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Interview

Mit Leidenschaft durch andere Fischgewässer – Interview mit Aello von Harpyie

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Wir durften Aello, dem Sänger der Mittelalterrocker von Harpyie, ein paar Fragen zu ihrem kommenden Album Blutbann stellen. Per Telefon hat er uns diese gutgelaunt und ausführlich beantwortet.

Christian (RM): Ihr wart ja im letzten Jahr ganz schön fleißig im Studio, erst Minnewar und jetzt Blutbann, ist das so eine Art kreativer Höhenflug?

Aello (Harpyie): Wir hatten ja auch viel Zeit gehabt, muss man ja sagen, durch die Corona Zeit, die uns die Möglichkeit genommen hat Touren spielen zu können. Aber es stimmt schon, wir haben momentan so ein Kreativhoch und sind tatsächlich auch schon am nächsten Album dran, da sind wir jetzt gerade gut im Futter. Uns gehen die Ideen so schnell nicht aus.

Christian (RM): Auf eurem regulären letzten Album Aurora herrschte ja schon eine gewisse „Melancholische Sehnsucht“ zu der sich auf dem kommenden Release Blutbann noch eine gehörige Portion „Blutdurst“ gesellt. War das eine natürliche Entwicklung oder gewollt?

Aello: Das war so gewollt, wir wollten auch mal andere Seiten von uns zeigen. Ich sag mal, Aurora war eine natürliche Entwicklung, weil uns der Sinn danach stand. Bei Blutbann war es jetzt so, dass wir wieder etwas härter sein wollten. Dazu ein paar Livetaugliche Songs schreiben und ein bisschen mehr Düsterheit reinbringen wollten, und vor allem auch Themen, die wir gerne mögen, das morbide und die Gruselgeschichten. Dementsprechend war uns auch im Vorfeld klar was wir wollen und so war es in dem Sinne auch keine Entwicklung, sondern schon so geplant.

Christian (RM): Musikalisch ist es ja auch ein wenig härter als der Vorgänger.

Aello: Genau, es ist deutlich härter und auch wieder mehr das, was wir sonst auch eher gemacht haben. Aurora ist auch die sanfteste Platte von allen.

Christian (RM): Sehr gelungen finde ich die Konspiration mit ASP bei Nachtfalter, wie ist es denn dazu gekommen?

Aello: Ganz unspektakulär muss man sagen, wir haben uns wegen Minnewar mit Asp in Verbindung gesetzt, weil wir ja einen Song von Ihm gecovert haben und wollten fragen, ob das in Ordnung ist. Da hat man sich gleich sehr gut verstanden, so das er gesagt hat „Mensch, wenn ihr mal was zusammen macht, sagt doch Bescheid“. Da hatten wir dann gemeint, „Wir schreiben ja eh parallel an einem eigenen Studioalbum und hast Du nicht Lust gleich was darauf mit uns zu machen?“. „Ich kenn Euren Kram, ich find das gut“, war seine Antwort. „Ich hab Lust was mit Euch zu machen, aber nur unter einer Prämisse, wenn ihr auf meinem Album aber auch ein Lied macht.“
Was wir auch gemacht haben. (Abertausend Fragen auf Endlich! (Limited Deluxe Box)). Man hat sich vorher noch nicht persönlich gekannt, waren uns aber auch gleich sympathisch.

Christian (RM): Kleiner Kritikpunkt von mir. Findet ihr die Textzeile, „die Leidenschaft die Leiden schafft“, nicht etwas abgedroschen, etwas zu kitschig?

Aello: Ääähhhhhhhhhhhh, ja, es ist kitschig, auf jeden Fall. Aber es passt halt auch gut zu dieser romantisierten Vampirfigur, zu Dracula. Und vor allem trifft es die Grundaussage auf den Kern, der Leidenschaft. Aber im Prinzip ist es ganz witzig, ich bin noch gar nicht so darauf angesprochen worden. Welches Alter hast du?

Christian (RM): Um die vierzig!

Aello: Siehst Du, das ist jetzt ein Zitat, das wir kennen. Ich bin auch vierzig, aber was vielen junge Leute gar nicht mehr bekannt ist. Es trifft das Ganze halt schon auf den Punkt und manchmal nutzt man halt so Sachen für sich, für die Musik.

Christian (RM): Habt ihr eine Erwartungshaltung für das kommende Album, betreffend Fanreaktionen bzw. Kritiken?

