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The Night Of The Beast – eine Filmkritik

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Genre: Drama

Land: Kolumbien/Mexiko

„THE NIGHT OF THE BEAST ist eine nostalgische Geschichte über eine
ungewöhnliche Freundschaft, die sich vor der Kulisse der rauen Schönheit der kolumbianischen Hauptstadt abspielt. Unterlegt mit einem Soundtrack von Iron Maiden und kolumbianischen Rockbands zeigt der Film als Mix aus Fiktion und Realität zwei authentische junge Metalheads jenseits aller Stereotype, die unterschiedlicher nicht sein könnten.“ – Pressetext

Da können wir uns doch alle reinversetzen: zwei Jugendliche, die sich auf das Ereignis ihres Lebens freuen, Iron Maiden kommen in die Stadt, um ein Konzert zu geben. Dummerweise werden ihnen die Karten gestohlen auf dem Weg dorthin. So viel zur Story.

Die Beiden Hauptfiguren, der dickliche, sensible Vargas und der schlacksige, kuttentragende, mit Messer herumfuchtelnde Halbstarke Chuki, der regelmäßig die Schule schwänzt, sind schon sehr stereotype. Dazu noch die religiöse Mutter bei dem einen und der alkoholkranke Vater bei dem anderen, beide Alleinerziehend, mehr Klischee geht fast schon nicht mehr.

Genau deshalb kann man sich wohl aber auch in die Protagonisten reinversetzen. Und was auch hilft ist die konzertlose Situation, der vermaledeiten Pandemie geschuldet, die uns geradezu danach dürstet, schwitzend und freudig in der Menge die Lieblingslieder „seiner“ Band abzufeiern. Unverständlich ist mir dagegen die Tatsache wie gelangweilt die Beiden sich durch den Tag bewegen, statt ekstatischer Vorfreude und einem Dauergrinsen der kommenden Ereignisse entgegenfiebernd, Trauerminen.  

Die sind aber dann auch angebracht in dem Moment wo ihnen die Karten gestohlen werden. Ob sie es vorher schon gewusst haben? Das führt dann auch zum Streit, zur kurzweiligen Trennung der Freunde, die sich im Laufe der Ereignisse wieder, Überraschung, versöhnen. Mehr möchte ich aber auch noch nicht verraten für die, die den Film noch nicht gesehen haben, aber noch wollen.

Was für Stimmung sorgt, sind die Realszenen, aus einem vorhergegangen Maidenkonzert, die hineingeschnitten wurden und tatsächliche Fans und deren Reaktion auf die Band zeigt. Das lässt einen schon hineinversetzen, was es für die Metalheads in einem Land wie Kolumbien heißt, wenn jemand wie Iron Maiden sich die Ehre gibt dort zu spielen.

Fazit: die Mischung aus Realität und Fiktion finde ich in The Night Of The Beast schon gelungen. Die Hauptfiguren dagegen etwas oberflächlich und, wie oben schon beschrieben, etwas zu klischeebeladen, da hätte man bestimmt mehr daraus machen können. Die Story finde ich gelungen, und auch wie die Geschichte ausgeht, gefällt. An und für sich ein kurzweiliger Film von 70 Minuten, der weniger langweilt als die Protagonisten dreinschauen. Dafür gibt es 8 von 10 Bängs!

acht von zehn

The Night Of The Beast ist am 23.07 über Alamode Filmverleih erschienen

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Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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