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Track by Track Analyse

Kind Kaputt – Morgen ist auch noch kein Tag – Track by Track Analyse

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Mich hat das zweite Album von Kind Kaputt ähnlich gekickt wie das Debut, aber was steckt eigentlich hinter den Songs? Johannes hat uns „Morgen ist auch noch kein Tag“ feinst analysiert und gibt noch einmal jedem Song genug Raum für dessen eigene Geschichte.

Anfang und Ende

Von allen Songs auf dem Album war Anfang und Ende wahrscheinlich der, den wir am schnellsten fertig hatten. Außerdem ist es einer der wenigen Kind Kaputt Songs, bei dem es erst den Text gab und danach erst das Instrumental geschrieben wurde. Die Text Idee geisterte schon eine weile herum. Bei einer der vielen Songwriting Sessions zum Album ist dann innerhalb von wenigen Stunden der Song entstanden. Das ist für Kind Kaputt Verhältnisse quasi Lichtgeschwindigkeit.

Glücklich sein

Die Melodie und den Refrain-Text hat Conna geschrieben. Das ist insofern untypisch, als dass Conna bei uns bis dahin hauptsächlich für geile Gitarren-Riffs und clevere Arrangements verantwortlich war. Und natürlich fürs Mixen und Produzieren der Songs. Das hat er auch auf diesem Album wieder fantastisch gemacht!

Kenntnisstand

Einer der ersten Songs, die für das Album entstanden sind und einer der Songs, an denen wir am längsten gefeilt haben. Deshalb gab es von Kenntnisstand extrem viele Demo-Versionen auf unseren Festplatten. Als Running-Gag hat Conna bei jeder Demoversion ein paar„S“-Buchstaben im Titel hinzugefügt. Die finale Version, mit der wir ins Studio gegangen sind, hieß dann: Kentnisssssssstand.

Gegen dich

Lange Zeit gab es bei diesem Song nur das Riff und eine Strophe und eine ungefähre Vision davon, wie er mal klingen soll. Es fiel uns aber schwer, den richtigen Vibe für den Song zu finden. Weil er deutlich poppiger ist, als das meiste, was wir bisher so gemacht haben, waren wir uns auch am Anfang gar nicht so sicher, ob er wirklich aufs Album soll. Ich bin froh, dass wir uns dafür entschieden haben und ich liebe die Pop-Punk Vibes im Outro des Songs!

Vergessen

Dieser Song war ausschlaggebend dafür, dass wir auf der Platte mit Auto-Tune experimentiert haben. Conna hatte eine Melodie für den Refrain geschrieben und mir kam kurz darauf die Idee für die Strophen. Irgendwie hat uns das in der Demo an Cloud-Rap Flows erinnert und wir haben aus Spaß mal Auto-Tune drüber gelegt. Das ganze hat uns so gut gefallen, dass wir es so gelassen haben.

Stolpern

Vergessen war die Initialzündung dafür, den Auto-Tune Effekt auf dem Album ein zubauen. Stolpern war dann die logische Konsequenz. Der Song war ursprünglich überhaupt nicht für Kind Kaputt gedacht, sondern war ein Sound-Experiment von mir, das mehr oder weniger aus Langeweile entstand. Nach dem wir aber Vergessen geschrieben hatten, haben wir die elektronisch produzierte Demo von Stolpern wieder aus gegraben und versucht in dem Song den Band-Vibe von Kind Kaputt mit den elektronischen Samples aus der Demo zu verbinden. Während wir dann im Studio das Album aufgenommen haben, hat sich Mathias (Bloech) extrem in den Song generdet und die vielen Einzelteile und Samples zu dem verschmolzen, was man jetzt hören kann.

Gut gemeint

Gut gemeint ist ein Reminder an uns selbst. Ähnlich wie in Gegen dich geht es darum, sich selbst ernst zunehmen und auf seine eigenen Bedürfnisse zuachten. Auch wenn das manchmal zu unbequemen Wahrheiten oder Entscheidungen führt. Fun Fact: Genau wie sich der Text nicht entscheiden kann, ob es zu viel oder zu wenig ist, wechselt die Tonart des Songs zwischen Dur und Moll hin und her.

Alles erreichen

Aus unserer Sicht ist das einer der ehrlichsten und direktesten Songs auf dem Album und von uns als Band generell. Genau so direkt ist auch der Text dafür entstanden: Einfach runter geschrieben, was uns in dem Moment beschäftigt hat. Der Rap-Vibe war dabei gar nicht geplant, sondern hat sich eher beim Schreiben ergeben. Bei den Gesangsaufnahmen im Studio haben wir aber lange nicht die richtige Stimmung für die Strophen gefunden und deshalb ganz viele Takes gemacht. Der wütendste ist es dann am Ende geworden.

Nadel

Nadel war einer der Songs, an denen wir bis zuletzt gefeilt haben. Sogar bei den Aufnahmen im Studio haben wir noch Teile des Songs umarrangiert. Vor allem über das Ende haben wir uns lange den Kopf zerbrochen. Auch das Schreiben des Textes hat für diesen Song lange gedauert. Ich hatte bereits am Anfang einige Zeilen geschrieben, aber wusste lange nicht, was sie bedeuten sollen. Das klingt vielleicht komisch, passiert uns beim Schreiben aber öfter: Man hat eine Idee und schreibt sie auf, ohne zunächst zu wissen, was man damit eigentlich sagen will. Aber es gibt ein starkes Bauchgefühl, das uns sagt: Mach das mal, das wird gut. So war es auch bei Nadel und irgendwann ist dann der Knoten geplatzt.

CH2O

Für mich ist der Song die versöhnliche Version von Abschied aus unserem Debüt-Album. Die Thematik beider Songs ist ähnlich: Die Angst vor Veränderung und dem Abschied nehmen. Ein Thema, welches mich damals wie heute viel beschäftigt. Aber ich habe gelernt, anders damit um zu gehen und versuche jetzt mehr darauf zu achten, im Moment zu leben. Das haben wir versucht mit dem Song aus zu drücken.

Wartezimmer

Ein Song über die Corona-Pandemie und die wirklich absurden Auswüchse der Internet-Verschwörungstheorien und selbst ernannten Virologen. Für mich hat sich in den letzten zwei Jahren vor allem eines gezeigt: Der Egoismus der Menschheit ist kaum noch zu übertreffen. Es hat mich einfach unglaublich geschockt, wie wenig solidarisch sich viele Menschen verhalten. Der Song ist für mich auch ein kleines Gedankenexperiment: Was wäre passiert, wenn Corona noch viel tödlicher und gefährlicher gewesen wäre? Hätten sich die Menschen anders verhalten? Ich glaube mittlerweile nein.

In Frieden

Der Song markiert für uns den Abschluss mit der Gefühlswelt auf unserem Debüt-Album und ordnet auf gewisse Weise die Thematik neu. Für uns ist es ein Blick zurück auf das jeweilige „Ich“, das wir vor vier oder fünf Jahren waren und mit dem wir unseren Frieden schließen.

Foto: Pascal Oswald

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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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