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Konzert Reviews

GEOFF TATE + Tri State Corner bringen den 7er-Club in Mannheim zum Kochen – Konzertbericht

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Nach mehr als zwei Jahren Wartezeit konnte ich am Samtag endlich das Geburtstagsgeschenk meiner Frau einlösen, das Sie mir zu meinem 51. geschenkt hatte. Ein Abend bester Rockmusik mit Ausnahmesänger und Frontmann Geoff Tate, ehemaliger Frontmann und Sänger von Queensryche, unserer gemeinsamen großen musikalischen Liebe seit den späten 80ern. Seit einigen Jahren ist Geoff Tate ja Solo bzw. mit seiner Band Operation Mindcrime auf Tour, und performt auch beim mehrfach verschobenen Gig im 7er Club im Mannheim ausschließlich die Songs seiner Ex-Band – doch genau darauf freuen sich die Fans natürlich besonders.

Bei der Anniversary-Tour zum 30. Geburtstag des Megasellers “Empire“ (das Album wurde 1990 veröffentlicht und wäre ja zum ursprünglichen Termin 2020 30 Jahre alt geworden) wurde neben besagten Album auch ein weiterer Meilensteine von Queensryche, “Rage for Order“ erstmals in Gänze live auf einer Tour performt.

Da das Interesse an der Tour mehr als groß war und die Kapazitäten des 7er Clubs für die Nachfrage nicht ausreichte, wurde bereits 2020 eine Zusatzshow angesetzt. Da der 7er Club die Pandemiezeit nutzte, um seine Außenanlagen in ein kleines Openair-Gelände zu verwandeln, das mehr Zuschauern Platz bietet wie die Räumlichkeiten im Innern des alten Gebäudes im Industriegebiet von Mannheim, wurde der Auftritt von Geoff Tate aufgrund des großen Zuschauerandrangs natürlich auf besagte Außenbühne verlegt. So war am Samstag der Club erstmals seit der Pandemie wieder völlig ausverkauft und der Platz vor der fest installierten Außenbühne bereits beim Opener TRI STATE CORNER sehr gut gefüllt. Die Band aus Burscheid im Bergischen Land sprang in Mannheim für die eigentliche Supportband für diese Tour JADED HEART ein, die an diesem Tag einen Videodreh zu ihrer neuen Single hatte.

TRI STATE CORNER, deren Bandname, also „Dreiländereck“, steht für die Herkunft ihrer Bandmitglieder, denn die Truppe besteht aus drei Griechen, einem Polen und einem Deutschen. Seit nunmehr 17 Jahren sind die Vier nun gemeinsam und in gleicher Besetzung auf Tour und haben inzwischen zusammen an die 1000 Gigs in aller Herren Länder gespielt. Bei Ihrem im Metal-Bereich recht einzigartigen Sound wird die zweite Gitarre einfach durch das griechische Lauteninstrument, die Bouzuki substituiert und ist so ein Alleinstellungsmerkmal der Band.

Mit Ihren recht eingänglichen Songs konnte die Band um Frontmann Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos mit oder gerade wegen ihrem eigenständigen Stilmix aus Metal und dem von griechischer Volklore angehauchten Sound schon von Beginn an für gute Stimmung im Publikum sorgen. Besonders Janni zeigt mit seiner Bouzuki, dass die ungewohnte Kombination sehr gut funktioniert und das Metal-affine Publikum den Auftritt mit ordentlich Applaus belohnte.

Mit viel Freude und großem Einsatz bearbeitete Ex-Rage-Drummer Christos Efthimiadis seine Felle, während Christoph Tkocz an der Gitarre  (oder war das etwa doch Billy Gibbons von ZZ-Top?)  neben der Bouzuki für den nötigen Härtegrad sorgte.

Präsentiert wurde hauptsächlich das am 22. Aprilbei Drakkar Records erschienene neue Album “Stereotype“. Doch auch ältere Bandklassiker wie `Sooner or Later` fehlten nicht auf der Setlist. Letzterer schaffte es gar aus ihm nicht bekannten Gründen in die Charts, wie Sänger Lucky, der bei Peavy von RAGE an der Schießbude die Drums bedient, berichtet. Besonders `Tomorrow Land` und der neue Song `Run Away`, der von Kindesmisshandlung handelt, konnten überzeugen.

