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Marillion – With Friends From The Orchestra – Ein Album Review

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Nachdem uns in diesem Monat schon Foreigner mit einem klasse Live Output beliefern (unbedingt das Review von meinem Kollegen Alex lesen), lassen sich Marillion nicht lumpen und legen mit With Friends From The Orchestra am 29.11.2019 nach.

Jetzt stand ich aber mehr oder weniger vor zwei Problemchen. Das Erste: Schon wieder ein Album mit Orchester Gedöns.

Ich stehe ja der ganzen Orchester Sache etwas kritisch gegenüber und die letzten Veröffentlichungen namhafter Metalbands die mit Orchester rumgedödelt haben, konnten mich so gar nicht überzeugt.

Das Zweite: Alle neun Songs sind aus der sogenannten „Hogarth-Ära“. Für die jüngeren unter uns: Von 79 bis 88 sang ein Sänger namens Fish bei Marillion, mit dem absolute Kultalben entstanden sind (bekanntestes Misplaced Childhood).

Da ich anfangs davon ausgegangen war, dass die Band auf irgendeiner Bühne steht und ihre Songs zum Xten mal mit Orchester spielt, wurde ich schon von der Vorabsingle Estonia eines besseren belehrt. Estonia und alle anderen Songs auf dem Album wurden mit Orchester Unterstützung neu arrangiert und aufgenommen.

Produzent Michael Hunter schrieb die neuen Streicherarrangements. Mit dem In Praise Of Folly Streichquartett sowie dem Hornisten Sam Morris und Emma Halnan an der Flöte nahm man die Songs komplett neu auf.

Dadurch haben die Songs ein neues Soundgewand und bekommen mehr Tiefe und Eigendynamik. Besonders die Songs, The Hollow Man vom 1994iger Brave Album und The Sky Above The Rain vom 2012er Sounds That Can´t Be Made Album, kommen da richtig gut.

Und damit hatte sich dann auch schon das zweite Problemchen erledigt. Da mir eigentlich nur noch das 1989iger Album Seasons End bekannt war, habe ich eigentlich ein Album mit neuen Songs und starkem Sound vor mir. Das ist, was mir auch wieder von Anfang an aufgefallen ist, der kräftige und glasklare Sound des Albums. Hier kommt glaube ich jeder auf seine Kosten. Ob alter Fan oder jüngerer Hörer. Von leisen Klängen oder stimmungsvollen Arrangements bis zum amtlichen Rocker. Neun Songs, die teils bewegen oder mitreißen.

Mein Fazit: Marillion bringen zur richtigen Zeit ein klasse Album raus. Nicht nur, weil man es seinen Lieben bald unter die geschmückte Fichte legen könnte, nein weil es für mich ein Album ist, um mal  runter zu kommen. Gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit / Jahresendzeit mal Kopfhörer auf und die Welt ausschalten.

With Friends From The Orchestra begeistert mich. Es muss nicht immer laut sein und mit dem Kopf durch die Wand, obwohl das manchmal riesigen Spaß macht. Einfach mal die Seele baumeln lassen und genießen.

Deshalb gibt’s von mir 9 von 10 Bängs.

Anspieltipp: The Hollow Man, The Sky Above The Rain, Ocean Cloud.

Band:

Steve Hogarth

Steve Rothery

Mark Kelly

Ian Mosley

PeteTrewavas

1. Estonia
2. A Collection
3. Fantastic Place
4. Beyond You
5. This Strange Engine
6. The Hollow Man
7. The Sky Above The Rain
8. Seasons End
9. Ocean Cloud

Marillion With Friends From The Orchestra

Veröffentlichung: Freitag, 29. November 2019

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Christian

Christian

geb. 1977, Metalfan seit 1989, verheiratet, ein Sohn, Heavy, Death, Thrash und Hardcore. Der Fachmann, wenn es um Bands geht, die aus Ländern kommen, deren Namen die meisten nicht mal kennen.

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