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Kilter – Axiom – Album Review

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Genre: Metal Jazz, Experimental Metal

Land: USA

Es gibt Musik, die erreicht einen auf Anhieb. Berührt dich dort, wo sonst nichts und niemand hinzukommen scheint. Man hört einen Ton und ist sich klar: Das wird wunderbar und ein Genuss. Bei diesen Gedanken ist es dann eigentlich egal, ob es sich um Pop, Rock, Deathcore oder sonst was handelt. Es erreicht einen! So ging es mir auch direkt mit der Mucke von Kilter. Meine ersten Gedanken dazu: Was ist das für ein kranker Shit!?

Klingt im ersten Moment vermutlich negativ, doch dem ist nicht so. Musikalisch wird uns ein verfickt nochmal krankes Stück Metal geboten. Wie klingt das Trio aus Drums, Bass und Saxophon nun? Vergleiche mit anderen Bands kann man schlicht und ergreifend nicht ziehen. Den Metal Jazz, den Kilter machen, kann man mit nichts mir Bekanntem vergleichen. Es klingt so einzigartig und interessanterweise auch sehr entspannend, auch wenn ich da sicherlich eher alleine da stehe.

Eigentlich ist „Axiom“ nicht mehr als eine Jam Session von drei talentierten Menschen, die für die Nachwelt festgehalten wurde. Klare Strukturen sucht man hier vergebens, ebenso wie ein harmonisches Klangbild. Zum einen reizt jeder sein Instrument aus und scheint einfach nur zeigen zu wollen was er so drauf hat, zum anderen ist es oft doch wirklich stimmig, was uns hier kredenzt wird. So wie bei den kurzen Beasts Of Summation (Intro) und Beasts Of Summation (Outro). Beide zusammen kommen auf knapp drei Minuten und werden doch eher klassischer und melodiöser gehalten. Wohingegen andere der kurzen Songs wie Vandermeer und Detention einfach nur überdreht sind und in wenig Zeit eine Menge an Ideen packen.

Gelegentlich werden auch ein paar Vocals eingeworfen, die in Punkto Wahnsinn dem Rest in nichts nachstehen. Gerade bei Mover´s Acid wird der Bogen klar überspannt. Aber wisst ihr was das witzige daran ist? Es gefällt mir vermutlich deswegen auch so gut.

Fazit:

Die Dreifaltigkeit der Instrumente macht wirklich viel Spaß, auch wenn viele sicherlich von der Art wie diese kombiniert werden abgeschreckt werden. Musikalisch wirklich Top.

Wer auf verrückte Spielereien steht und mit Jazz was anfangen kann sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Axiom“ ist am 2. Oktober via Alter-Nativ erschienen und ist als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich.


Line-Up:

Kenny Grohowski – Drums

Ed Rosenberg III – Saxophon

Laurent David – Bass


Tracklist:

1. Ax & Spear

2. Beasts Of Summation (Intro)

3. Out Of Kilter (feat. Andromeda Anarchia (Darkmatters))

4. Beasts Of Summation (Outro)

5. New Sun

6. Vandermeer

7. From The Caves Of The Quarm

8. Detention

9. Kafkanated

10. Pluto Is Not Just Rock

11. Pitiless Garment

12. Mover´s Acid (feat. Andromeda Anarchia (Darkmatters))

13. Behind Your Door

14. Spherical Bastards (feat. Per Nilsson (Meshuggah))


Trotz Corona sind Kilter übrigens ab 5. Oktober mit Panzerballett auf Tour!

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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