Ein rundum gelungener Auftritt, der auch mich als absoluter Band-Neuling überzeugen konnte, sodass ich mir am Merch-Stand gleich mal das neue Album kaufen musste.

Nach einer kurzen Umbaupause betrat dann der Irische Sänger Mark Daly mit seiner Begleitband The Ravens die Bühne. Der bei uns noch recht unbekannte Sänger und Songwriter ist in seiner Heimat ein erfolgreicher Künstler und schaffte mit seiner aktuellen Single ´Gotta Run´ in Irland sogar den Sprung auf Platz 1 in den Rockcharts. Mark Daly war bereits bei Geoff Tates Autritt im Rahmen des letztjährigen Herbstfest im Weingut Rinklin mit von der Partie (den Bericht könnt ihr hier nachlesen). Entgegen dem damaligen Acoustic-Auftritt bestand die Begleitband diesmal auch aus einer E-Gitarre, Bass und Schlagzeug, wenn auch nur in einer elektronischen Ausgabe.

Mark Daly spielt eine Art Alternativ-Rock, die geprägt wird durch seinen dunklen, rauchigen Gesang, der auch mal krächzig, kreischende Passagen beinhaltet. Meist spielt er dazu eine akustische Gitarre. Leider wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Seine Songs wollten bei den Metal-Fans nicht so recht zünden, sodass sich die Begeisterung bis auf die beiden letzten Songs in Grenzen hielt. Einzig der von Sascha Paeth (u.a. Avantasia) produzierte Song vom neuen Album konnte etwas Stimmung verbreiten, zog der Härtegrad und der Gitarreneinsatz hier glücklicherweise deutlich an.

Dann kam der große Auftritt des Meisters Geoff Tate. Auch nach fast 40 Jahren gehört Geoff unbestritten zu den besten Sängern im Metalbereich. Nach einem stimmlichen Durchhänger um die Jahrtausendwende, als sein Gesang nicht mehr die Perfektion der frühen Queensryche-Zeiten erreichte, hat Geoff in Mannheim mal wieder zu 100% abgeliefert, wie es für einen inzwischen 63-Jährigen nicht selbstverständlich ist. Seine junge Begleitband scheint wie eine Frischzellenkur zu wirken und so schafft es Geoff heute auch wieder, die ganz hohen Lagen ohne größere Probleme zu erreichen.

Nach einem kurzen Intro entert die irisch/italienische Begleitband die Bühne, die dieses Mal von Drummer Daniel Laverde begleitet wird, der auch schon bei Mark Daly die Drums bediente. Leider konnte mich der synthetisch klingende Sound des E-Schlagzeugs schon bei der Vorband nicht begeistern. Auch wenn das E-Schlagwerk schon irgendwie zu dem für seine Zeit damals doch recht futuristisch klingenden Album „Rage for Order“ nicht unpassend klingt, auch bei Geoff`s Auftritt fehlt mir etwas die Wucht aus dem Kessel, wie ihn zuletzt ein Felix Bohnke bei dessen Einsätzen für Geoff`s Operation Mindcrime zauberte. Aber Daniel ist noch jung, machte seine Sache ordentlich, ohne jedoch besonders herauszuragen. Da ist definitiv noch Platz nach oben…

Doch der Rest der Band steht den Original-Queensryche-Musikern inzwischen musikalisch in ihrem Können in nichts mehr nach, präzise bis zum letzten Ton geben die drei Gitarristen ein perfekt eingespieltes Team, ergänzt durch Jack Ross im Schottenrock am Bass, der für einen ordentlichen Bass sorgt.

Doch über allen tront wie ein Übervater der Hauptprotagonist des Abends. Als Geoff die Bühne betritt, ertönen sofort Jubelschreie und mit den ersten Tönen von `Walk in the Shadows` steht das Publikum Gewehr bei Fuß, um lauthals und textsicher mitzusingen. Die Songs des “Rage For Order“-Albums werden in gewohnter Reiherfolge wie auf dem Album gespielt und es ist ein Augen- und Ohrenschmaus, dieses Meisterwerk der 80er Jahre erstmals komplett live am Stück zu hören.

