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FEUERSCHWANZ – Des Beste kommt zum Schluss – Teil 1 – Mittelalterrocker veröffentlichten zum Jahresabschluss ihr neues Album „Memento Mori“ – Albumreview

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Das Beste kommt zum Schluss … Ja das Jahr 2021 ist endgültig Ad Acta gelegt und wir alle hoffen, dass ein besseres Jahr 2022 folgt, in dem wir unsere geliebte Rockmusik, in welchem Genre auch immer unsere Vorliebe liegt, endlich in Form von Konzerten und Festivals wieder live abfeiern können. Neben vereinzelten Liveauftritten war das vergangene Jahr geprägt von Livestreams oder Albumveröffentlichungen, bei denen sich viele Bands dank (?) der fehlenden Auftrittsmöglichkeiten meist schwer ins Zeug gelegt und zahlreiche hervorragende Alben veröffentlicht haben.

Ganz zum Ende des Jahres folgt nun noch auf der Zielgeraden das quasi Abschlusszuckerle in Form des neuen FEUERSCHWANZ-Albums „Memento Mori“ (lat.: „Sei dir der Sterblichkeit bewusst“). Die eigentlich aus dem Mittelalterszene stammende Band aus dem schönen Frankenland, die ursprünglich mit inhaltlich humorvollen Songs à la J.B.O. und ihren teils schlüpfrigen und zweideutigen Songtexten ihre musikalische Karriere begannen, haben sich in den letzten Jahren eine stets wachsende Fanbase erspielt und mit erstklassigen Videos auch auf Youtube zu überzeugen gewusst. Auf diesem Weg habe auch ich, der eigentlich nicht so viel mit dem Mittelalterrock anzufangen wusste, dank Mittelalterschwergewichten wie Saltatio Mortis und In Extremo nun auch verstärkt Gefallen an den von Duddelsäcken, Laiern und Flöten geprägten oder zumindest unterstützten Songs gefunden.

Der Name FEUERSCHWANZ war mir schon ein Begriff, lief aber bislang trotzdem stets an mir vorbei, bis ich den Song „Das elfte Gebot“ bei Youtube entdeckte. Als nun die erste Videoauskopplung „Untot im Drachenboot“ als Video veröffentlicht wurde, war es um mich geschehen. Der Song mit seinem Video haute mich einfach dank seiner eingängigen Melodie völlig um und wollte nicht aus den Gehörgängen verschwinden. Und so war ich gespannt, wie die neue Scheibe werden würde, die zum Abschluss des Jahres angekündigt war. Nach und nach wurden ja zwischenzeitlich weitere Videos nachgeschoben, die die Vorfreude weiter anheizten.

Die Erwartung war groß und so gönnte ich mir – da mir noch keine Promo oder Download seitens des Labels vorlag – als mein quasi Erstlingswerk der Band das Earbook von „Memento Mori“, auch weil darin zusätzlich zum regulären Album noch eine Bonus-CD „Die glorreichen Sieben“ mit, wie sollte es bei dem Titel anders sein, sieben Coversongs und zusätzlich eine CD mit der Instrumentalversion des Albums enthalten ist. Außerdem macht natürlich das große Format mit den tollen Bildern mehr her als das übliche CD-Format. Am 31. Dezember war es dann endlich soweit, und ich konnte das Album endlich in seiner Gesamtheit hören und auch rechtzeitig zum Release in den Händen halten. Und was soll ich sagen, es hat sich definitiv gelohnt, etwas tiefer in die Tasche zu langen.

Thematisch beschäftigen sich FEUERSCHWANZ dieses Mal weniger mit humorvollen Themen und Saufgesängen, etwas ernster ausgerichtet steht bei den Franken neben den üblichen Schlachtenthemen vor allem der Tod und Sterblichkeit im Mittelpunkt der Songs. Den Anfang dieses wohl letzten Rockalbums 2021 macht der Titelsong „Memento Mori“. Ein würdiger Opener und Albumtitel, der straight nach vorne abgeht und quasi die Headline des Albums präsentiert: „Darum leben wir hier, darum leben wir jetzt, Memento Mori, bis der Tod die Messer wetzt“ … „denn du nimmst nichts mit ins Grab, bis auf deinen Sarg“ könnte gar zum Leitspruch der Scheibe werden.

