von SAGA als Headliner des Abends angekündigt, ein wahrlich hochkarätiges Programm für alle Classic Rock Fans.

Ganz den auftretenden Bands entsprechend ist das Publikum an diesem Tag mit wenigen Ausnahmen meist der Ü50 Generation zugehörig, jüngere Zuschauer  oder gar Kids und Jugendliche sind nur vereinzelt zu sehen. Doch auch das alte Eisen kann noch richtig Rocken, das die Fetzen fliegen, dass können  die nächsten Stunden eindeutig belegen.

Nachdem die Tore pünktlich um 17:30 geöffnet werden, rührt der  Mitveranstalters vom Radiosender Regenbogen 2 zunächst kräftig die Werbetrommel und versorgt alle Fans mit entsprechenden Promoartikeln: neben blechernem Kaffeebecher/Rockpott, Flaschenöffner in Gitarrenform, Erdnüssen und Tempos gibt`s auch noch einen praktischen RockSack, in den Mann/Frau alles sicher verstauen kann, um während des Konzerts die Hände frei zum Mitklatschen zu haben. Auch ein neonfarbener Leuchtstab wird verteilt, um bei Dunkelheit für entsprechende Stimmung zu sorgen.

Als dann um 18:30 die Iren um die Drumlegende Brian Downey und seine junge Begleitband die Bühne betreten, können Sie sich auf typisch irisches Schmuddelwetter freuen, denn noch immer regnet es in Strömen. Doch gleich mit dem Eröffnungstrack „Are You Ready to Rock“ wird schnell klar, dass das  Wetter kein Grund zum Trübsal blasen ist, denn die Fans von Thin Lizzy haben von Beginn an ihren Spaß und singen lautstark die alten Gassenhauer der Band mit.

Frontmann Matt Wilson erinnert nicht nur optisch mit seiner Wuschelfrisur an den viel zu früh verstorbenen Ausnahmemusiker Phil Lynott, auch gesanglich ist er nahe an seinem Idol und liefert eine durchweg überzeugende Performance während der knapp 65 Minuten des Auftritts ab. Sofort kann er die Zuschauer musikalisch abholen und singt sich gekonnt durch die größten Hits der Band.

Ob nun „Jailbreak“ oder „Emerald“, neben er tollen Stimme des  Frontmannes ist es auch ein Vergnügen, den beiden GitarristenJoe Merriman und Michael Kulbaka zuzuhören, die technisch wie einst ihre großen Vorbilder Eric Bell, Gary Moore oder John Sykes mit Ihrem virtuosen Spiel begeistern können und sich bei Ihren schnellen Läufen übers Griffbrett ihrer Gitarren perfekt ergänzten.

Namensgeber der Band und Gründungsmitglied der Urformation von Thin Lizzy Brian Downey sorgt im Hintergrund für den richtigen Takt und zeigt, dass er auch mit inzwischen 72 Jahren noch lang nicht zum alten Eisen gehört.

Neben dem Bob Seger-Song „Rosalie“  und der genialen Ballade „Still In Love With You“ wird natürlich vor allem „The Boys are back in Town“ lautstark mitgesungen. Nach lauten Zugaberufen entern Brians Downey´s Alive and Dangerous dann nochmals für eine Zugabe die Bühne um den wohl größten Hit von Thin Lizzy „Wiskey in The Jar“ zum Besten zu geben, der ein krönender Abschluss eines tollen Auftritts darstellt.

So kann es gerne weitergehen, vom Regen mal abgesehen.

Zwischen den Bands sorgen dann die beiden Moderatoren von Regenbogen 2 für Unterhaltung und verteilten fleißig Gratis-Festival-T-Shirts unter den Fans, die sich beinahe um die Goodies rangeln.
Schade nur, dass viele der Shirts mit Größe M leider nicht wirklich für die körperlichen Dimensionen der Ü50-Generation ausgelegt sind..

Um 19:30 startet dann die Mannfred Mann`s Earthband ihren knapp 85 minütigen Auftritt. Auch diese 1971 gegründeten Urgesteine haben inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert Bühnenerfahrung und zahlreiche Rockklassiker im Repertoire, die auch heute noch die Massen begeistern können und die heute jeder Rockfan zum Inventar einer guten Playlist zählen muss. „Don`t kill it Carol“, „For You“, „Blinded by The Light“ oder „Davy`s on the Road again“ sind unbestritten Hits, die man unweigerlich mit Manfred Mann in Verbindung bringt, obwohl bekanntlich die größten Hits der Band allesamt Eigeninterpretationen von Songs von u.a. Bruce Springsteen oder auch Bob Dylan darstellen.

