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Kopfecho – Etwas Bleibt – Albumreview

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Die Düsseldorfer Band Kopfecho bringt am 31.01.2020 ihr neues Album Etwas Bleibt auf den Markt. Es ist das zweite Full Length Album der Band.

Die Alternative-Punk-Band gründete sich im Mai 2012. Seinerzeit bestand sie noch aus vier Mitgliedern, mittlerweile sind sie zu fünft. Lokal machten sich Kopfecho schnell einen Namen. Sie spielten bereits unzählige Shows, veröffentlichten eine EP und ein Full Length Album, und durften als Support für Bands wie Die Toten Hosen, Broilers, Dritte Wahl, Massendefekt etc. auftreten.

Auf Etwas Bleibt dreht sich alles um das Festhalten und Loslassen. Man soll loslassen, was einen zerstört und Festhalten am Leben, an den Spuren, die hinterlassen werden. Gleichzeitig sollte man versuchen, eigene Spuren zu hinterlassen.

Die Band um Sängerin Amy nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Die Texte sind ehrlich. Die Musik ist laut und wütend. Die Band befasst sich in ihrer Musik mit gesellschaftskritischen Themen, welche ungeniert zur Sprache gebracht werden.

Das Album startet mit dem gleichnamigen Track Etwas Bleibt. Der Song beginnt direkt so, wie man es von AlternaPunk-Bands gewohnt ist – mit rockigen Gitarrenriffs und jeder Menge Energie.

Vorab veröffentlichte die Band bereits Ein letztes Mal. Trotz der rockigen Riffs regt der Song mit Passagen wie „Was soll aus uns mal werden, wenn wir älter werden?“ und „Kannst du dich erinnern? Ich küsse dich ein letztes Mal, wie die Nadel das Vinyl“ zum Nachdenken an.

Auch Marionette ist textlich sehr eingängig, genauso wie Du. Mit Du sollen diejenigen angesprochen werden, die sich eine Meinung über Menschen bilden, ohne jemals ein Wort mit ihnen gewechselt zu haben. Der Song appelliert, dass man sich zunächst die Zeit nehmen sollte, den einzelnen Menschen persönlich kennen zu lernen, ehe man sich eine Meinung bildet.

Politisch geht es mit dem Chaos weiter. Der Song dreht sich um die Frage, ob früher alles besser war. Oft hört man den Satz „Früher war alles besser“, aber war es das wirklich? Vergisst man nicht manchmal auch die Vergangenheit und was in dieser politisch passiert ist?

Sehnsucht (Willkommen) beschäftigt sich mit der Frage, was hätte können sein und ist ein tolles Plädoyer für mehr Menschenliebe und Toleranz.

Aber es geht auch anders. Auch ruhigere Lieder sind unter den Songs zu finden. Eines davon ist Immer noch. Es handelt sich hierbei zwar um einen ruhigeren Track, dem es jedoch an nichts mangelt. Ein aussagekräftiger Text gepaart mit guten Riffs und einer kräftigen Stimme.

Mit Und Jetzt? wird es wieder ein wenig rockiger. In dem Lied geht es um das Ende einer Beziehung und wie es weitergehen soll.

Durch Songpassagen wie „Du hältst mich nicht auf, schneller als das Licht, bist du nicht, bist du nicht, bist du nicht“, einer energiegeladenen Stimme und rockigen Gitarren, geht Zeit direkt in die Muskeln – sitzenbleiben? Fehlanzeige! Der Song liefert neue Energie und Motivation.

So geht es auch weiter. Auf den Dächern ist ein tolles Plädoyer für und nach mehr Freiheit. Das nächste Lied könnte dem ein oder anderen bekannt vorkommen – Hallo Broilers. Mit Alles was ich tat ist der erste und auch einzige Coversong auf dem Album zu finden.

Das Finale wird sehr ruhig. Der akustische Song Bist du glücklich? lässt einen innehalten und regt zum Nachdenken an. Ein ruhiger Abschluss, nach einem energiegeladenen Album.

Fazit: Ein rundum gelungenes Album, welches mit aussagekräftigen Texten über sehr wichtige Themen überzeugt. Die Songs gehen gut ins Ohr und verursachen den ein oder anderen Ohrwurm. Mich persönlich hat das Album von der ersten Sekunde an gepackt, weshalb es von mir auch 10 von 10 Bängs bekommt.

Das Album erscheint am 31.01.2020 über das Label MD Records / Warner. Erhältlich ist es als CD, Vinyl, Limited Bundle und Stream.

Wer Kopfecho live sehen möchte, hat an folgenden Terminen die Chance dazu:

31 Jan – Düsseldorf, Zakk

14 Feb – Hannover, Lux

15 Feb – Frankfurt, Nachtleben

21 Feb – Hamburg, Logo

22 Feb – Berlin, Musik & Frieden

Line Up:

Amy Vialon: Gesang, Gitarre

Dan Kummerow: Schlagzeug

Sebi Stauffert: Gitarrist

Ivo Tirado Espinosa: Gitarrist

Maik Schmidt: Bassist

 

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Jasmin

Jasmin

Als Musikliebhaberin und leidenschaftliche Konzertgängerin macht Jasmin für uns die Konzerte in Hannover und Umgebung unsicher. Neben Punkrock und Hardcore hört Jasmin Rock und Alternative.

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