Mein Lieblingssong „Untot im Drachenboot“, welcher bereits in den letzten Wochen als sehenswertes Video veröffentlicht wurde, ist einfach ein grandioser Ohrwurm, der mir seit Wochen nicht mehr aus den Ohren geht. Wer hier nicht sein Segel quer in den Wind stellt und steil mit abgeht, dem ist wirklich nicht zu helfen. Es folgt die neue Videoauskopplung, das an Silvester neu veröffentlichte „Ultima Nocte“, das im Rahmen der von FEUERSCHWANZ auf ihrem Youtube-Kanal durchgeführten Silvester-Release-Party erstmals in visueller Form präsentiert wurde. Ein Review zum Live-Event findet ihr hier. Ein weiterer Mitgrölsong erster Güte, der Live die Hallen zum Kochen bringen dürfte – passend zum Songtitel am letzten Tag des Jahres bzw. der Schlacht veröffentlicht. Der Song erinnert mich mit seinen Hu-Ha-Rufen etwas an eine Mischung aus Powerwolf und Dschinghis Khans selbstbetitelten Song von 1979 (die älteren Leser dürften den Song noch aus ihrer Jugend kennen). Ein richtiger Metalknaller, dem das folgende „Rausch der Barberei“ in nichts nachsteht. Auch hier kommen Metalfans voll auf ihre Kosten. Harte Metalriffs, treibende Drums, gepaart mit kreischenden Screams vom Hauptmann und Hodi, nur die eingestreuten dezenten Geigeneinsätze von Johanna von der Vogelheide lassen noch an Mittelaltermusik erinnern. „Wir rasten aus, haben Spaß dabei …“ genau das Motto für die ganze Scheibe. Einfach geil …

Dann wird es etwas weihnachtlich. Mit „Krampus“ besingen die Franken den sagenumwobenen dämonischen Begleiters des heiligen Nikolaus, der mit gehörnter Maske und in Fell gehüllt sein Unwesen treibt. Dabei wird auch in die Melodie des Weihnachtsklassikers „Kling, Glöckchen Kling“ eingestimmt, natürlich in einer FEUERSCHWANZschen Fassung.

Bei dem hochmelodischen schnellen „Feuer & Schwert“ hat Johanna mit ihrer Geige ihren großen Auftritt, Rolos Doublebass-Einsätze sorgen für ordentlich Dampf im Kessel bis Hans sein kurzes Solo par excellence abliefert. Bei „Das Herz eines Drachen“ kommt die sentimentale Seite der FEUERSCHWÄNZE zum Vorschein. In dem für den Mittelalter-Rock recht typischen Soundgewand mit Flöten wird in der Ballade von einem Krieger sein viel zu früh gefallenen Vater verehrt, der ein großes Vorbild für ihn war. Klasse gemacht. „Am Galgen“ zeigt dann die mittelalterlichen Gene und es wird trotz der ernsten Lage zum Tanz geladen, bevor der Strick dem Leben ein abruptes Ende setzt. „Hannibal“ zeigt erneut, dass die Symbiose von den harten Metalriffs von Hans und das Geigenspiel von Johanna sich perfekt ergänzen und den speziellen neuen FEUERSCHWANZ-Sound definieren. In der Schlachtenhymne „Skaldenmet“ treten dann die Dudelsäcke und Pipes etwas mehr in den Vordergrund, bevor sie sich dann mit der Gitarre von Hans duellieren. Ein gelungener Abschluss des Albums.

