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Trivium – What The Dead Man Say – Album Review

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Ruhige, fast schon zärtliche, Gitarrenklänge, das Einsetzen der restlichen Instrumente, die rhythmisch und pumpend immer schneller die Geschwindigkeit steigern und härter werden, bis ein „Go“ den Titelsong des Albums einläutet. What The Dead Man Say ist ein Knaller den man auf den letzen beiden Trivium Alben vergeblich gesucht hat.

War meiner Meinung nach Silence In The Snow ein Totalausfall in der Discographie von Trivium, ging The Sin And The Sentence schon wieder mehr in die richtige Richtung. Allerdings machten einem die dünne Produktion und die oft verfahrenen Songs dem Hörorgan auf Dauer kein Vergnügen. Aber wie sagte schon der große Philosoph Alf Poier: „I kann net jeden Tag an Wödhit schreibn!“ Also sei es der Band verziehen.

Vor allem wenn man sich wieder fängt und ein Album zaubert, das sich vom ersten bis zum letzten Ton in meinem Gehörgang festsetzt, sogar nach mehrmaligem Hören noch an Intensität gewinnt und steigert.

Der zweite und längste Song auf dem Album, Catastrophist, beginnt eher ruhig, bis es sich im Mittelteil zu einem richtigen Hassbatzen entwickelt, dazu ein Refrain zum Niederknien. Hier zeigt die Band in ihrer ganzen Bandbreite wozu sie in der Lage sind.

Überhaupt liefert Matt Heafy mit seiner Truppe in überragender Form ab und zeigt was im modernen Thrash Metal alles möglich ist an Melodien, Geschwindigkeit und Hittauglichkeit. Die Produktion ist perfekt, jeder Ton kommt Druckvoll aus den Boxen, die Gitarren schneiden sich ins Trommelfell während der Bass und die Drums einen zum rhythmischen Headbangen auffordern (wenn man die richtige Lautstärke ins Spiel bringt).

Auch der Gesang von Matt ist zum Glück wieder auf einem Level, nach dem er sie 2014 fast geschrottet hatte und Klargesang und Schreigesang halten einen guten Spannungsbogen. Auch hier eine Topleistung.

Wer noch Anspieltipps brauchen sollte und immer noch nicht überzeugt ist sollte sich The Defiant und Sickness Unto You reinziehen.

Fazit: Vor mir liegt einer der Topanwärter zum Album des Jahres. Klare zehn von zehn Bängs für dieses Meisterwerk! So muss Modern Metal klingen.

 

zehn von zehn

Erschienen ist What The Dead Man Say bei Roadrunner

Line up:

Matt Heafy –  Gesang, Gitarre

Corey Beaulieu – Gitarre

Paolo Gregoletto – Bass

Alex Bent – Schlagzeug

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Christian B

Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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