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Rauschflut – Schönheit des Klischees (EP-Review), VÖ 06.03.2020

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RAUSCHFLUT – amtlich norddeutscher Brett-Rock 

Die deutsch singenden Rocker RAUSCHFLUT aus Gnarrenburg (zw. Bremen und Hamburg) veröffentlichten am 06.03.2020 ihre aktuelle EP Schönheit des Klischees.

Seit 2014 machen die vier Nordlichter handgemachte Rockmusik abseits ausgetretener Pfade und veröffentlichten bereits die EPs „Rauschflut“ (2015), „Ach Wat“ (2016) und das Album  „Optimisten & Marionetten“ (2018).  RAUSCHFLUT supporteten erst kürzlich die Hamburger Rocker Ohrenfeindt, begeisterten dabei einmal mehr durch leidenschaftliche Spielfreude und eine ausgeprägte Bühnenpräsenz. Kein Wunder, dass sie sich auch schon mit Künstlern wie Max Giesinger, Glasperlenspiel, Pohlmann und Hannes Bauer (Udo Lindenberg) die Bühne teilten.

RAUSCHFLUT schrieb dem Rockmagazine: „Die aktuelle EP „Schönheit des Klischees“ ist mit Sicherheit die persönlichste Rauschflut, die es bislang gab, und ihre Entstehung war nicht zuletzt auch geprägt von einigen schwierigen Phasen, die die Band in den letzten zwei Jahren seit „Optimisten und Marionetten“ durchmachen musste. Aber eben genau das macht diese EP aus; das Verarbeiten persönlicher Erlebnisse und kritischer Entwicklungen, ohne dass die rauschende Flut am Ende den eigenen Fokus verloren hat – deutschsprachige Rockmusik zu machen, die eben anders verpackt daher kommt und die am Ende bei aller Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit bei Hörern für ein breites Grinsen sorgt.“

Die EP startet mit dem Titelsong Die Schönheit des Klischees gleich voll durch. Brett-rockige Nummer mit intelligentem Text, der zum Mitsingen, aber auch zum Nachdenken anregt. „Bin ich Anti oder Hipster“ heißt es im Refrain, der sofort ins Ohr geht und sich dort nachhaltig fest frisst.

Ich wollte nur mal nett sein startet etwas ruhiger, spart aber nicht am fetten Gitarrensound. „Ich setz die Maske auf, so richtig angenehm…“ Der Song hält einer Gesellschaft, in der Schein manchmal mehr zu zählen scheint als Sein, gnadenlos den Spiegel vor.

3 Worte – Irgendwann, Irgendwo und Irgendwie – kommt als solider, eingängiger Rocksong daher, der etwas im Schatten der zwei vorhergehenden, sehr starken Stücke steht.

Den Flugmodus im Alltag einschalten und der dauernden Verfügbarkeit zu entfliehen – das sollten wir vielleicht alle viel öfter machen. Wieder eine Nummer, die mich nicht stillsitzen lässt.

Mit Wo der Frosch die Locken hat kommt am Ende nochmal ordentlich Dampf auf den Kessel.

Fazit: Fünf feinsinnige Rocksongs, die einfach gute Laune machen und auch im X-ten Durchlauf nicht langweilig werden, ganz im Gegenteil. Von mir gibt es für diese EP 8,5 von 10 Bängs und ich hoffe, nicht allzu lange auf einen live Auftritt warten zu müssen.

 

 

Rauschflut sind: Marko Butt (Gesang und Gitarre), Rasco Rauschflut (Gitarre und Gesang), Michael Klöckner (Bass) und Andreas Mahler (Drums und Gesang)#

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Rauschflut

RAUSCHFLUT im Netz:

https://www.facebook.com/Rauschflut/

 

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Karina

Karina

Karina ist für uns an Rhein und Ruhr unterwegs. Sie hört neben Metal auch Irish Folk Punk, Deutsch- und Mittelalterrock.

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