Doch es gibt ja – Odin sein Dank – noch Nachschlag. Als Bonus der Earbook-Version folgen dann „Die glorreichen Sieben“ – insgesamt sieben Coversongs unterschiedlichster Genres im FEUERSCHWANZ -Klangbild. Für mich besonders interessant, da ich voll auf gut gemachte Coverversionen abfahre.

Bereits der Eröffnungssong „Blinding Light“ von The Weeknd, eigentlich ein für Rockfans eher weniger interessantes poppiges Stückchen Musik, wurde vom Hauptmann und seinen Kriegern zu einem erstklassigen Rocker mit toller Melodie umarrangiert und erinnert vom Stil etwas an das Ed Sheeran-Cover „I see fire“ vom letzten Album.

Zu den besten Coversongs der letzten Jahre gehört für mich auf alle Fälle das bereits als Video veröffentlichte MANOWAR-Cover von „Warrios of the Words United“, bei dem sich FEUERSCHWANZ Unterstützung von Melissa Bonny (Ad Infinitum), Alea der Bescheidene von Saltatio Mortis und Thomas Winkler (Gloryhammer) ans Mikro holen. Eine göttliche Version, die mir noch besser als das Original gefällt. Auch optisch erstklassig umgesetzt und absolut sehenswert. Durch die verschiedenen Gesangsstile wird hier der Zusammenhalt der Krieger sowohl gesangstechnisch wie auch optisch im Video sehr gelungen umgesetzt.

Auch die Coverversionen von Amon Amarths „Twilight Of The Thunder God“ mit den kreischenden Screams (wer hier den Gesangspart übernimmt ist mir leider nicht bekannt) ist absolut hörenswert. Bereits von verschiedenen Bands gecovert, ist diese Version eine perfekte Symbiose aus Mittelaltermusik und Metal. Auch „The Bad Touch“ von BLOODHOUND GANG und „Square Hammer“ von GHOST können mich überzeugen, einzig mit den Ärzte-Cover „Der Graf“ kann ich mich nicht so recht anfreunden, liegt aber wohl daran, dass mich Die Ärzte noch nie so richtig mitreißen konnten.

Etwas speziell ist der Mallorca-Hit von O-ZoneDragostea Din Tei“, der live das Publikum sicherlich zu Synchrontänzen animieren dürfte. Ein Song, den ich im Original gehasst habe, dem FEUERSCHWANZ jedoch das gewisse Etwas verliehen haben und ihn so auch für Rockfans absolut hörenswert macht.

Sieben tolle Interpretationen, die die Tradition von geilen FEUERSCHWANZ-Coverversionen fortsetzt. „Die glorreichen Sieben“ sollte man definitiv nicht verpassen!!!

Wer nun noch immer nicht genug der Schwänze hat, der kann sich nun noch die Instrumentalversionen reinziehen und unter der Dusche der Hauptmann spielen, der seinen Hodi zur gemeinsamen Schlachtgesang herausfordert.

Fazit:

Insgesamt dürfte „Memento Mori“ das wohl härteste Album der fränkischen Mittelalter-Rocker FEUERSCHWANZ sein, das wohl auch abseits der eigentlichen Mittelalter-Szene im Lager von Metalfans für Begeisterung sorgen dürfte. Die knallig harten Riffs in Kombination mit den eingängigen Melodien sorgen einfach automatisch für gute Laune und setzen sich richtig tief im Kopf fest. Ich selbst bin fast schon geplagt – im positiven Sinn -, denn jede Nacht geistert mir ein anderer Song des Albums ständig durch den Kopf, der mich einfach nicht loslässt.

Ich bin mir sicher, dass FEUERSCHWANZ Dank des geschickt platzierten Album-Releasedatums die Schlacht um die Top-Plazierung der Verkaufscharts nur mit einem Sieg beschließen werden können.

