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Phoxjaw – Royal Swan – Glorreicher Erstling – Album Review

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Die letzten zwei Wochen war ich in meiner Arbeit fürs Magazin etwas nachlässig, was aber auch einen Grund hatte. Es kam zu einem einschneidenden Erlebnis in meinem Leben, zumindest virtuell. Ich kämpfte mich durch das Konsolenepos The Last Of Us Part 2. Nun, nach Beenden suchte ich etwas, dass die Leere in mir wieder füllen könnte. Eine Aufgabe, die den Briten von Phoxjaw zuteil wurde, äußerst treffend wie sich noch herausstellen sollte.

Nach meinem Abenteuer in Seattle, in dem ein Song der Grunger Pearl Jam eine wichtige Rolle inne hatte, passt es wie die Faust aufs Auge,  dass sich die Band, über die ich heute erzähle, auch unter anderem dem Grunge verschrieben hat. Gut, wer mich kennt weiß, dass ich nicht der größte Genre Experte bin. Auch mit Grunge habe ich mit Ausnahme von „Superunkown“ von Soundgarden und den neuen Alben von Alice In Chains ab „Black Gives Way To Blue“ sonderlich wenig zu tun, soll aber nicht verhindern, dass ich mir „Royal Swan“ zu Gemüte führe.

Nach dem kurzen atmosphärischen Intro Charging Pale Horses starten wir mit dem langsam, groovig beginnenden Trophies in the Attic. Während der Groove erhalten bleibt, wird das Tempo und die Härte schnell angezogen und geht meiner Meinung nach etwas in den Post-Hardcore Bereich. Ein paar vereinzelte Screams durchbrechen das zunehmend disharmonischere Konstrukt und leiten wunderbar in den nächsten Track Triple AAA über. Über den braucht man nicht so viel sagen: ein Punk Nummer mit wieder sehr eingängigen Vocals.

Richtig spannend wird es mit You Don´t Drink a Unicorn´s Blood. Der Titel klingt nach 2000er Emocore, ist aber genau das Gegenteil. Euch gefallen die düsteren Momente von Alice In Chains ganz besonders? Dann ist das euer Ding. Extrem schwermütig und bedrückend kommt diese Nummer mit einer sehr dichten Atmosphäre und einer Menge Abwechslung daher, gerade zum Ende hin kommt es zu einigen wirklich starken Tempowechsel.

Auch die restlichen Songs können durch ihren hohen Grad an Eigenständigkeit und große musikalische Abwechslung durchwegs überzeugen. Gerade der Titeltrack Royal Swan am Ende knallt einem noch einmal alle Seiten der Band um die Ohren. Man hat laute, leise, chaotische und besinnliche Momente, weshalb ich euch auch diesen Titel zum Probe hören ans Herz legen würde. Vor allem, wenn dann am Ende eine perfekte Brücke zum Intro gemacht wird, bin ich einfach wieder hin und weg.

Fazit:

„Royal Swan“ konnte die Leere in mir füllen, mich nebenbei auch ohne Probleme mitreißen und fesselte mich überraschend schnell. Ob sie hier Grunge neu erfinden, keine Ahnung, dafür bin ich auch zu wenig in diesem Genre unterwegs aber es ist ein mehr als überzeugendes Debüt Album, mit dem sie sicher viele Leute auf sich aufmerksam machen können.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Royal Swan“ erschien am 3. Juli via Hassle Records und ist als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich.


Line-Up:

Danny Garland – Vocals/Bass
Josh Gallop – Guitar/Keys
Kieran Gallop – Drums
Alexander Share – Guitar/Vocals


Tracklist:

1. Charging Pale Horses

2. Throphies in the Attic

3. Triple AAA

4. You Don´t Drink a Unicorn´s Blood

5. Half House

6. Infinite Badness

7. Teething

8. An Owl Is A Cat With Wings

9. Bats For Bleeding

10. The Monk

11. Royal Swan

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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