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tAKiDa + Those Damn Crows – Live in der Filharmonie in Filderstadt – Konzertbericht

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Auch nach inzwischen 40 Jahren vor den großen und kleinen Bühnen der Rockwelt gibt es noch Premieren für mich als Musikliebhaber der harten Sounds. Zum ersten Mal bin ich bei einem Live-Konzert von zwei Bands, die ich bislang noch nicht auf dem Schirm hatte und die in meiner CD-Sammlung bislang noch keinen Platz gefunden hatten (was sich an diesem Abend selbstverständlich ändern musste) , und, das muss ich zu meiner Schande gestehen, auch ein gesamtes Album hab ich bislang noch von keiner der beiden Bands im Vorfeld angehört. Doch in letzter Zeit bin ich immer wieder über die Videos von Takida aus ihrem aktuellen Album „The Agony Flame“ gestolpert, die mich irgendwie immer mehr begeistern. Die Mischung aus ihren eingängigen Rocksongs mit Schmusefaktor und trotzdem an den richtigen Stellen der nötigen Härte faszinieren mich gerade besonders.

Auch wenn ich mir nicht im Klaren war, ob mir die teils schmachtende Stimme von Frontmann Robert Pettersson über ein komplettes Konzert doch zu viel wird, wollte ich mir den Auftritt der Schweden nicht entgehen lassen, um mir Live vor Ort ein Bild von den Qualitäten der Band zu machen.

Und so ging`s am Samstag bei bestem Sommerwetter mit über 25 Grad nach Filderstadt. Schon 1,5 Stunden vor dem Einlass warteten die ersten Die-Hard-Fans vor der Filharmonie, um sich die besten Plätze in Reihe 1 zu sichern. Meine anfänglichen Befürchtungen, dass eher „normales“ Publikum in Ausgehgarderobe anwesend sein würde, war jedoch schnell verflogen: etwas überrascht bin ich von den zahlreichen Metalshirt aller Genres, die es zu sehen gibt. Von AC/DC über Metallica, von In Flames bis W.O.A. und natürlich Takida, ist alles quer Beet durch den Metal und Rock-Garten vertreten .

Die Veranstalter Music Circus vermeldeten schon im Vorfeld ein ausverkauftes Haus, und so durften sich die beiden Bands schon im Vorfeld auf gut 1600 erwartungsfrohe Fans freuen, die ihren Teil zum Gelingen des Abends beitragen wollen.

Pünktlich um 20 Uhr entern die Waliser von Those Damn Crows die Bühne und werden gleich frenetisch von den Fans begrüßt. Wie ich hörte, waren zahlreiche Rockfans speziell wegen den „verdammten Krähen“ angereist, und so ist von der ersten Sekunde des Openers Who Did It die Stimmung für eine Vorband mehr als gut. Frontmann Shane Greenshall hat sein Publikum allzeit fest im Griff und so werden die Songs gleich lautstark mitgesungen. Geschickt plaziert die Band in ihren eingängigen Songs zahlreiche Mitsingparts, die es auch Krähen-Neulingen ermöglichen, lautstark in die Songs einzusteigen und mitzusingen. Sofort erinnern mich die Waliser an die US-Alternative-Rocker von Shinedown, und auch Ähnlichkeiten an Nickelback sind das ein oder andere Mal rauszuhören. Doch halb so wild, auch ihre eigenen Songs können durchweg überzeugen Berücksichtigt werden auf der kurzen Setlist alle 3 ihrer bisher veröffentlichten Alben, wobei natürlich das aktuelle Album Inhale/Exhale mit 3 Songs den Schwerpunkt bildet. Die aus Bridgend stammenden Waliser machen ordentlich Spaß und so ist während des Gigs durchweg beste Stimmung im Publikum, was durch lautstarken Beifall nach jedem Song quittiert wird. Mal mit viel Gefühl, mal mit Volldampf, die Mischung macht es aus und so ist es nicht verwunderlich, dass die Band auch in den Charts in England mit dem Album einstieg. Höhepunkt des Auftritts ist sicherlich der Midtemporocker This Time I´m ready, den die oben genannten Nickelback nicht besser hätten schreiben können. Hammersong mit Gänsehautpotential. Eine starke Rythmussektion aus Schlagzeuger Ronnie Huxford und Basser Lloyd Wood,

die jederzeitfür die nötige Härte in den Songs sorgen.  Find my Way überzeugt mit seinem Mitsingpart und so dürfen die Waliser an diesem Abend sicher zahlreiche neue Fans gewonnen haben. Mich haben die Krähen schon mal überzeugt und durch den Gig wurde wieder eine neue interessante Band in mein Blickfeld gerückt.

