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Konzert Reviews

POWERWOLF feierten ihre „Monumental Mass“ – Review zum Mega-Streaming-Event – bis zum 02.01.2022 noch per VOD abrufbar !

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Nachdem es im Laufe der Pandemie fast schon zum guten Ruf für eine Band gehörte, irgendwann ein Streaming-Event zu veranstalten, sei es als Live-Konzert vor kleinem Publikum, als vorproduziertes Konzert aus der Konserve oder einer Präsentation der eigenen Musik in sonstiger vielfältiger Art, viele Bands waren da in den letzten Monaten sehr kreativ und haben tolle Konzepte entwickelt, um die eigene Fanbase bei der Stange und bei Laune zu halten. Ganz nebenbei ist solch ein Event natürlich auch eine willkommene Gelegenheit, um die maue Bandkasse aufzufüllen, nachdem die Liveaktivitäten und damit Einnahmen in den letzten Wochen und Monaten stark gegen Null gingen.

Seit letztem Freitag sind nun auch die deutschen Powermetaller von POWERWOLF dem Club der Streaming-Bands beigetreten. Eigentlich sollte der Jahresausklang von POWERWOLF ja am 11.12. beim traditionsreichen Knockout Festival in Karlsruhe vor ca. 3000 Metalheads stattfinden. Da das Festival jedoch Ende November doch noch kurzfristig gecancelt werden musste, tat man im Hause POWERWOLF gut daran noch einen Pfeil in Form des Streaming-Events im Köcher zu haben. So blieb die `Monumental Mass` die einzige Chance, 2021 nochmals das letzte sehr erfolgreiche Album „Call of the Wild“ einem größeren Publikum live zu präsentieren. Da das Wolfsrudel um Frontmann Attila Dorn ja bekannt ist für ihre mitreisenden heiligen Messen vor großem Publikum, wurde von der Band in den vergangenen Monaten ein detailreiches Konzept für ihre Streaming-Premiere entwickelt und im Vorfeld als `Cinematic Metal Event` beworben, die eine noch nie dagewesene Show bieten sollte. Aufgrund der großen Ankündigungen war ich natürlich sehr gespannt, ob das Gezeigte den Versprechungen im Trailer gerecht werden konnte.

Und was soll ich sagen, die Wölfe haben tief in die technische Trickkiste gegriffen um ihren Fans einen begeisternden Auftritt zu präsentieren, der für mich zum wohl besten Musik-Streaming-Auftritt 2021 wurde – und ich habe mir in diesem Jahr schon einige wirklich sehr gute Streams von z.B. EPICA und auch NIGHTWISH angesehen, da lag die Messlatte schon recht hoch.

Aber was POWERWOLF hier vom Stapel lassen, ist nicht nur ein kleines Kreuzfahrtschiff, nein man kann getrost von der Queen Elizabeth IV des Musik-Streamings sprechen. Ein kinoreifer, aufwendig inszenierter und produzierter Liveauftritt, gespickt mit jeder Menge Pyro-Technik, Feuerwänden und zahlreichen Schauspielern und Statisten/innen, die neben der Band dafür sorgen, dass der Auftritt zu einem optischen Meisterwerk der Extraklasse wird, das den Zuschauer in die phantastische Fantasiewelt von POWERWOLF einlädt. Eine hervorragende Bildführung und ein gut abgemischter Gesamtsound sind beste Voraussetzungen für einen gelungenen Konzertabend, der dem Zuschauer zu jeder Sekunde außerordentlichen Spaß bereitet, wenn auch nur vor dem TV. Nicht nur die durchweg gute Zusammenstellung der Setlist mit den besten Klassikern der Wölfe sowie der Livepremiere einiger neuen Songs kann überzeugen, auch das fulminante überdimensionale Bühnenbild in seiner Dimension sucht ihres Gleichen.

Eingebettet in das sakrale Gesamtkonzept der metallischen Messe werden zahlreiche erstklassig inszenierte Filmszenen in die eigentliche Show integriert. Bereits beim Intro können dabei POWERWOLF auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der Einzug des Wolfsrudels wird mit priesterlicher Begleitung regelrecht zelebriert – erinnert mich irgendwie an „Der Name der Rose“ – und wird optisch auf absolutem Blockbusterniveau dargeboten.

Dann startet das eigentliche Spektakel auf der riesigen Bühne, dessen Optik sich im Laufe des Auftritts mehrfach komplett ändert. Das Thema Kirche oder Kloster ist gemäß dem Motto des Abends natürlich sehr präsent und so wird der Auftritt u.a. in einer Klosterruine, mal auf dem Friedhof oder in einer Gruft dargeboten.