Großer Unterschied zur damaligen Zeit ist die fehlende Haarsprayfrisur von Geoff, der statt Dauerwellen wie auf dem Albumcover abgebildet, heute sein Haupt mit einem Hut bedeckt. Doch dieser Umstand sei nur am Rande erwähnt und ist musikalisch nicht von Belang. Die Songs von “Rage For Order“ bringen das Publikum sofort in Extase und man merkt, dass das meist der Ü50-Klasse angehörende Publikum wohl mit diesem Album in gewisser Weise groß geworden ist, sodass Sie von der ersten bis zur letzten Sekunde jeden Song mitsingen. Passend zur guten Stimmung im Auditorium, merkt man, dass Geoff und die Band nach der langen Pandemiepause in bester Laune sind und sichtlich Spaß an dem ausverkauften Gig haben, so dass bis auf die doch recht kühlen Außentemperaturen alles angerichtet ist für einen tollen Samstagabend. Hammersong folgt auf Klassiker, und bei `Neue Regel` ist dann auch das besagt E-Schlagzeug soundtechnisch ganz passend.

Nach einer Unterbrechung von ca. 20 Minuten, die leider etwas zu lange dauerte und irgendwie zu einem unnötigen Break führte, muss das Publikum dann aber nicht lange wiedererweckt werden. Teil 2 des Abend widmet sich dem kommerziell erfolgreichsten Album von Queensryche – “Empire“, das mehr als 3 Mio, mal über den Tresen ging. `Best I Can` und das folgende `The Thin Line` bringen die Hütte schnell wieder zum Kochen. Bei `The Thin Line` hat Geoff dann seinen großen Auftritt mit dem Saxophon – optisch sehr gelungen. Zu einem der Höhepunkte zählt sicherlich der Titeltrack `Empire`, bei dem auch Kieran Robertson an der Gitarre seinen großen Auftritt hat. Er ist der Derwisch auf der Bühne, ein echter Rockstar, der post, was das Zeug hält und mit seinem Irokesenschnitt und der Ganzkörpertätowierung optisch alles in den Schatten stellt. Auch seine Zunge ist nicht von schlechten Eltern, kann aber wohl mit Gene Simmons nicht ganz mithalten. Immer wieder stellt er sich in den Funkenregen der dezenten Pyros und lässt die Funken an seiner Gitarre abblitzen. Geoff zelebriert seine Songs, und mit seiner Mimik und Gestik wirkt er manchmal gar wie ein Maler, so als wolle er seine Musik auf die Leinwand bringen möchte. Ganz großes Kino.

Nach `Resistance` legt dann Geoff eine seiner legendären Plauderpäuschen ein, die mal wieder zeigt, dass er nicht nur ein begnadeter Sänger, sondern auch ein großartiger Entertainer ist, der mit seinen Geschichten aus dem Nähkästchen das Publikum durch seine persönlichen Einblicke zu begeistern weiß. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie  brachte er die ein oder andere Lachsalve hervor. Nicht aufgesetzt und sehr authentisch erzählt Geoff von seinen Langeweile während der Zwangspause in Pandemiezeiten, als er sich gezwungenermaßen in gewisser Weise neu erfinden und entdecken musste. Amüsant, wie er von seinen Frau Susan erzählt, die ihn vor die Tür schickt, weil er nur noch am Zappen ist und nichts mit sich anzufangen weiß. So berichtet er ganz ungezwungen, dass er, als Weltenbummler und Mensch, der sich durch seine Arbeit definiert, einige Problemchen mit manch kleinen Dingen des alltäglichen Lebens hatte, die er normalerweise nicht machen muss, da er üblicherweise die meiste Zeit des Jahres auf Achse ist. Auch die Geschichte im Baumarkt (sh. Bericht vom Herbstfest Weingut Rinklin) sfindet den weg in seine Erzählungen, die dann die perfekte Überleitung zu seinem größten Hit `Silent Lucidity` bildet. Bei dieser Grammy-dotierten Überballade werden dann hier und da auch die ein oder anderen Zärtlichkeiten im Publikum ausgetauscht – einfach ein grandioser Gänsehautsong. Mit `Anybody Listening` endet dann Teil 2 des Auftritts.

