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August Burns Red – Guardians – Album Review

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Musik hilft auch unter extremsten Umständen. Genau aus diesem Grund halten August Burns Red an ihrem Veröffentlichungsdatum für ihr 8. Studioalbum fest. Am 03.04.2020 erscheint die Platte und hilft hoffentlich dem einen oder anderen in dieser Zeit über die Quarantäne hinweg.

Das Album trägt den Titel Guardians. Ein Titel, wie er passender nicht sein könnte. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, einer Person zu helfen, die um Hilfe bittet“, erklärt Rambler. „Diese Person, die der anderen den Tag rettet, verhält sich wie ein Beschützer/Betreuer/Wächter. Die Idee wiederholte sich, als wir das Album zusammenstellten. Es war eine großartige Zusammenfassung dessen, worüber wir gesprochen haben.“

Während des gesamten Jahres 2019 schrieben die Musiker, was letztendlich zu Guardians werden sollte. Anstatt das Album in einem Stück aufzunehmen, produzierten sie es in zwei Sessions. Diese zusätzliche Zeit ermöglichte einen kreativen Spielraum.

„Nach der ersten Sitzung hatten wir Monate Zeit, um darüber nachzudenken, was wir möglicherweise ändern möchten“, erinnert sich Brubaker. „Wir hatten noch nie so viel Zeit und Freiheit für die Produktion. Diese ermöglichte es jedem von uns, kritischer zu sein und darüber nachzudenken, den Songs mehr Individualität zu geben.“

August Burns Red haben sich ihr Maß an Integrität seit ihrem Zusammenschluss 2003 bewahrt. Guardians erfüllt erneut ein ruhiges, aber festes 17-jähriges Engagement für ein eingefleischtes Publikum weltweit.

Vorgestellt wurde Guardians mit dem Song Defender. Wilde Drums und puffende Gitarren-Grooves, ein Wechsel zwischen starken intimen Momenten und rhythmischen Schlägen. Gepaart mit einem Versprechen im Refrain – „I would do anything to make it through, but it takes to. One is me, the other´s you.“

Brubaker erinnert sich: „Das war der erste Song, den ich für die Platte geschrieben habe. Ich wollte etwas schreiben, was mehr Struktur hat, als das, was wir üblicherweise schreiben. Es war einer der schwierigsten Songs, die wir jemals geschrieben haben.“

„Textlich wollte ich etwas schreiben, was jeden erreicht,“ so Greiner. „Wir alle brauchen eine Person, die uns auch in schwierigen Zeiten zur Seite steht. Wir brauchen jemanden, der uns den Rücken stärkt, damit wir nicht zerbrechen. Die Musik war einfach passend.“

Den Opener macht jedoch nicht Defender, sondern The Narrative. Dieser startet mit einem Feuer aus Instrumenten, bevor der Gesang einsetzt.

Mit harten Gitarrenriffs und einer ordentlichen Portion Metalcore prescht die Single Bones nach vorne. Nach kurzer Zeit erklingt der Satz „We made a deal with the devil, disgused as help. We made a deal with the devil, shoukld´ve trusted ourselves“

Rambler äußerte sich dazu: „Als Menschen denken wir, dass unsere Lebensweise besser oder mehr Wert ist als die Lebensweise einer anderen Kultur. Manchmal fügen wir uns viel zu sehr in die Bräuche oder Traditionen anderer ein, was schädlich sein kann. Wir ruinieren Dinge, weil wir denken, wir können alles besser machen. Es war interessant für uns, darüber nachzudenken.“

Nachdem die ersten 4 Lieder gut nach vorne gingen, startet der nächste Song ruhiger. So soll es aber nicht bleiben. Lighthouse lebt von einem Wechsel zwischen ruhigen und harten Passagen. In dem Song geht es darum, ein barmherziger Samariter zu sein und anderen zu helfen.

In gewohnter Metalcore-Manier geht es mit den nächsten Liedern Dismembered Memory, Ties That Bind, Bloodletter, Extinct by Instinct und Empty Heaven weiter.

Das Album endet mit Three Fountains. Rambler erklärt die Bedeutung des Songs mit den Worten: „Du trittst einen Schritt zurück und betrachtest dein Leben von der Vergangenheit bis zum heutigen Moment. Es ist ein großes Ende. Es bewegt sich zyklisch und wiederholt sich immer wieder.“

Fazit: Ein Album mit sehr viel Energie und Power. Leider hat es mich nicht vom ersten Moment an abgeholt. Nach ein paar Mal hören, war aber doch eine Begeisterung meinerseits für einen Großteil der Songs zu spüren. Aus diesem Grund gibt es von mir 8 von 10 Bängs!

Die Platte erscheint am 03.04.2020 über Fearless Records. Erhältlich ist es als CD, Vinyl und Stream.

Die Setlist von Guardians sieht wie folgt aus:

  1. The Narrative
  2. Bones
  3. Paramount
  4. Defender
  5. Lighthouse
  6. Dismembered Memory
  7. Ties That Bind
  8. Bloodletter
  9. Extinct by Instinct
  10. Empty Heaven
  11. Three Fountains

Wer August Burns Red live sehen möchte, hat an folgenden Terminen die Chance dazu:

05.06.2020 (DE) Hamburg – Markthalle with Of Mice & Men
06.06.2020 (DE) – Rock im Park / Nuremburg
07.06.2020 (DE) – Rock am Ring / Nuerburg
09.06.2020 (AT) Dornbirn – Conrad Sohm with Of Mice & Men
11.06.2020 (CH) – Greenfield Festival / Interlaken
13.06.2020 (AT) – Nova Rock / Nickelsdorf
18.06.2020 (DE) Hannover – Capitol  with Of Mice & Men
26.06.2020 (DE) – Full Force Festival / Ferropolis

Line Up:

JB Brubaker [lead guitar]
Brent Rambler [rhythm guitar]
Matt Greiner [drums]
Jake Luhrs [lead vocals]
Dustin Davidson [bass]

August Burns Red online:

https://www.augustburnsred.com
https://www.facebook.com/augustburnsred
https://www.instagram.com/augustburnsred/
http://twitter.com/abrband
http://youtube.com/user/augustburnsred

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Jasmin

Jasmin

Als Musikliebhaberin und leidenschaftliche Konzertgängerin macht Jasmin für uns die Konzerte in Hannover und Umgebung unsicher. Neben Punkrock und Hardcore hört Jasmin Rock und Alternative.

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