Manfred Mann verschanzt sich während des Auftritts leider fast die ganze Zeit hinter seiner Keyboard-Burg und man sieht nur sporadisch den Indiana-Jones Hut vorlucken. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Sänger und Frontmann Robert Hart und Gitarrist Mick Rogers, der das ein oder andere Mal auch den Gesang übernimmt und gefühlvoll zum Solo anstimmt um seine Extraklasse zu zeigen.

Mit dem Abschlußsong „The Mighty Quinn“ hauen Sie dann ihren wohl bekanntesten Hit in den Elzpark und beschließen unter lauten Jubel der Fans noch immer bei Regen den Gig.

Ein guter Auftritt, der den Fans gefallen hat, für mich persönlich sind allerdings die teils langatmigen und etwas ausufernden Keyboardeinlagen etwas zu viel. Bereits bei meinem ersten Gig von Manfred Mann beim Monsters Of Rock in Bietigheim 2016 war mir das negativ aufgefallen und so bin ich nicht ganz so überwältigt von dem Auftritt.

Nachdem die beiden Radiomoderatoren am Anfang des Abends gegen 20 Uhr das Ende des Regens angekündigt hatten, hat Petrus dann mit etwas Verspätung tatsächlich doch noch Mitleid mit den Anwesenden und als Dank an die ausharrenden Musikfans stellt er dann rechtzeitig zum Headliner SAGA den Regen ein. So ist dann auch alles angerichtet, um den Abend von den kanadischen Progrockern grandios beschließen zu lassen.

Kurz vor 21:30 ist es dann soweit und Saga entern unter stürmischem Jubel der 3500 Zuschauer die Bühne des Elztalparks. Wie üblich für die Band um Frontmann Michael Sadler  natürlich mit einer regelrechten Wand aus Keyboards und bombastischem Sound sorgen die Kanadier sofort die Stimmung im Publikum. Ein Hit jagt den nächsten und natürlich stehen die alten Hits aus den 70er und frühen 80er ganz klar  im Mittelpunkt. Wie schon bei der Tour im Mai diesen Jahres finden nur wenige neuere Stücke den Weg auf die Setlist, doch zeigt sich recht schnell anhand der Stimmung, dass das Publikum auch hauptsächlich die großen Hits wie „Wind him Up“, „On the Loose“ oder „Humble Stance“ hören will.

Michael Sadler zeigt mal wieder, dass er noch immer eine phenomenale Stimme hat. Durch seine fast ausschließlich in sehr gut verständlichem Deutsch gehaltenen Ansprachen zeigt er, wie fest die Verbindung zwischen Ihm bzw. der Band und Deutschland im Laufe der Jahrzehnte geworden ist – Deutschland ist halt doch irgendwie SAGA-Land und schon immer ein gutes Pflaster für die Kanadier gewesen.

Neben Sänger Michael Sadler steht natürlich Gitarrist Ian Crichton im Blickpunkt, der mit seinen fantastischen Solos das Publikum zu begeistert. Etwas blass hingegen wirkt auf mich der Gesang von  Jim Crichton, der zwischenzeitlich bei „Days like These“ das Micro am Keyboard übernimmt.

Schlagzeuger  Mike Thorne  hingegen kann brillieren, als er nach „Humble Stance“ mal wieder seine Klasse am Schlagzeug mit seinem Solo unter Beweis stellt. Mit Ausnahme der wenigen kleineren Durchhängern hauen SAGA Hit nach Hit raus und nach den beiden Heads or tales-Songs „Pitchman“ und „Scratching the Surface“  folgen mit „You`re not alone“ und „Don`t be Late“ zwei der Übersongs und Fanfavoriten der Kanadier, die begeistert mitgesungen werden.

Nach dem letzte regulären Song „Wind hin Up“ darf die Zugabe natürlich nicht fehlen. Mit „The Flyer“ folgt dann der bereits mehrfach vom Publikum geforderte Song aus dem Jahr 1984, der bei der Tour im Frühjahr ausgespart wurde und dann das trotz des zu Beginn sehr ausgiebigen Regens trotzdem mehr als gelungene  Open Air endgültig und gebührend beschließt.

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Glücklich wie die Musiker von SAGA beim obligatorischen Abschlussbild nach dem Ende ihrer diesjährigen Sommertour verlassen dann gegen 23 Uhr wohl auch die meisten Zuschauer das Elztal, um sich nochmals durch das inzwischen recht schlammige Festivalgelände auf den Heimweg zu machen.

Wohl dem der im Vorfeld lieber die Gummistiefel oder feste Wanderschuhe angezogen hatte.

Text & Fotos: Thomas Jenne

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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