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Deutscher Gitarrengott Michael Schenker feiert mit MSG die 50th Anniversary Universal World-Tour (Livebericht aus Speyer)

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Am letzten Freitag präsentierten Rockline Promotion UG und New Evil Music in der Halle 101 im pfälzischen Speyer einen der größten Gitarristen der Rockwelt und gleichzeitig das deutsche Gitarrenwunderkind schlechthin: Michael Schenker feierte mit seiner MSG im Rahmen der „50th Anniversary Universal World-Tour“ einen der beiden einzigen Auftritte auf deutschem Boden.

Wir waren für Euch in Wort und Bild vor Ort.

Als Support hat man sich die noch recht unbekannte US-Symphonic Metal Band EVERDAWN aus New Jersey eingeladen, die den Abend eröffnen und das Publikum einheizen sollte. Bislang hatte die Band ihr Debut-Album „Cleopatra“ auf den Markt gebracht, welches sie nun erstmals einem größeren Publikum präsentiert. Leider kann der Auftritt der Band um die junge kanadische Sängerin Alina Gavrilenko nicht so recht überzeugen. Zum einen ist der Sound nicht sonderlich gut abgemischt, sodass einzelne Songstrukturen oder Soli schwer rauszuhören sind, zum anderen kann Alina mit ihrem sehr hohen, teils nachtigallenhaften Gesang zumindest mich nicht überzeugen. Zu wenig ist von den Songs zu erkennen und die Songstrukturen sind wohl nur für eingefleischte Fans erkennbar. Wie sich später herausstellen sollte, war es einer der ersten Auftritte überhaupt, den die junge Band unter dem EVERDAWN-Banner bislang hatte, war es ihr doch durch die Pandemie bislang nicht möglich, überhaupt vor Publikum live zu spielen.

Zugegeben, ich kannte das Album “Cleopatra“im Vorfeld nicht, doch obwohl ich ausgesprochener Fan von Female Fronted Metal bin, hat mich der Gesang wenig begeistern können, teilweise sogar fast abgeschreckt. Insgesamt ist die Stimme einfach zu hoch angesiedelt, und Alina ist noch keine Tarja Turunnen. So bleibt die Begeisterung sehr verhalten, wohl auch, weil die Musik von EVERDAWN mit der Zielgruppe des Headliners musikalisch nicht ganz zusammen passt.

Schade eigentlich, denn musikalisch verstehen die Musiker ihre Sache und auch beim Backstage-Plausch nach dem Konzert können Alina und Mike durch ihre offene und nette Art absolut überzeugen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Doch eigentlich war die Supportband wohl den meisten der ca. 500-600 Besuchern egal, sie kamen sowieso wegen unserem Michael aus Hannover… und sie sollten nicht enttäuscht werden.

Kurz vor 21 Uhr wird es dunkel und das Intro von AC/DC sorge schlagartig für gute Stimmung und entsprechende Spannung im Publikum. Nachdem die MSG-Band, aktuell bestehend aus Steve Mann an der zweiten Gitarre, Bodo Schopf an den Drums und dem neuen Bassisten Barend Courbois die Bühne betritt, kommt auch kurz darauf der Hauptprotagonist des Abends und Namensgeber Michael Schenker auf die Bühne. Wie immer mit seiner Pelzmütze und Sonnenbrille ausstaffiert, verkündet er kurz und knapp, dass der erste Song, das Instrumental ‚Ascension‘, dem verstorbenen Ted McKenna gewidmet sei. So konnte Michael gleich mal ein Brett abliefern und seine grandiosen Künste an den 6 Saiten präsentieren, was natürlich auch durch entsprechende Jubelstürme im Publikum quittiert wird. Diese steigern sich gleich nochmals, als Michael den Sänger des heutigen Abends ankündigt: Robin Mc Auley. Mit ihm spielte er von 1987 bis 1992 mit der McAuley Schenker Group einige Jahre zusammen, auch bei Michael Schenker Fest war Robin mit von der Partie.

