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We Butter The Bread With Butter – Das Album – Ist das da Toast auf dem Cover?! – Album Review

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Land: Deutschland

Genre: Metalcore/Deathcore

We Butter The Bread With Butter oder kurz WBTBWB sind zusammen mit Eskimo Callboy wahrscheinlich die Nummer 1 der Jugendsünden meiner Generation. In gewisser Hinsicht sind sie wie Punk: ein Mittelfinger ins Gesicht der Eltern und Großeltern. Ihre Texten polarisieren zwar nicht auf der politischen, dafür aber auf der popkulturell-satirischen Ebene – nein, satirisch ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen … komödiantisch ist wohl das bessere Wort. Ich gebe ja zu, früher habe ich WBTBWB gefeiert. Doch seitdem sie so circa um 2015 herum von der Bildfläche verschwunden sind, hat sich viel in meinem Leben getan und bestimmt auch in den Leben ihrer restlichen Fans. Aus den 16jährigen Dauerpartygängern wurden junge Erwachsene. Songs wie Klicks! Likes! Fame! Geil! (eine lyrische Homage an die YouTube-Szene), die man als Jugendlicher vielleicht noch irgendwie cool gefunden hat, sind jetzt nicht mehr als … wie drückt es die heutige Jugend doch so schön aus … cringe.

Können WBTBWB mit ihrem neuen Album mit dem einfallsreichen Titel „Das Album“ mit der (Weiter)Entwicklung ihrer Fans mithalten oder bleiben sie in der obskuren Nische zwischen Comedy-Metal und Deathcore stecken?

Schon das stark mit Synthesizer-Klängen besetzte Intro und dessen Anhängsel Dreh Auf! legen fest, was von „Das Album“ zu erwarten ist: Elektronisch-überdrehter Partycore mit Breakdowns, „Breeeees“ und bescheuerten Texten. Sänger Tobias Schultka growlt, screamt (auf anderen Songs sogar singt oder rappt) sich zum Thema „laute Musik“ die Seele aus dem Leib, während die Gitarren die nötige Menge an Chunk und die Synths einen Sprinkler moderner Popmusik wie Leads oder Build-ups liefern. Klingt für den ersten Track doch sehr überzeugend, oder? Naja, wäre nur blöd, wenn nach diesem Schema alle Lieder des neuen Machwerkes der Berliner geschrieben sind ….

Es gibt zugegebenermaßen noch einige Überraschungen auf „Das Album“. Die Hardstyle-Einlage auf Läuft, die Rap-lastigen ersten Minuten von Sprich Sie Einfach An oder das fast schon epische Angriff Der Dönerteller zum Beispiel. Jedoch reicht das bei Weitem nicht, um „Das Album“ im seichten Sumpf der Sinnlosigkeit über Wasser zu halten. Die Texte sind gelinde gesagt Bullshit und das mag gut finden wer will. Mancher Autor würde hier jetzt die Frage stellen, ob nicht doch ein tieferer Sinn in Lyrics wie „Läuft bei, läuft bei, läuft bei mir“ oder „Piks mich, kleine Biene, bevor du wieder fliegst“ existiert. Und ja, wer tief genug gräbt und die richtigen Fragen stellt, wird hier sicher den Sinn des Lebens oder den Schlüssel zum Weltfrieden finden. Jedoch ist das in meinen Augen genauso wahr wie die Beweise für Folterkammern für kleine Kinder unter dem Central Park. Ich glaube viel mehr, dass die Künstler einfach Bock hatten, zu schreiben, was sie wollten. Existiert der Song Angriff Der Dönerteller nur, weil deren Silhouetten leicht an ein UFO erinnern?! Wer weiß!

Wo wir schon beim Thema Angriff Der Dönerteller sind: dieser Track gemeinsam mit der Vorab-Single 20km/h sind meine Favoriten des Albums. Die Texte beider Songs sind clever genug, um den Hörer wenigstens leichte mentale Aktivität bei sich spüren zu lassen (im Gegensatz zu Songs wie N!CE oder Läuft). Außerdem haben sie musikalische Alleinstellungsmerkmale: 20km/h wird zu 50 % gesungen und Angriff Der Dönerteller (allein, dass ich so eine absurde Aneinanderreihung von Wörtern mehr als ein Mal in einem Text schreibe, verblüfft mich immer noch) klingt heroisch und besitzt symphonische Elemente.

Leider ist ansonsten nicht viel dabei, was mich wirklich vom Hocker haut – nicht mal für WBTBWB-Standards. Ich schließe mit einem Zitat aus Zugezogen Maskulins Steffi Graf: „War ja lustig, lustig, hahaha, ich hab gelacht. Doch ein Witz wird auch nicht besser umso öfter man ihn macht.“

Fazit: WBTBWB haben sich keinen Dolt verändert und manchen mag das gefallen. „Witzige“ Lyrics, Deathcore-Riffs und Elektro-Eskapaden sind noch immer die Waffen der Wahl für die Berliner. Wer auf Mitgröl-Musik zum Saufen steht, ist hier richtig und dem Rest der Menschheit wird „Das Album“ entweder zu langweilig, kindisch oder einseitig sein.

Von mir gibt es dafür 4,5 von 10 möglichen Bängs.

„Das Album“ erscheint am 24. September 2021 via AFM Records und ist als LP, CD oder digitaler Download erhältlich.

Die Band:

Tobias Schultka – Gesang, Synths

Marcel Neumann – Gitarre, Bass

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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