Album Reviews

DYNAZTY – „The Dark Delight“ Review des neuen Albums

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Nachdem ich die aus Stockholm stammende Band DYNAZTY das erste Mal mit Ihrem AlbumTitanic Mass“ gehört hatte, konnten die Band 2018 mit Ihrem Album Firesign“ für mich eines der Top-10 Alben des Jahres abliefern, dass mich wochenlang immer wieder aufs Neue begeistern konnte.

Ich war natürlich gespannt, ob es den Melodic-Metallern rund um Ihren Ausnahmesänger Nils Molin gelingen würde, die recht hoch liegende Messlatte mit dem neuen Album  „The Dark Delight“ nochmals auf die nächste Stufe zu heben.

2007 gegründet, entwickelte sich die Band um die beiden Gitarristen Rob Love Magnusson  und Mike Lavé über die Jahre hinweg auch außerhalb ihres Heimatlandes zu einem Geheimtipp.  Das Bandlineup vervollständigen Bassist Jonathan Olsson (u.a. LINDEMANN und PAIN) und Schlagzeuger Georg Härnsten Egg, der wie  Gitarrist Rob Love Magnusson regelmäßig mit Legenden wie DEE SNIDER  oder JOE LYNN TURNER  tourt.

tallee Savage – Savage Photography – Copyright 2019 ©

Um es vorweg zu nehmen, das neue und inzwischen 7. Album ist wieder ein Hammeralbum für alle Fans von Bands wie ECLIPSE oder PRETTY MAIDS geworden. Es ist schon verwunderlich, dass DYNAZTY sich bislang noch immer unterhalb des Radar der breiten Masse bewegten. Aber das sollte sich mit „The Dark Delight“ hoffentlich ändern, den das hochklassige Songwriting dürfte viele Fans des Genres begeistern. Von der Band selbst produziert und vom Meisterproduzenten Jacob Hansen hervorragend gemixt und gemastert, erhielten die 13 Songs einen erstklassigen Sound auf den Leib geschneidert.

Bereits mit dem Eröffnungstrack Precense of Mind“ treffen die Schweden wieder voll ins Schwarze. Als erste Singleauskopplung des Albums veröffentlicht, zeigt der Song gleich mal,  in welche Richtung es bei den 12 Songs plus Bonustrack gehen wird: hochmelodischer Powermetal mit erstklassigen Melodien, die bereits nach dem ersten Durchlauf gleich im Gehörgang hängen bleiben und sich dort kurz vorm Trommelfell festsetzen werden.

Es  folgen „Paradise of the Architect“ und „The Black“, zwei Abgehrocker erster Güte mit den typischen DYNAZTY -Trademarks,  bestehend aus schnellen Gitarrenriffs, unterlegt mit Keybords und der genialen Stimme von Sänger Nils Molin, dessen Gesangskünste sich seit 2017 auch die Landsleute von  AMARANTHE sichern konnten.

Beim nächsten Song „From Sound to silence“ dürften alle AMARANTHE-Fans aufhorchen, denn hier hat Bandkollege Henrik Englund Wilhelmsson (GG6) seinen Gastauftritt und darf den DYNAZTY-Sound mit einigen Growls gekonnt ergänzen.

Mit „Hologramm“ kommt dann die auch für ein Metal-Album oftmals typische ((Metal-) Ballade, nicht schnulzig, aber trotzdem auch für Stunden der Zweisamkeit gut geeignet.

Mit „Heartless Madness“ folgt dann mein persönliches Hightlight  des Albums. Geile Melodie gemischt mit der nötigen Power und wunderbarem Mitsingrefrain. Sicherlich wird dieser Song einer der Livegranaten werden. Unmittelbar daran folgt mit „Waterfall“ dann die dritte Auskopplung, ein weiterer Ohrwurm, bei dem Nils seine volle Klasse zur Geltung bringt. Ich bin sicher, dass er in naher Zukunft in die Fußstapfen eines  David Coverdale treten kann, nicht nur optisch.

„Man and the Elements“ beeindruckt vor allem durch seine irisch angehauchten Klänge, bevor bei „Road to Redemption“ dann durch den Einsatz von Akustikgitarre leichtes Western-Feeling aufkommt – Ennio Morricone lässt grüßen – beides sehr gelungene Kombinationen, die die Vielseitigkeit der Songs verdeutlicht.

Den Abschluss bildet dann der Titelsong, ein typischer DYNAZTY-Abgehrocker, der ein Klasse Album ohne Schwachpunkt würdig abschließt (der Bonussong „The Shoulder devil“ war leider im Vorabpaket nicht enthalten).

Dieses Album ist ein absoluter Volltreffer, der nahtlos an die Qualitäten von „Firesign“ anknüpfen kann.

Von mir gibt’s dafür (man muss ja noch Luft nach Oben fürs nächste Album haben 😉 )

 

Das Album wird ab 03. April über AFM Records veröffentlicht und als CD-Digipack bzw. auf 600 Stück limitierte Gatefold-Doppel-LP in goldenem Vinyl erhältlich sein.

DYNAZTY sind:

Nils Molin (Vocals)

Love Magnusson  (Guitar)

Mike Lavér (Guitar)

Jonathan Olsson (Bass)

Georg Härnsten Egg (Drums)

 

Tracklist „The Dark Delight“:

01        Presence Of Mind

02        Paradise Of The Architect

03        The Black

04        From Sound To Silence (feat. Gg6)

05        Hologram

06        Heartless Madness

07        Waterfall

08        Threading The Needle

09        The Man And The Elements

10        Apex

11        The Road To Redemption

12        The Dark Delight

13        The Shoulder Devil (bonus Track)

 

Leider hat die Corona-Epidemie auch gegenüber Dynazty kein Erbarmen gezeigt und so musste die im April geplante  Tour im Vorprogramm von Serenity leider wie viele andere Touren auch verschoben werden. Sicherlich nicht optimal für die Präsentation des neuen Studioalbums, bei der sicherlich viele neue Fans hätten gewonnen werden können.

Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und so wurden die Tourdates auf Februar 2021 verlegt. Dann werden DYNAZTY sicherlich die Bühnen rocken und die viele der Hits von „The Dark Delight“ live präsentieren. Wer die Wahl hat, der hat die Qual, bei wohl nur 45 min Spieldauer. Alternative Wäre natürlich eine kleine Clubtournee als Headliner. Aber da muss man jetzt wohl erst mal abwarten, wie die Musiklandschaft nach Corona aussieht

 

Wer sich von den Qualitäten von DYNAZTY live überzeugen möchte, sollte sich einen der folgenden Termine im Kalender freihalten. Ein tolles 4er-Package zu kleinen Preis…

DYNAZTY-Tourdaten 2021  mit SERENITY, VICTORIUS und AD INFINITUM

10.02.2021      München (GER)  Backstage

11.02.2021      Berlin (GER) Nuke Club

12.02.2021      Weinheim (GER) Cafe Central

13.02.2021      Essen (GER) Turock

14.02.2021      Haarlem (NL) Patronaat

16.02.2021      Enschede (NL) Metropool

17.02.2021      Aarshot (Bel) De Klincker

18.02.2021      Rüsselheim (GER) Das Rind

19.02.2021      Luzern (CH) Schüür

20.02.2021      Wörgl (AT) Komma

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Thomas

Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a......teilweise geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz bei Rockkonzerten, das geht gar nicht. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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