Zu Beginn des Ersten von fünf Kapiteln wird gleich mal in die Vollen gelangt. `Faster than The Flame` ist der perfekte Opener und das folgende `Venom of Venus` mit brennenden Engeln zeigt, dass die Wölfe in ihrer Ankündigung nicht zu viel versprochen haben. Absolut sehenswert ! Beim in Deutsch gesungenen `Stoßgebet` fordert Attila göttlichen Beistand ein und zeigt, dass die Mischung aus Metal, deutschen Lyrics und die sakralen Orgeltöne von Falk Maria Schlegel erstklassig zueinander passen. Nebel und Feuer werden immer wieder geschickt eingesetzt, ohne das Bild zu überfrachten, auch der Bildschnitt ist nicht zu hektisch gewählt und sehr angenehm anzuschauen. Die Regie hat hier wahrlich erstklassige Arbeit geleistet.

Es folgt das erste nicht nur musikalische Highlight des Abends mit dem Hit `Demons Are a Girl’s Best Friend `, bei dem eine Gruppe Nonnen die Bühne erklimmt, um sich im Laufe des Songs als Wolf im Schafspelz zu präsentieren und nach und nach die Hüllen fallen zu lassen, um sich dann zum Ende nur noch in heißer Unterwäsche gekleidet als Rudel von Demonen zu outen.

Im zweiten Kapitel „Sünde“ bekommen die Damen gleich nochmal einen Einsatz, um bei `Dancing with the Dead` als Tod den Song optisch zu begleiten. Der Song zeigt ganz deutlich, weshalb sich die Wölfe in den letzten Jahren zu einer der besten deutschen Metalbands gemausert haben. Ihr Talent für erstklassige Melodien und großartige Metal-Hymnen machen es Attila sehr einfach, sein Publikum vom ersten Ton sofort mitzureisen. Da leider an diesem Abend kein Publikum anwesend ist, muss Quasselstrippe Attila erstmals ohne seine legendären Ansprachen mit dem für ihn typischen Slang auskommen. Auch wenn bei Liveshows mancher Zuhörer auch mal etwas genervt auf die vielen Sprüche reagiert, merkt man doch an diesem Abend, das etwas fehlt, was zu einem POWERWOLF-Gig einfach dazugehört. Was wäre das für ein Mitgegröle, wenn aus tausenden Kehlen `We drink your Blood`mitgesungen würde, wenn Attila den Kelch erhebt. Auch wenn das kurze Haar für mich etwas gewöhnungsbedürftig ist, scheint die lange Metalmatte endgültig ad acta gelegt zu sein.

Bei `Cardinal Sin` muss sich Attila dann sprichwörtlich mit dem ganz in Lila gekleideten Pfaffen herumschlagen, diesmal in einem zur Kathedrale umfunktionierten Bühnenbild.

Bei `Fire and Forgive` hat Tastenmann Falk Maria Schlegel an seiner überdimensionalen Orgel seinen großen Auftritt. Mit den riesigen Orgelpfeifen stellt er selbst Tuomas Holopainen`s Keyboard bei NIGHTWISH in den Schatten. Wenn er gerade nicht in die Tasten haut, geht Falk ab wie das berüchtigte Zäpfchen. Im Zusammenspiel mit den Greywolf-Brüdern Charles und Matthew wird 80 Minuten eine energiegeladene Power-Show abgeliefert. Auch wenn auf der Bühne kein Bassist mitspielt, fehlt der Viersaiter im Gesamtsound nicht, denn Roel van Helden sorgt am Schlagzeug für den benötigten Dampf im Kessel.

Bei Beast of Gévaudan zieht sich Attila dann die Dornenkrone auf um wie schon im zugehörigen Video im weißem Gewand gekleidet in die Rolle des Beastes zu schlüpfen. Immer wieder werden kleinere Videosequenzen zwischen die Songs eingestreut, ohne das Gesamtwerk zu zerstückeln.

Dann wird es Monumental und etwas beschaulicher. Bei der Powerballade `Where the Wild Wolves Have Gone` kommen dann leicht sentimentale Gefühle auf, wenn man das überhaupt sagen kann. Von einer Gruppe Mönche optisch untermalt, zeigt Attila hier seine softe Seite. Ein erstklassiger Song mit tollem Solo, mit dem Schneeschauer am Ende nicht nur musikalisch eines der Highlights.  

