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Turn The Course – Grey Skies – Abwechslungsreich und hart – EP Review

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Genre: Metalcore

Land: Deutschland

Gerade erst kamen die Jungs von Turn The Course mit ihrer ersten Single zur neuen EP um die Ecke und schon steht „Grey Skies“ in den Startlöchern. Ich habe es nach der Single mit David Beule schon freudig erwartet und mit einem reinen Genickbrecher gerechnet, wurde aber doch noch einmal überrascht.

A Long Lost Silence eröffnet das zweite Werk der Newcomer sehr atmosphärisch. Bedachtes, ruhiges Gitarrenspiel wird erst von dem Einsatz der Screams und verzerrter Gitarren gebrochen. Was folgt ist Metalcore in Reinkultur, der an Architects erinnert. Man wechselt hier von tiefen Growls zu Shouts und zeigt so auch bereits feine Abwechslung in den Vocals. Überraschend ist der Einbruch des Sounds in der Mitte des Songs. Hier bricht wieder das Intro heraus, begleitet von wunderbar düsteren Cleanvocals. Unerwartet aber äußerst stimmig und gibt der Nummer noch einmal das gewisse Etwas.

Bitterböse mit einem ordentlichen Wink Richtung Deathcore geht es mit Abondend weiter. Ein Blegh jagt den nächsten, ebenso wie wir auch den einen oder anderen Breakdown spendiert bekommen. Solide Corekost, die aber auch sehr vom etwas ruhigen instrumental Part am Ende lebt.

The Sickness kennt man nun schon einige Zeit lang und sollte auch kein unbekannter Song mehr sein. Was bleibt nun noch dazu zu sagen? Für mich die technischste Nummer auf der EP. Ungestüm und wild und eine perfekte Überleitung zu der größten Überraschung der EP: Hope  ist ein überwiegend instrumental gehaltenes kurzes Stück, das einen etwas runterbringt, nachdem die drei Tracks zuvor keine wirkliche Ruhephase boten. Ansich wirklich stimmig. Für meine Geschmack hätte man aber auch dieses Mal zur Gänze auf Vocals verzichten können. Das hätte die Dramaturgie noch mehr intensiviert.

Als Rauswerfer fungiert Lost In The Deep. Der vermutlich vielschichtigste Track und meiner Meinung nach die Quintessenz von allem, was Turn The Course ausmacht. Wir haben fette Riffs, hartes Drumming, Growls, Shouts, Cleans und ruhige Instrumentalparts. Wer Turn The Course noch nicht kennt braucht sich nur Lost In The Deep anhören um ein Bild von der Band zu bekommen.

Fazit:

Metalcore ist einfach nicht tot zu kriegen und man braucht auch nicht über den großen Teich blicken, um starken Core geboten zu bekommen.

Ich werde sicherlich noch einige Stunden Spaß an „Grey Skies“ haben und vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Grey Skies“ erscheint am 28. August und wird als CD, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Line-Up:

Dieter Simon – Bass
Noah Ries – Drums
Joshua Simon – Guitar
Dominik Kimmel – Guitar
Felix Scheider – Vocals


Tracklist:

1. A Long Lost Silence
2. Abandoned
3. The Sickness ft. David ‚Dave‘ Beule
4. Hope
5. Lost In The Deep

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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