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Lonely Spring – Change the Waters Vol. 1: The Art of Being Miserable – EP Review

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Genre: Alternative Rock, Emo, Pop-Punk, Nu-Metal

Land: Deutschland

In der heutigen Zeit, in der es wichtig ist als Musiker (gerade wenn man noch keine weltweite Bekanntheit erlangt hat)  in regelmäßigen Abständen präsent zu sein, kann man es sich kaum noch leisten nicht ständig Singles zu droppen. Bereits Woodship haben im letzten Jahr gezeigt wie der Weg zu einem Release nun auszusehen hat: Single um Single, bis das Album oder die EP komplett am Markt ist. Die Jungs von Lonely Spring machen das auch nicht anders. So erscheint heute nicht nur die neue Single Baby, sondern auch die erste EP, aus der sich das Debüt-Album zusammensetzen wird.

Zwei der vier Songs kennen wir schon einige Zeit lang, weshalb ich über den Opener Satellite und den dritten Track Runaway nicht mehr viel zu sagen haben. Meine Meinung zu beiden könnt ihr hier und hier nachlesen.

Lonely Spring haben meiner Meinung nach bisher nur starke Songs abgeliefert, stellt sich also die Frage ob die Jungs fehlerfrei sind. Baby beweist, dass die Vier nicht unfehlbar sind, denn dies ist defacto der erste Track der mich nicht gleich umhauen kann, oder besser gesagt es bisher auch noch nicht wirklich geschafft hat. Das Intro erinnert mit seinem Beat stark an Treat You Better von Shawn Mendes, bevor die Riffs und das Drumming dann ordentlich Tempo vorlegen. Trotzdem bleibt Baby sehr experimentell und versucht scheinbar die Grätsche zwischen Radio-tauglich und zu wild für den Mainstream zu schaffen. Ein Unterfangen, das nur bedingt gelingt. Insgesamt ist der Track doch sehr zahm. Darüber können auch die fetten Riffs nicht hinwegtäuschen. Für Baby haben sich die Jungs zudem einen weiblichen Gast ins Boot geholt. Emmy Mack (RedHook) ist eigentlich die größte Überraschung am Song und passt stimmlich gut in das Konzept. Gerade wenn Jules und Emmy in kurzen Momenten die Vocals zusammenlegen, klingt das extrem spannend. Dennoch das erste Mal (für den Moment) nur eher mittelmäßige Kost der Truppe.

Nach der kleinen Enttäuschung folgt das bekannte Runaway, bevor wir mit Oh K bereits das Ende von „Vol. 1“ erreicht haben. Als ich den Titel das erste Mal gelesen hatte, musste ich direkt an Oh No von Bring Me The Horizon denken und auch wenn mir Oh No sehr gut gefällt, so bin ich doch froh das nur der Name etwas daran angelehnt scheint. Musikalisch versprüht Oh K extrem den Vibe von For The Sake Of Your Heart von der „Lovers & Strangers“-EP. Nach dem Experiment Baby bleiben sich die Jungs hier stilistisch wieder mehr treu ohne zu langweilen.

Ganz unbekannt ist der Song auch gar nicht, da sie ihn beim letzten Streaming-Konzert live performt haben. Dort noch in akustischem Gewand klingt Oh K gleich noch intensiver, wenn mehr Druck dahinter steckt. Gerade das dynamische Drumming von Madsn haut den Song enorm nach vorne und auch das spaceige, verträumte Riff gegen Ende passt einfach sowas von mega gut rein. So ist Oh K nicht nur ein würdiger Abschluss der EP, sondern hätte auch perfekt ans Ende des Albums gepasst.

Fazit:

Was soll ich sagen, ich bin einfach ein riesen Fan der Band und blicke dem Release des Albums schon sehnsüchtig entgegen. Als vor einigen Tagen dann endlich die Veröffentlichung des ersten Drittels bekannt gegeben wurde war die Freude enorm. Auch wenn Baby vermutlich der schwächste Song des Quartetts ist, so bleibt die Spannung auf das was noch kommt ungebrochen.

Da die Jungs bereits angekündigt haben, dass es mehrere EPs geben wird, die dann das Album darstellen, werde ich die Bängs erst vergeben, wenn wir alle Tracks hören konnten.

„Change the Waters Vol. 1: The Art of Being Miserable“ erscheint heute digital via Ivorytower Records.


Line-Up:

Jules Fuchs – Vocals/Guitar

Simon Fuchs – Bass/Vocals

Manu Schrottenbaum – Guitar

Madsn Angerer – Drums


Tracklist:

1. Satellite

2. Baby feat. Emmy Mack (RedHook)

3. Runaway

4. Oh K


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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