EP Review, Reviews

Lonely Spring – Change the Waters Vol. 2: Our Sad Weather Hearts – EP Review

lonely-spring-change-the-waters-vol-2-our-sad-weather-hearts-ep-review

Genre: Alternative Rock, Pop-Punk, Emo, Trap

Land: Deutschland

Nicht mehr lange und das Debut Album der Emo-Band Lonely Spring wird auf die Welt losgelassen. Als einen weiteren Vorgeschmack hat das Quartett überraschend die zweite und somit letzte EP vor Album Release veröffentlicht.

Wie gewohnt liegen die Emotionen der Band auf der Zunge von Sänger Jules und seinem Bruder Simon, welcher auf den insgesamt vier Songs meiner Meinung nach so oft Vocals beisteuert wie bisher noch nie.

Stilistisch bleibt man sich einerseits treu, zeigt aber andererseits auch weitere Facetten. Was bisher schon krass auffällt, ist der doch große Unterschied zwischen den Rohfassungen der Songs und dem finalen Titel. So nahm uns die Band in diesem Jahr immer wieder mit ins Studio und zeigte dort kurze Vocal-Schnipsel. Dort konnte man einen deutlich stärkeren Trap-Einschlag feststellen, dieser fehlte bisher doch etwas. Das eröffnende Hell(O) kommt aber genau mit diesen Nuancen daher. So dominiert in den Strophen der Trap und lässt automatisch den Kopf nicken. Das Tempo lädt zum Tanzen ein, wird aber im Pre-Chorus drastisch reduziert, um dann im Chorus wieder nach vorn zu preschen. Für mich sind trotzdem gerade die Momente, in denen Jules, Simon, Madsn und Manu zusammen Gas geben, die absoluten Highlights.

Zu December erschien am vergangenen Freitag zusätzlich noch ein Video. Auch wenn die Bilder des Videos irgendwie andere Vibes erzeugen als die bisherigen Videos der Band, fügt sich der Song selbst wunderbar in die EP ein und versprüht für mich ordentliche Hawthorne Heights und Senses Fail Vibes. Beginnend als Ballade mit einem schon fast lieblichen Gitarrenspiel, steigert sich der Track bis zum Refrain und wechselt wenn auch nur maximal ins Mid-Tempo. Nichtsdestotrotz spielt sich gerade der emotionale Refrain unfassbar schnell in die Gehörgänge und lässt auch den Drums und der Gitarre wieder Raum, um sich zu entfalten.

Für mich der bis dato beste Track der Band folgt an vorletzter Stelle. Zum Titeltrack Change The Waters habe ich aber in der Single Review schon ausgiebig meine Meinung kundgetan. Hier könnt ihr noch mal nachlesen, was ich zu Change The Waters gesagt habe.

Honesty ist witzigerweise ein Song, der doch recht lange brauchte, um bei mir zu zünden (musste ihn ganze drei Mal hören, was schon viel für Lonely Spring-Verhältnisse ist), mittlerweile steht er aber sehr weit oben in meiner Gunst. Ich liebe die Kombination der Riffs und des Drummings. Honesty steigert sich ähnlich wie Never („Lovers & Strangers“) immer weiter und vermittelt trotz der Thematik des Songs ein deutlich positives Gefühl. Und dann singen die Fuchs Brüder auch endlich mal richtig gemeinsam, könnte zwar für mich auch gern mehr sein, aber so wie in Honesty passt das schon wunderbar. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch Simon auf zukünftigen Songs präsenter zu hören sein wird, ganz egal ob Screams oder Cleans.

Fazit:

Auch wenn ich mit Hell(O), December und Honesty insgesamt etwas mehr Zeit brauchte, hat mich auch das zweite Drittel von „Change The Waters“ wieder wunderbar unterhalten und lässt mich gespannt auf den Release des Albums Mitte September blicken.

Eine Bäng-Wertung gibt es wie auch bei „Vol. 1“ vorerst nicht, sondern erst zum Album Release.

„Change the Waters Vol. 2: Our Sad Weather Hearts“ erschien am 13. August via Ivorytower Entertainment und kann überall gestreamt werden, wo es Musik gibt.


Line-Up:

Jules Fuchs – Vocals/Guitar

Simon Fuchs – Bass/Vocals

Manu Schrottenbaum – Guitar

Madsn Angerer – Drums


Tracklist:

1. Hell(O)

2. December

3. Change The Waters

4. Honesty


Lonely Spring auf Facebook

Lonely Spring auf Instagram

Linktree

Share

Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

Danke für deinen Besuch.
Vielleicht willst du uns ja auch auf Facebook kennenlernen?
Danke für dein „Gefällt mir“!

Translate »