Doch Geoff lässt sich nicht lumpen, und legt nochmals nach. `Last Time in Paris` vom Soundtrack des Films `The Adventures of Ford Fairlane`, ein nicht allzu oft gespielter Song, machte den Anfang, bevor es nochmals weit in der Bandhistorie zurückgeht. `NM156`  vom Debutalbum „Warning“ und der Titeltrack der EP „Queen of the Ryche“ bildeten den superben Abschluss eines tollen Abends. Obwohl kein einziger Song vom `Operation Mindcrime`-Album gespielt wurde, es fehlte an diesem Abend nichts. Gerne hätte ich mir auch noch das “Warning“-Album komplett angehört, aber mit einer Auftrittsdauer von gut 2:45 Stunden (incl. Pause) konnte man wahrlich nicht meckern. Und so verließen gegen Mitternacht wohl alle Gäste den 7er Club glücklich und zufrieden.

Ein toller Abend nach der langen Pandemiepause, schade nur, dass recht wenige jüngere Fans anwesend waren, denn die U20 Fraktion konnte man fast an einer Hand abzählen. Anscheinend ist bei der Jugend die Musik von Queensryche bzw. Geoff Tate nicht mehr ganz so angesagt.

Sei`s drum, Geoff Tate gehört auch im Jahr 2022 noch zu den absolut besten Sängern dieses Planeten, der nicht nur gesanglich zu begeistern weiß, sondern auch durch seine freundliche, offen Art glänzen kann. Wohl auch durch seine für Fans organisierten gemeinsamen Fans-Reisen mit Backstage Pass Travel, die er regelmäßig in der ganzen Welt veranstaltet, hat er den direkten Draht zu seinen Fans nicht verloren bzw. nach dem Ausstieg bei QUEENSRYCHE vermutlich erst so richtig aufgebaut.

Wer die Chance hat, noch ein Ticket für die Anniversary-Tour zu ergattern, sollte sich die Vollbedienung aus “Rage For Order“ und “Empire“ definitiv nicht entgehen lassen!


Lineup TRI STATE CORNER:

Christoph Tkocz – Guitar

Christos Efthimiadis (Ex-Rage, Subseven) – Drums

Ioannis Maniatopoulos – Bouzuki, Vocals

Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos – Vocals Darbuka

Setlist: Tri State Corner

  1. Faster
  2. Nothing at all
  3. Free Prison
  4. Schemer
  5. Sooner or Later
  6. Hypocrisia
  7. Tomorrow Land
  8. Run Away
  9. Daydreamer
  10. Stereotype

Kontakt:

www.tristatecorner.com

www.facebook.com/tristatecornermusic


Lineup Mark Daly & The Ravens:

Mark Daly – Vocals, Acoustic-Gitarre

Jack Ross – Bass

Alex – Gitarre

Daniel Laverde – Drums

Setlist Mark Daly & The Ravens

  1. Peace of Mind
  2. Without You
  3. Addicted to the Throne
  4. Lydia (Cover)
  5. My Flame
  6. Gotta Run
  7. Don`t look back

Kontakt:

www.facebook.com/markdalymusic


Lineup Geoff Tate Band:

Geoff Tate – Vocals

Dario Parente – Gitarre

Kieran Robertson – Gitarre

Jack Ross – Bass

Walter Cianciusi – Gitarre

Daniel Laverde – Drums

Kontakt:

www.geofftate.com

www.facebook.com/GeoffTateOfficial

Setliste1: Rage for Order

  1. Walk in the Shadows
  2. I dream in Infrared
  3. The Whisper
  4. Gonna get close to you
  5. The Killing Words
  6. Sugial Strike
  7. Neue Regel
  8. Chemical Youth
  9. London
  10. Screaming in Digital
  11. I will Remember

Setliste 2: Empire

  1. Best I can
  2. The Thin Line
  3. Jet City Woman
  4. Della Brown
  5. Another Rainy Night
  6. Empire
  7. Restistance
  8. Silient Lucidy
  9. Hand on Heart
  10. One and Only
  11. Anybody Listening

Encore:

  • Last Time in Paris
  • NM156
  • Queen of the Ryche

7er Club in Mannheim:

www.7er-club.de

www.facebook.com/7erClubMannheim

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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