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Sepultura – Sepulquarta – ein Album Review

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Genre: Thrash Metal

Während andere Bands sich die letzten Monate mit Onlinekonzerten die Zeit vertrieben haben oder neues Material für ein Album geschrieben haben, sind Sepultura einen anderen Weg gegangen.

Die Brasilianer haben ja auch noch, kurz vor der Pandemie, Quadra auf den Markt geworfen. Die Tour dafür mussten sie allerdings wegen dieser absagen. Allerdings haben sie die Zeit gut genutzt und haben sich via Internetz mit anderen Musikern „getroffen“, ne Runde über Musik, Gott und die Welt geschwafelt, mit dem ein oder anderen einen ihrer Songs neu eingespielt und interpretiert und dann unter dem Namen Sepulquarta in Netz hochgeladen. Eine coole Idee und auch geil umgesetzt.

Und da es echt schade wäre, diese dort versauern zu lassen, wird das Ganze auf einen Tonträger gepresst und veröffentlicht. Zu den Gästen braucht man auch nicht viel sagen, befinden sich doch Namen wie Matt Heafy (Trivium und selber so ein Youtuber), Danko Jones, Scott Ian (Anthrax) oder Devin Townsand darunter. Auch die Songauswahl lässt nichts zu wünschen übrig: von Sepulnation, über Territory (einer meiner Favoriten von Sepultura) bis zu Orgasmatron (feat. Phil Campbell von Motörhead, von denen ja auch die Originalversion stammt) ist alles dabei was das Fanherz höherschlagen lässt!

Am auffälligsten sind, überraschenderweise, die Tracks bei denen der Gesang anders ist. So haben wir z.B. Danko Jones, im Duett mit Derrick Green, noch nie so hart singen hören wie auf Sepulnation, was ihm schon auch gut steht.

Sehr gut kommt die Version von Inner Sleeve mit Phil Rind von Sacred Reich, dessen Stimme sehr gut zu Sepultura passt. Beide haben ja in etwa den gleichen Sound.

Bei Hatred Aside haben wir gleich mehrere Damen zu Gast und zwar Fernanda Lira (Crypta), Angelica Burns (Hateful Murder) und Mayara Puertas (Torture Squad), die hier um die Wette keifen und kreischen.

Auch Fear, Pain, Chaos, Suffering hat eine weibliche Stimme spendiert bekommen und zwar die der Brasilianerin Emmily Barreto. Der etwas doomig angehauchte Song ist der Schwächste auf dem Album. Die Dame durfte ja auch schon auf der Studioversion von 2020 ran, die gefällt aber besser.

Und natürlich darf auch Matt Heafy nicht fehlen, der ja auch gefüllt überall auftaucht. Hier zu hören auf Slave No World. Auch hier sind wir ziemlich nah am Original.

Einen deutlichen Unterschied gibt es dagegen bei Kaiowas (von Chaos A.D), dem einzigen Instrumentalstück, mit Rafael Bittencourt (Angra) an der Akustikgitarre, das hier fast schon einen klassischen Anstrich bekommt.

Ratamahatta, eh schon ein Groovemonster, artet hier direkt mit zwei zusätzlichen Schlagwerkern Charles Gavin und João Barone (Landsleuten von Sepulturain ein Drumfeuerwerk aus.

Auch mit an Bord ist bei Territory der von Megadeth geschasste David Ellefson,bei dem das spektakulärste der Basser und sein Privatleben sind. Ansonsten ist der Track doch sehr an der Originalversion dran.

Fazit: Ein gelungenes Experiment, das man sich getrost ins CD Regal stellen kann, 8,5 von 10 Bängs.

Sepulquarta wird am 13.08 über Nuclear Blast vertrieben

Line up:

Derrick Leon Green – Vocals

Andreas Kisser – Gitarre

Paulo Xisto Pinto Jr. – Bass

Eloy Casagrande – Drums

Tracklist:

Territory (feat. David Ellefson)

Cut Throat (feat. Scott Ian)

Sepulnation (feat. Danko Jones)

Inner Self (feat. Phil Rind)

Hatred Aside (feat. F. Lira, A. Burns, M. Puertas)

Mask (feat. Devin Townsend)

Fear, Pain, Chaos, Suffering (feat. Emmily Barreto)

Vandals Nest (feat. Alex Skolnick)

Slave New World (feat. Matthew K. Heafy)

Ratamahatta (feat. Joao Barone & Charles Gavin)

Apes of God (feat. Rob Cavestany)

Phantom Self (feat. Mark Holcomb)

Slaves of Pain (feat. Fred Leclercq & Marcello Pompeu)

Kaiowas (feat. Rafael Bittencourt)

Orgasmatron (feat. Phil Campbell)

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Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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