Großartig, dass ausgerechnet Robin als Sänger für die europäischen Tour engagiert wurde, ist er doch mit Abstand der beste Sänger, den Schenker bei seinem MSG-Allstar-Treffen der letzten Jahre dabei hatte. Waren bei den inzwischen in ein gewisses Alter gekommenen Graham Bonnet, Gary Barden oder Doughie White doch das ein oder andere Mal live einige Wackler zu vernehmen, so konnte Robin immer überzeugen. Glasklarer Gesang selbst bis in hohe Lagen. Dazu ist er ein geborener Frontmann, der durch seine sympathische Art das Publikum sofort zu begeistern weiß. Ob er nun die Songs von MSG wie ‚Into the Arena‘, die alten Gassenhauer à la ‚Lights Out‘ und ‚Doctor Doctor‘ von UFO zum Besten gibt, hier passt alles und macht richtig Laune auf mehr.

Überraschend ist für mich die Songauswahl des Abends. Einige der üblichen Verdächtigen fanden diesmal nicht den Weg auf die Setlist. Dafür gibt es weniger häufig gespielte Songs wie z.B. ‚Red Sky‘ vom ‚Built to Destroy‘-Album, eines meiner Lieblingsalben, wohl auch weil es meine zweite LP war, die ich mir 1983 vor nun schon fast 40Jahren gekauft habe – wie die Zeit vergeht, Schenker ist inzwischen auch schon 67 Jahre.

Neben den Klassikern ‚Into the Arena‘, ‚Cry for the Nations‚ und ‚Armed and Ready‘ sind auch neuere Veröffentlichungen von Michael Schenker Fest wie das superbe ‚Warrior‘ und ‚Sleeping With the Lights On‘ dabei, die allerdings entgegen den letzten Touren komplett ohne weitere Sänger auskommen müssen. Dies ist dank Robin jedoch überhaupt nicht tragisch. Beide Songs können durch ihre tollen Melodien und den Mitsingteil überzeugen und werden durch Michaels ausgiebiges Gitarrenspiel veredelt.

Noch immer gehört Schenker zur absoluten Topspitze der Gitarristen und in Deutschland dürfte er wohl noch immer unerreicht sein. Auch wenn mich die Soli auf den letzten Veröffentlichungen teilweise nicht sonderlich vom Hocker gehauen haben, live bleibt einem mehr als einmal die Spucke weg, wenn man sieht, was er alles aus den 6 Saiten zu zaubern vermag: grandiose Sounds, Melodien die er mit seiner Mimik und den Lippen durchlebt. Mehr als einmal wirkt es als sei er in (s)einer Parallelwelt und wie in Trance.

Sehr positiv an diesem Abend, dass Michael Schenker erstaunlich gut gelaunt ist und seine Freude an der Arbeit weitergibt, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Auch kommt er dieses Mal ohne böse Seitenhiebe auf seine Bruder Rudolf aus, was durchaus zu begrüßen ist. Er kündigt persönlich mit kurzen Statemanets die Songs an, ohne Zeit durch Geschwätz zu verlieren, stattdessen gibt es ein paar Extra-Riffs auf der Flying V zu hören.

Beim Scorpions Song ‚Search of the Peace of Mind‚ erleben wir dann den großen Auftritt von Michael himself. Mit einem ausgedehnten Solo bestätigt er eindrücklich seine Ausnahmestellung. Trotz der Überlänge des Solos ist dies der einzige Song, bei dem er das übliche Maß an instrumentalen Riffs überschreitet. Somit bekommen sowohl die Gitarrenfreaks ihre Vollbedienung als auch diejenigen, die eine Überdosis Gitarrengeschrubbel weniger gut vertragen.

Von der aktuellen Scheibe “Universal“, die in Kürze am 25. Mai veröffentlicht wird, gibt es zwei Songs zu hören. Die bereits als Single und Video veröffentlichten ‚Emergency‘ und ‚A King has gone‘, welches Ronnie James Dio gewidmet ist, zeigen einmal mehr, dass es Schenker auch nach 50 Jahren noch gelingt, großartige Songs zu schreiben. Da der Gig in Speyer für eine spätere Videoproduktion mitgeschnitten wurde, hatte ich spekuliert, dass eventuell als Special-Guest Michael Kiske als Gastsänger den von ihm eingesungenen Dio-Song präsentieren würde. Doch auch Robin McAuley zeigt auch hier wieder, dass er selbst einen Michael Kiske problemlos ersetzen kann. Großartiger Song!

