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Kind Kaputt – Morgen ist auch noch kein Tag – Album Review

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Genre: Indie, Hardcore, Punk, Pop, Rap

Land: Deutschland

Credit: Pascal Oswald

Im März 2019 hat eine junge Band ein Album mit Profil veröffentlicht. „Zweifel“ spielte sich schnurstracks in mein Herz und verweilt da bis heute. Ein deutsches Hardcore Album, das stark an das Debut von Heisskalt erinnerte. Wirklich lange war es nie um die Band still, da sie in guten Abständen immer wieder Musik rausgehaut haben. Vom inzwischen aktuellen Longplayer Nummer 2 habe ich bewusst keinen einzigen Song vorab gehört. Schon „Zweifel“ zeigte mir das es diese Band wert ist die Alben am Stück zu hören.

Die rohe, nennen wir sie mal jugendliche Härte, haben Kind Kaputt mit „Morgen ist auch noch kein Tag“ abgelegt. Sind sie deswegen softer? Keines falls. War „Zweifel“ noch ein enorm persönliches Album blicken sie dieses Mal mehr nach draußen. Auf die Gesellschaft, auf das Gegenüber. „Morgen ist auch noch kein Tag“ lässt Kind Kaputt ankommen. Ankommen in einem Sound, der eher verwurzelt im Indie ist, dennoch noch genug Kanten aufweist um aus der Maße heraus zu stechen.

Der Opener Anfang und Ende baut noch einmal gekonnt die Brücke zwischen den alten und den neuen Kind Kaputt. Laut und unangenehm, mit einem wirklich wichtigen Text über unsere Konsumgesellschaft. Große Worte, verpackt in einen Hardcore Song. Das Drumming, stumpf und kompromisslos, die Riffs, hart und ausgeklügelt. Auch ein paar leichte Screams, wenn man sie denn so nennen möchte, bekommen wir wieder geboten.

Interessant ist zu hören wie sich die Band von Song zu Song immer weiter verändert, so ist die offensichtliche Entwicklung schön hörbar gemacht worden. Eine Entwicklung die zeigt das wir keine Wut brauchen, aber ausgeklügelte Lyrics. Egal welchen Track man sich heraus pickt, die Texte sind großes Kino.

Mein erstes persönliches Highlight liegt in Form von Gegen Dich an vierter Stelle des Albums. Der Fokus liegt hier auf äußerst groovigen Instrumentals. Generell passiert hier musikalisch richtig viel. Ich liebe Riffs zwischen Refrain und Strophe. Der absolute Gewinner der Nummer ist aber ganz klar der Text. Alleine die Zeile Wenn du nicht weißt wohin du sollst, dann bleib bei dir ist einfach sowas von genial. Eine richtig starke Message in einem ansonsten schon fast nach einem Feel Good Song klingenden Nummer.

Der Überhit des Albums ist aber ohne Frage Stolpern. Eine fast fünf minütige Rapballade. Instrumental stark minimiert, mit feinem Beat und schickem Autotune auf den Vocals holt mich die Nummer vom ersten Ton weg ab. Dazu wieder unfassbar starke Lyrics, die im fulminanten Finale, noch mal ordentlich an Druck gewinnen. Sowas kann auf dem nächsten Album bitte gern mehr sein. Ein schwerer Song, der trotzdem einfach enorm gut ins Ohr geht und sich dort fest beißt.

Leider muss ich sagen dass die zweite Hälfte des Albums etwas abfällt. Die Songs sieben bis zwölf gehen interessanterweise nicht mehr so schnell ins Ohr. Sind die Tracks deswegen schlechter? Das muss ich klar verneinen. Auch wenn sie mich nicht mehr so mitreißen können, schlecht sind sie wirklich nicht. Gerade die zweite Hälfte ist auch noch einmal experimenteller im Sound. Dies und die Tatsache das ich Songs wie Gegen Dich und Stolpern am liebsten auf Repeat höre macht es auch anderen Songs wiederum schwerer.

Der für mich noch beste Song der zweiten Hälfte ist Alles Erreichen. Der Sound lehnt sich anfangs stark an Kraftklub an, wird aber im weiteren schon leicht psychedelisch und sehr obskur. Der Text ist wieder einmal ziemlich real und ziemlich ernst. Er spricht uns vermutlich allen aus dem Herzen (oder zumindest denen die nicht mit Start Ups oder ähnlichem durch die Decke gehen).

Fazit:

Kind Kaputt haben sich auf Album Nummer 2 stark weiterentwickelt. Es gibt noch Momente in denen die Band roh klingt, meist überwiegt aber eine gewisse Abgeklärtheit. Die Jungs wissen was sie machen. Die Texte sind mit das Beste was ich dieses Jahr zu hören bekommen hab. In manchen Punkten muss ich aber Abzüge machen. Die Qualität stimmt immer aber nicht über springt der Funke richtig über.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Morgen ist auch noch kein Tag“ erscheint am 21. Oktober via Uncle M Music und wird als Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Tracklist:

1. Anfang und Ende

2. Glücklich Sein

3. Kenntnisstand

4. Gegen Dich

5. Vergessen

6. Stolpern

7. Gut Gemeint

8. Alles Erreichen

9. Nadel

10. CH20

11. Wartezimmer

12. In Frieden


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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