Ich tippe mal, dass nach Platz 3 für das Vorgängeralbum „Das Elfte Gebot“ nun mit „Memento Mori“ der Platz 1 fällig sein dürfte. Verdient hätte es diese tolle Scheibe ohne Ausfall alle Mal. Sollte der Spitzenplatz erreicht und ABBA in den Charts überholt werden, versprachen FEUERSCHWANZ schon mal vorab eine ABBA-Coverversion zu veröffentlichen. „Waterloo“ würde doch thematisch perfekt passen….

Also kauft das Album und unterstützt die Band auf dem Weg an die Spitze.

Hut ab vor der Entwicklung weg von reinen spaßorientierten Mittelalterrock zum Metal-orientierten Mittelaltersound mit teils ernsthafteren Themen. Ein Album absolut ohne jeden Lückenfüller – da besteht akute Suchtgefahr! Wenn unsere Top-Alben 2021 nicht schon abgeschlossen wären, hätte „Memento Mori“ sicherlich einen Platz auf meinem Podest gehabt.

Daher kann es nur eine Wertung geben:

zehn von zehn

Memento Mori wird in folgenden Formaten erscheinen:

  • 3-CD Earbook (48 Seiten)
  • Deluxe Box (Inkl Mediabook, Flagge, A5 Wandkalender, 8 exklusive Postkarten, Flachmann und Stofftasche)
  • Vinyl Box (incl.2 Vinyl, 48-Seiten Buch, Slipmat)
  • 2 Musikkassette Orange
  • 2 Musikkassette Hellblau
  • 2-CD Mediabook + 40 seitiges Booklet und Patch
  • 1-CD Jewel Case + 20 seitiges Booklet
  • 1-LP Gatefold Vinyl Schwarz

TRACKLIST

CD 1: Memento Mori
01 Memento Mori
02 Untot im Drachenboot
03 Ultima Nocte
04 Rausch der Barbarei feat. Hämatom
05 Krampus
06 Feuer & Schwert
07 Das Herz eines Drachen
08 Rohirrim
09 Am Galgen
10 Hannibal
11 Skaldenmet

CD 2: Die Glorreichen Sieben
01 Blinding Lights (The Weeknd-Cover)
02 Warriors of the World United feat. Angus McFife, Saltatio Mortis, Melissa Bonny (Manowar_Cover)
03 Twilight of the Thunder God (Amon Amarth-Cover)
04 The Bad Touch (Bloodhound Gang-Cover)
05 Dragostea Din Tei (O-Zone-Cover)
06 Square Hammer (Ghost-Cover)
07 Der Graf (Die Ärzte-Cover)

CD 3: Memento Mori – Instrumental
01 Memento Mori
02 Untot im Drachenboot
03 Ultima Nocte
04 Rausch der Barbarei feat. Hämatom
05 Krampus
06 Feuer & Schwert
07 Das Herz eines Drachen
08 Rohirrim
09 Am Galgen
10 Hannibal
11 Skaldenmet

Credit: Nikolaj Georgiew

FEUERSCHWANZ sind:
Hauptmann Feuerschwanz – Gesang, Gitarre
Johanna von der Vögelweide – Geige, Drehleier
Rollo H. Schönhaar – Schlagzeug
Jarne Hodinsson – Bass
Prinz Hodenherz – Flöten, Dudelsack, Gitarren, Gesang
Hans der Aufrechte – Gitarre
Mieze Myu – Performance
Mieze Musch Musch – Performance

FEUERSCHWANZ, WARKINGS Tourdaten 2022:

  • 13.04.2023 – Wien
  • 14.04.2023 – Graz
  • 15.04.2023 – München
  • 20.04.2023 – Frankfurt
  • 21.04.2023 – Saarbrücken
  • 22.04.2023 – Stuttgart
  • 28.04.2023 – Hamburg
  • 29.04.2023 – Oberhausen
  • 30.04.2023 – Nürnberg
  • 05.05.2023 – Leipzig
  • 06.05.2023 – Berlin
  • 11.05.2023 – Bremen
  • 12.05.2023 – Hannover
  • 13.05.2023 – Köln
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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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