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Khroma – Ex Nihilo – Jetzt wird geballert – Album Review

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Land: Finnland

Genre: Alternative Metal

Habt ihr euch jemals gefühlt als wolltet ihr Replikanten jagen aber gleichzeitig auch Dämonen aus der Hölle in dieselbige zurückschicken? Wunderbar, denn mit ihrem Frischling „Ex Nihilo“ bringen die Elektro-Rocker von Khroma genau den richtigen Soundtrack dafür auf den Markt.

Der Opener Slaves verkörpert den Einleitungssatz dieser Rezension ziemlich gut. Die ruhigeren Momente erinnern an die musikalische Atmosphäre in Blade Runner. Wenn jedoch die Gitarren, Bass und Shouts dann mal aufgedreht werden, könnte der Track glatt im neusten Titel der Shooterreihe Doom als Hintergrundmusik eines Gemetzels gespielt werden.

Der nachfolgende Song Dead Arrive (Run Tell Them) zeigt mit seinen Drone-Sounds und dem sehr präsenten Rap-Part im vorderen Teil gut das Ausmaß der elektronischen Unterstützung, die Khroma ihrem Rock/Metal mitgeben. Hauptsache finster und Cyberpunk-y ist auf diesem Album die Devise.

Tread Light pusht jedoch Rap und Elektro zum Limit. Die Band ist hier fast ausschließlich dazu da um die Härte des Songs hochzuschrauben, aber die Vocals und Synths übernehmen die Hauptrolle. Allgemein sind die Bandelemente von Khroma stark auf Breakdowns und headbangbare Parts ausgelegt. Solisten oder Melodieträger sind sie höchst selten.

Variationen zwischen den Song sind oft nur die Frage, ob man direkt im Intro „all out“ gehen will oder ob der Hörer erstmal mit sanften Tönen eingelullt werden soll bevor die vollständige Härte des Tracks offenbart wird. Die Formel funktioniert zwar, wird aber schnell alt (weswegen ich mich auch dagegen entschieden habe, hier jeden einzelnen Song zu beschreiben). Khroma hätten hier sehr leicht drei EPs mit identischer Struktur herausbringen können. In Form dieses Albums wirkt die Aneinanderkettung der Songs jedoch sehr repetitiv. Im Hintergrund gut zu ertragen (wie etwa bei einer Runde Doom), aber mit vollem Fokus auf die Musik…naja.

Trotzdem gehe ich davon aus dass Khroma mit diesem Album super Live-Shows spielen kann. Einfach wegen der schieren Menge an „Mitmachgelegenheiten“ für das Publikum. Mein Lieblingstrack ist übrigens der letzte – Trace Amounts. Der Refrain nimmt mich persönlich am Meisten mit, die Synths sind top und die Wechsel in Dynamik sind perfekt genutzt.

Fazit: Khromas „Ex Nihilo“ ist ein Album für die Party-Bühne. Wer sich gerne eine Schallplatte für das stille Kämmerchen zulegen will, ist hier falsch. Trotz solidem Songwriting, Performance und Produktion ist die Scheibe zu repetitiv und die Songs eher Playlist-Pickups als Ensemblemitglieder. Die Formel der Band nutzt sich schnell ab und sollte dringend innoviert werden. Aber bei so talentierten Musikern stirbt die Hoffnung noch lange nicht! Better luck next time.

Von mir gibt es dafür 6 von 10 möglichen Bängs

sechs von zehn

„Ex Nihilo“ erscheint am 10. September 2021 via Inverse Records und ist als CD und digitaler Download erhältlich.

Die Band:

Gesang – Riku Rinta-Seppälä
Gitarre und Backgroundgesang – Janne Aulavuori
Gitarre und Keyboard – Mikko Merilinna
Bassgitarre – Maarik Leppä
Schlagzeug – Antti Honka

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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