Nachdem der junge Mönch und Hauptdarsteller in einem weiteren Filmeinspieler von Pater Attila seinen Segen erhalten hat, folgt der letzte Teil des Streams. Bei ihrem Hit „Amen and Attack“ wird nochmal Vollgas gegeben, Doublebass-Salven und die Greywolf`s schütteln fleißig die Mähnen. Auch die Gasrechnung wird gehörig in die Höhe getrieben. Feuerattacken passend zum Song prägen das Bühnenbild. Da müssen die Wölfe schon aufpassen, dass sie sich nicht das Fell verbrennen!

Auch die folgenden Songs `Army of the Night` und `Blood for Blood (Faoladh)` können begeistern. Nach dem heiligen Abendmahl, bei dem unser junger Mönch seine Brotgabe von Attila in Empfang nehmen darf, wird mit `Armata Strigoi` leider schon viel zu früh der Abschlusstitel eingeläutet.

„Was, schon wieder vorbei ?“ war meine Reaktion, als der Abspann beginnt und sich die 5 Wölfe von den Zuschauer verbeugen und sich gegenseitig zu ihrer gelungenen `Monumental Mass` beglückwünschen.  Auch die musikalische Untermalung des Abspanns ist wieder hörenswert, schlägt den Bogen zum Intro und könnte auch jedem Blockbuster mit Thema Mittelalter als perfekte musikalische Untermalung dienen.

Fazit:

Auch wenn ich jetzt nicht der „Überfan“ von POWERWOLF bin, hat mich der Auftritt der Wölfe absolut begeistert. Eine erstklassige optische Darbietung mit gutem Sound und Bildschnitt, gepaart mit einer spielfreudigen Band und einem Attila in Höchstform.

Es wurde im Vorfeld zur `Monumental Mass` ja gehörig die Werbetrommel gerührt und den Fans einiges versprochen – die Ankündigungen waren nicht überzogen, der Zuschauer bekam für seine 25€ auch wirklich erstklassige cineastische Bilder in bestechender Qualität geboten, die eigentlich jeden neuen und alten Fan der Band ohne Einschränkung begeistern dürfte. Schade nur, das der Stream nach 80 Minuten schon zu Ende war, aber der Auftritt verging einfach wie im Flug ! Insgesamt sehr kurzweilig, keine Sekunde Langeweile bot er metallische Unterhaltung erster Güte.

Ein wahrlich gelungenes `Cinematic-Metal-Event`` auf absolutem Champions-League-Niveau, welches die Messlatte für folgende Veranstaltungen dieser Art um ein ganzes Stück höher legen dürfte. Das Event wirkte wie ein gelungene Kombination aus Kinofilm und überlangem Musikvideo

Sicher haben POWERWOLF eine neue Referenz für Musikstreaming-Events erschaffen, dessen Qualität wohl nur wenige Bands werden toppen können.

Dafür kann´s nur eine Wertung geben: 10 Bängs

zehn von zehn

Nach dem Stream bedauere ich umso mehr, dass ich POWERWOLF wegen der Absage des Knockout Festivals 2021 nicht noch Live erleben durfte. Bleibt zu hoffen, dass 2022 dann endlich das „Live‑Wolfsjahr“ wird und ich die Jungs irgendwo zu Gesicht bekomme. Bis dahin darf ich mir mit vielen Fans wohl berechtigte Hoffnung machen, dass dieses Streaming-Epos sehr bald im neuen Jahr auch auf DVD/Bluray fürs Heimkino veröffentlicht wird.

Wer den Stream bislang noch nicht gesehen hat, der hat nun noch bis zum 07.01.2022 die Möglichkeit, sich die `Monumental Mass` per Video on Demand für 48 Stunden anzuschauen.

Alle weiteren Infos dazu findet ihr unter https://rockmagazine.net/powerwolf-laden-zum-ersten-streaming-event-in-ihrer-bandgeschichte-ein-the-monumental-mass-a-cinematic-metal-event

Setlist „The Monumental Mass – A Cinematic Metal Event“ :

Chapter I: Temptation

1. Faster Than the Flame

2. Venom of Venus

3. Stossgebet

4. Demons Are a Girl’s Best Friend

Chapter II: Sin

5. Dancing With the Dead

6. Cardinal Sin

7. Resurrection by Erection

8. We Drink Your Blood

9. Glaubenskraft

Chapter III: Confession

10.  Fire and Forgive

11.  Beast of Gévaudan

12.  Incense & Iron

13. Where the Wild Wolves Have Gone

Chapter IV: Forgiveness

14. Amen & Attack

15. Army of the Night

16. Blood for Blood (Faoladh)

17. Armata Strigoi

POWERWOLF sind:
Attila Dorn – vocals
Falk Maria Schlegel – organ
Charles Greywolf – guitar
Matthew Greywolf – guitar
Roel van Helden – drums

Mehr Info:
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NAPALM RECORDS

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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