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Dance Gavin Dance – Afterburner – Ein Ohrenschmaus – Album Review

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Mittlerweile liegt die Gründung von Dance Gavin Dance 15 Jahre zurück. In diesen Jahren gingen sie durch viele Besetzungswechsel. „Afterburner“ ist das bereits neunte Album der Formation, allerdings erst das vierte mit der aktuellen Besetzung.

Obwohl sie stilistisch genau mein Ding sein sollten kannte ich nur eine handvoll Nummer der Kombo und um ehrlich zu sein erwartete ich mir auch nicht wirklich viel vom Album, was sich als Irrtum herausstellen sollte.

Credits: Lindsey Byrnes

Neben dem sehr abwechslungsreichen und verspielten Riffs am Anfang von Prisoner sticht ganz klar die Stimme von Clean Vocalist Tilian heraus. Extrem gewöhnungsbedürftig, selbst wenn man auf solche hohe und doch schon fast quietschige Töne steht. Gepackt hat sie mich von Anfang an total, vor allem weil er auch anders kann. Singt er nicht gerade die wirklich hohen Töne hat er eine total kraftvolle Stimme. Mit einem funky Djent Part, den man kaum in Worte fassen kann, kommt es zu einem Umbruch im vorher recht straighten Sound. Der Djent Flair bleibt erhalten und wird von den ebenfalls sehr speziellen Screams von Shouter Jon begleitet. Starker Einstieg.

In Verwunderung versetzt mich Calentamiento Global, welches man wohl getrost als Latin Core bezeichnen kann. Die Cleans werden in, ich vermute jetzt einfach mal nichts ahnend, Spanisch dargeboten und bekommen auch durch die Instrumente zusätzlich temperamentvolle Vibes. Setzen dann die Screams ein geht es wieder gewohnter und auf Englisch zur Sache, dennoch lebt die Nummer ganz klar von dem Latin Part.

Jede Nummer zeigt eigentlich was Dance Gavin Dance ausmacht. Verspielt, dennoch auf den Punkt, aber teilweise so drüber das einem der Kopf zu platzen scheint (im positiven Sinn). Ebenso wie sie eine gelungene Ausgewogenheit zwischen den Cleans und den Screams aufweisen, einzig in meinem heimlichen Favoriten Say Hi dominieren die Screams etwas. Generell kommt diese Nummer sehr viel härter daher als der Rest daher, um dann in den cleanen Parts so melodiös wie nie um die Ecke zu kommen. Die letzte halbe Minute ist aber dann die pure Eskalation und lässt den Track mit einer fetten Explosion enden.

Erwähnt gehören hier aber auch noch unbedingt die Featuregäste der Platte: Andrew Wells verleiht Nothing Shameful mit seinem Zucker gleichem Gesang eine unglaubliche Gänsehaut und Bilmuri steuert seine Stimme zum Pop Moment des Albums, Into The Sunset, bei.

Fazit:
Anfang der 2010er Jahre gab es eine Band die mich durch ihren sehr eigenständigen Sound in ihren Bann gezogen hat. Diese Band war issues bzw. Woe, Is Me. Warum ich das hier erwähne? Dance Gavin Dance haben mich mit „Afterburner“ ähnlich in ihren Bann gezogen, der Unterschied ist nur das sie die Qualitäten die sie auf dem aktuellen Dreher an den Tag legen über Alben hinweg verfeinert haben.

„Afterburner“ macht wegen seiner Sickness unglaublich viel Spaß. Man wird nahe zu ständig von neuen Kleinigkeiten überrascht.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Afterburner“ erscheint am heutigen 24. April via Rise Records und ist als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich.

Line-Up:
Tilian Pearson – Vocals
Jon Mess – Vocals
Will Swan – Guitar/Vocals
Tim Feerick – Bass
Matt Mingus – Drums

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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