Nach ca. 90 Minuten ist nach den beiden UFO-Songs ‚Rock Bottom‘ und ‚Shoot Shoot‘ erst mal Schluss. Doch angetrieben vom Publikum kommt die Band nach wenigen Minuten zurück auf die Bühne, um nochmals ein Quartett von UFO-Klassikern zum Besten zu geben. ‚Too Hot To Handle‘ spiegelt ganz gut die in der Halle herrschenden Temperaturen an diesem lauen Frühlingsabend wider, bevor mit ‚Only You Can Rock Me‘ der letzte Song den etwas über 2 Stunden dauernden Auftritt beendet. Etwas überraschend allerdings das schnelle Ende des Abends: ein kurzes Danke von Michael und weg waren die Musiker. Als dann auch das Hallenlicht sofort angeht, ist der ein oder andere Fan doch etwas enttäuscht, dass es nicht zu einem Abschiedsgruppenbild aller Musiker auf der Bühne kommtund der Gig so abrupt zu Ende ist.

Fazit:

Von der Vorgruppe mal abgesehen, war der Auftritt mehr als überzeugend. War ich zuerst etwas skeptisch, ob ich mir MSG schon wieder anschauen sollte, nachdem ich ihn zuletzt zweimal kurz nacheinander in Balingen beim Bang Your Head und der anschließenden Tour gesehen hatte, so bereute ich das Kommen nach dem Gig keine Sekunde. Es war wohl der beste Auftritt, denn ich von Michael Schenker bislang gesehen hatte. Dank der guten Gesangsleistung von Robin und der nicht alltäglichen Setlist gab es musikalisch wenig zu bemängeln. Einzig der komplette Verzicht auf Songs aus der McAuley Schenker-Ära fand ich etwas verwunderlich, zumal der Original-Sänger mit an Bord war. Außerdem wäre es auch eine verdiente Würdigung an Robin gewesen, der wirklich an diesem Abend voll und ganz zu begeistern wusste. Da hätte man ruhig ein oder zwei UFO-Stücke opfern können. Schließlich wollte das Publikum zu MSG und nicht auf ein UFO-Konzert.

Schade, das sich Michael nach dem Gig sofort wieder aus dem Staub gemacht hat und sich nicht wie alle anderen Musiker geduldig mit den verbliebenen Fans am Nightliner für ein Erinnerungsfoto oder Autogrammwünsche zur Verfügung stellte.

Wer einen optischen Eindruck vom Auftritt in Speyer gewinnen möchte, der kann sich bei Youtube u.a. ‚ Rock Bottom‘ oder ‚Lights Out‘ als Fan-Video anschauen. Ansonsten bleibt zu hoffen, dass die Videoaufzeichnung des heutigen Abends den Weg auf eine BluRay finden wird. Lohnenswert war der Auftritt auf alle Fälle.


Line Up EVERDAWN:

Alina Gavrilenko: Gesang
Richard Fischer: Gitarre, Gesang
Alan D’Angelo: Bass
Boris Zaks: Keyboards
Dan Pestrup: Drums

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Line Up MSG:

Michael Schenker: Gitarre

Robin McAuley: Vocals
Steve Mann: Gitarre, Keyboards, Gesang
Barend Courbois: Bass
Bodo Schopf: Drums

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Tracklist MSG:

  1. Ascension (Michael Schenker Fest Cover)
  2. Cry for the Nations
  3. Doctor Doctor (UFO Cover)
  4. Sleeping With the Lights On (Michael Schenker Fest Cover)
  5. Looking for Love
  6. Warrior (Michael Schenker Fest Cover)
  7. Into the Arena
  8. In Search of the Peace of Mind (Scorpions Cover)
  9. Red Sky
  10. Emergency
  11. Lights Out (UFO Cover)
  12. After the Rain
  13. Armed and Ready
  14. Sail the Darkness
  15. Rock You to the Ground
  16. A King Has Gone
  17. Rock Bottom (UFO Cover)
  18. Shoot Shoot (UFO Cover)

Encore:

  1. Let It Roll (UFO Cover)
  2. Natural Thing (UFO Cover)
  3. Too Hot to Handle (UFO Cover)
  4. Only You Can Rock Me (UFO Cover)

Potocredits: Emeraldpics by Oliver Haremsa

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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