Aello: Also ich hoffe einfach mal, dass es den Leuten gefällt, dass der härtere Grad wieder gut ankommt und das ist das, was ich erwarten kann. So von den Fans wünsche ich mir natürlich, dass das Album gut gekauft wird und häufig gehört wird. Wir haben es sehr bunt gehalten und ich weiß jetzt nicht, ob man von dem Album sagen kann, aber ich glaube nicht, da klingt ein Song wie der nächste. Und ich hoffe, dass die Leute sich einfach unterhalten fühlen. Ich glaube, es ist gerade eine gute Zeit, um sich Zerstreuung und Unterhaltung zu suchen.

Christian (RM): Was erwartet uns auf der DVD, die in der Fanbox enthalten ist?

Aello: Auf der DVD gibt es ein Making Of mit Originalszenen, ein langes Interview mit uns, ein Track-by-Track-Interview, wo wir nochmal über die Lieder sprechen. Dann gibt es noch ein Video mit Dr. Mark Benecke, das ist dieser Anthropologe, den man aus dem Fernsehen kennt, der erzählt ein bisschen was zu dem Thema Vampirismus, zusammen mit seiner Frau, die auch in dieser Richtung forscht. Und dazu hat man noch die ganzen Musikvideos, die alle rausgekommen sind.

Christian (RM): Wie ist das bei euch eigentlich mit dem Songwriting? Demokratie oder Diktatur? Wer hat das letzte Wort?

Aello: (lacht) Jedes Mal anders, bei jedem Lied. Wir haben keine tatsächliche Linie da drin, sondern je nach dem wer das Lied gerade geschrieben hat von uns, die Hauptidee dazu angebracht hat, hat den Hut auf und somit auch das letzte Wort. Aber es ist tatsächlich ein Prozess, da entsteht auch kein Song nach immer gleichem Schema, manchmal ist der Text zuerst da, manchmal die Musik, manchmal die Gesangslinie und manchmal sogar das Schlagzeug und dann wird dazu geschrieben, dazu erfunden und wieder abgeändert und am Ende weiß oft kein Mensch mehr wieviel Anteil wer an der Arbeit am Song hat. Ne, ist auf jeden Fall eine Teamarbeit.

Christian (RM): Ich spreche das Thema nur noch ungern an, aber wie sehr hat euch dieses Corona als Band betroffen?

Aello: Sehr, wir mussten uns als Band Gedanken machen, wie wir alles anders machen können, damit wir noch dableiben und präsent sind und nicht von der Bildfläche verschwinden, wie viele unserer Kollegen. Wir haben dann gesagt, gut, dann bringen wir zwei Alben raus, dann sind wir noch am twitchen und streamen und treffen dort auf unsere Fans und haben andere Dinge getan, um selbst nicht die Lust zu verlieren an dem Ganzen, will sagen: wir haben das Boot in andere Fischgewässer gesteuert. Ist ja auch ein Wirtschaftsunternehmen und wir mussten auch ein wenig Geld verdienen und haben uns da andere Dinge gesucht und das hat sehr gut funktioniert. Wir würden uns, jetzt mit dem Corona, nicht als Verlierer bezeichnen, außer halt in der Art und Weise wie wir alle Verlierer sind mit der Pandemie. Aber wir haben es tatsächlich geschafft Harpyie präsent zu halten, aber es wahr anstrengend.

Christian (RM): Könnt ihr dann eigentlich von der Band leben oder habt ihr noch einen „normalen“ Job?

Aello: Wir haben alle noch einen normalen Job außerhalb der Band und sind ganz froh mit dem Corona nicht von dieser Leben zu müssen, das war echt wichtig.

Christian (RM): Gibt es eine Band, mit der ihr unbedingt mal auf Tour gehen wollt bzw. einen Ort, wo ihr unbedingt mal spielen wollt?

Aello: Was ich schon mal gehört habe, was ich so von Bandkollegen gehört habe und es geht mir auch, wir würden gerne mal auf dem Hellfest spielen, in Frankreich. Hmmmm, aber mit wem würden wir gern mal auf Tour gehen? Rammstein, das wäre schon mal spektakulär. Man ist ja selber auch noch ein wenig Fan.

Christian (RM): Welche Frage sollte man Dir in zehn Jahren stellen?

Aello: Hat sich das gelohnt? Hattest Du Spaß? Das ist die Frage die man mir stellen sollte?

Christian: Das war es dann auch schon fast und ich bedanke mich für das Interview. Hast Du dann noch ein Schlusswort an Eure Fans?

Aello: Ja, ich bedanke mich auf alle Fälle bei unseren Fans, dass die uns so getragen haben, durch die schwere Zeit jetzt auch, dass wir uns auch auf sie verlassen können. Und ich hoffe natürlich, dass Blutbann ihnen so gut gefällt, wie wir uns das auch für die Fans wünschen.

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Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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