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Alice Cooper – Detroit Stories – Ein Album Review

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Genre: Hard Rock

Es gibt Bands, bei denen man ungeduldig auf jedes Album wartet, sobald es angekündigt wurde. So ein Künstler ist bei mir Alice Cooper, der auch mit an meiner Rocksozialisierung schuld ist. Ich war zarte 14 Jahre alt, unschuldig wie man nur sein kann, als Hey Stoopid auf den Markt kam. Und genauso wie es in meinem Leben auf und ab ging, war es mit der Qualität der Musik, die Mr. Cooper auf die Welt losließ. Aber wir sind in der Gegenwart, und vor mir liegt Album Nummer 28 (laut Wikipedia) des Altmeisters, das auf den Namen Detroit Stories hört.

Mit diesem Album blickt er zurück auf seine Anfänge in Detroit vor genau 50 Jahren, wo er schon Love It To Death, mit dem er seine ersten Erfolge feiern konnte, aufgenommen hat. Mit an Bord ist auch der Produzent Bob Ezrin, der sich damals schon für den Sound dieses Klassikers verantwortlich zeigte.

Der erste Track auf dem neuen Album lautet Rock & Roll, im Original von Lou Reed. 1971 wurde dieser schon von einer Band namens Detroit gecovert, die ebenfalls besagter Bob Ezrin produzierte. Alles zur gleichen Zeit und im selben Studio, in dem auch Alice Cooper seine Zelte aufgeschlagen hatte. Johnny Bee und Steve Hunter, die damals schon mit dabei waren, sind jetzt ebenfalls auf dieser Version zu hören, und die ist echt hörenswert.

Gleich mal vorneweg, Schockmomente sucht man vergeblich auf diesem Album. Aber dafür ist es, wie auch schon der Vorgänger Paranormal, eine lässige Rockplatte. Hin und wieder blitzt etwas Funk auf, es groovt an allen Ecken und Enden und sie kommt nicht ganz ohne Gastauftritte aus wie z. B. von Joe Bonamassa auf Rock & Roll und Drunk And In Love und den Sister Sledge bei $1000 High Heel Shoes.

Alice Cooper scheint mit seinen 73 Jahren wiederholt in einen Jungbrunnen gefallen zu sein, so frisch, wie sich dieses Werk anhört. Respekt. Da kann sich so manch einer seiner jüngeren Kollegen eine dicke Scheibe von abschneiden.  

Kurz die Musik auf Detroit Stories beschrieben: Alice Cooper in Bestform

Fazit: Ihr kennt das sicherlich: die Enttäuschung, wenn einem die musikalischen Idole etwas Halbgares servieren, die Erwartungen zu hoch waren? Hier ist das definitiv nicht der Fall. Detroit Stories ist eine gelungene Hommage an die Stadt, der Alice Cooper einiges zu verdanken hat. Eine locker-lässige Rockplatte, die vom ersten bis zum letzten Ton Spaß macht. Dafür gibt es von mir 9 von 10 Bangs.

neun von zehn

Detroit Stories erscheint am 26. Februar über earMusic.

Tracklist:

Rock & Roll

Go Man Go (Album Version)

Our Love Will Change The World

Social Debris

1000$ High Heel Shoes

Hail Mary

Detroit City 2021 (Album Version)

Drunk And In Love

Independence Dave

I Hate You

Wonderful World

Sister Anne (Album Version)

Hanging By A Thread (Don´t Give Up)

Shut Up And Rock

East Side Story (Album Version)

https://alicecooper.com/
https://www.facebook.com/AliceCooper/
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Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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