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Lindemann „F & M“ – Album Review

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Till Lindemann und Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) haben zum zweiten Schlag ausgeholt – und einen Volltreffer gelandet!!
Nach dem erfolgreichen Debutalbum Skills in Pills in 2015 setzt das deutsch-schwedische Duo beim neuen Album F & M jetzt auf deutsche Texte. Und die haben es in sich, so wie wir es von Rammstein bereits gewohnt sind. Auf den 11 Tracks über  Rausch, Verfressenheit, Blut, Liebe und Libido haben Lindemann  und  Tägtgren ihre zusammen gerechnet 50 jährige Musikerfahrung eingebracht. Herausgekommen ist ein höchst abwechslungsreiches Werk, das wahrscheinlich vor allem die Rammstein-Fans ansprechen dürfte. Die Musik stammt von Peter Tägtgren, der als internationale  Institution in der Metal-Szene gilt. Er hat für F & M bis auf die Orchesterparts und die Tangogitarren alle Instrumente selbst eingespielt. Till Lindemann hat die Texte beigesteuert „noch freier, schizophrener, erhabener, böser und schöner als zuvor“.

Gleich der als Single ausgekoppelte Opener Steh auf zieht mich in seinen Bann. Der Song entwickelt durch den stampfenden Rhythmus und den rockigen Refrain eine unglaubliche Energie, die sanfteren Synth-Streicher geben ihm im Kontrast dazu eine unerwartete Leichtigkeit. Der Text ist sehr emotional, erzählt von einer drogenkranken Mutter und ihrem Kind. Lindemanns unverkennbar samtigen Bass verleiht der Story eine tiefe Intensität.

„Wir könnten so viel machen, wir wollen nichts versäumen, wollen nichts verpassen!
Doch du bleibst einfach liegen, auf dem Bett – dem nassen. Steh Auf!“

Ich weiss es nicht, Allesfresser  und der  Fetischsong Gummi  werden die Freunde von headbangigen Hooklines, metallischen Gitarren und Industrial Metal erfreuen. 

Die morbide Ballade Blut im Midtempo wird durch einen Chor unterstützt. Knebel ist eine folkige, lustige Akustikgitarren-Nummer ohne erkennbaren Tiefgang, dafür mit überraschendem Zwischenteil…

 Frau & Mann ist der heimliche Titeltrack mit Anleihen aus dem Alternativrock. 

„Gegensätze ziehen sich an – uns aus“. 

Mit  „Ach so gern“  gibt es auch einen waschechten Tango auf dem Album, bevor Lindemann leidenschaftlich die reich orchestrierte Pianoballade   Schlaf ein vorträgt.

Der keyboardgetragene Industrialohrwurm Platz 1 ist ein Seitenhieb auf die Musikindustrie, aber vielleicht will Lindemann damit auch nur die angestrebte Chartplatzierung anzeigen.

Zum Abschluss der einfachen Album-Version gibt es noch eine orchestrale Schönheit, die elegante Klavier und Streicher-Ballade Wer weiß das schon..

Das Album bietet auch nach mehreren Durchläufen noch Überraschungen.

Von mir gibt es das zweite Mal in diesem Jahr 10 von 10 Bängs!

Artist: Lindemann
Album: F&M
Genre: Metal/ Electro Rock
Label: Vertigo Berlin / Universal Music
Spieldauer: 50:21
VÖ: 22.11.2019
Erhältlich als Stream, MP3, Audio CD und Vinyl. CD und Vinyl gibt auch in der Deluxe Version und enthalten die Bonustracks  Mathematik und  Ach so gern (Pain version).
Live Nation Presents
Lindemann Tour 2020
Di. 04.02.2020 Hannover Swiss Life Hall*
Do. 06.02.2020 Köln Palladium*
Sa. 08.02.2020 Wien Gasometer
Mo. 10.02.2020 Prag O2 Universum
Mi. 12.02.2020 Offenbach Stadthalle*
Fr. 14.02.2020 Leipzig Haus Auensee*
Mo. 17.02.2020 München Zenith*
Mi. 19.02.2020 Zürich Halle 622**
Fr 21.02.2020 Paris La Cigale
So. 23.02.2020 London o2 Kentish Town Forum
Do. 27.02.2020 Stockholm Münchenbryggeriet
Sa. 29.02.2020 Helsinki Black Box – Jäähalli
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Karina

Karina

Karina ist für uns an Rhein und Ruhr unterwegs. Sie hört neben Metal auch Irish Folk Punk, Deutsch- und Mittelalterrock. Für gute Musik ist ihr kein Weg zu weit.

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