Einziger Wehmutstropfen und völlig unverständlich ist für mich und wohl auch viele der Anwesenden die knappe Auftrittszeit von gerade mal 6 Songs, sprich 30 Minuten Showtime.

Bei einem Eintrittspreis von knapp nem Fuffi darf man doch als Fan und Besucher auch etwas mehr für sein Geld erwarten. Und da gehört für mich zweifelslos auch eine gute Supportband dazu. Wenn diese dann musikalisch so gut zur Hauptband passt wie an diesem Abend die Those Damn Crows und eine phantastische Stimmung in der Halle herrscht, ist das doch schon die halbe Miete. Warum lässt man die Band nicht einfach nochmal zumindest für eine Zugabe auf die Bühne? Hatte man etwa Seiten Takida`s etwa Angst, die Krähen würden dem Hauptact das Futter wegpicken???

Echt schade für die Anwesenden und die Band, die einen ausgezeichneten Job als Support machte!

Nach einer halben Stunde startet dann das Intro des heutigen Headliners Takida. Aus den Boxen schallt Irish-Folkmit Geordie in Wonderland von den Wildhearts und kurz darauf kommen die Hauptprotagonisten aus Ånge auf die Bühne, um ihren Auftritt im Rahmen der „Smoke and Mirrors Tour 2024“ zu starten . Sofort mit den ersten Tönen von Third Strike geht die Party mächtig los, der Song ist der perfekte Opener und gehört sicherlich zu den stärksten Songs des neuen Albums The Agony Flame und wird gleich lautstark von den Fans mitgesungen. Der Song ist auch einer der Gründe, die mich zum Besuch des Gigs bewogen haben und so bin ich echt positiv überrascht, mit wie viel Wucht und Power die Schweden live agieren. Teils richtig harte Riffs und ein Kristoffer Söderström an den Drums machen aus den teils sehr radiotauglichen (Soft)rocksongs richtige Hardrockkracher, die auch die vielen Metalfans sicherlich nicht enttäuscht haben.

Nach starkem Discosounds bei Don`t Wait Up kann auch Goodbye von einer zusätzlichen Portion schwermetallischem Touch profitieren, ist der Track doch auf dem Rundling schon sehr glattgebügelt.

Im Mittelpunkt steht natürlich Frontmann Robert Pettersson, der mit seiner einzigartigen Stimme den typischen Sound der Band seit inzwischen 25 Jahren prägt. Ihm hängen die weiblichen Fans an den Lippen und so kann er sich deren Unterstützung sicher sein.

Chris Rehn , der immer wieder zwischen Keyboards und Gitarre wechselte, mal bangt er mit Pommesgabel hinter seinen Tasteninstrument, dann poost er in harter Metalmanier am Bühnenrand mit seiner Gitarre und zeigte neben dem mich irgendwie an James Hettfield erinnernden Mattias Larsson deutlich seine Metalgene.

Auch wenn natürlich die soften Töne nicht zu kurz kommen und die langsameren Songs wie We Will Never Beoder Flowerchild eher für die Fans der gemäßigteren Rockmusik prädestiniert sind, können die Schwedenrocker auch ganz anders. So halten sich glücklicherweise die softeren Songs und die Tracks der härteren Gangart bei der Liveumsetzung ganz gut die Waage, sodass man als Metalfan auch auf seine Kosten kommt. Hartes Riffing werten die Song teils deutlich zu den Albumversionen auf.

Etwas überraschend zündete On The Line live irgendwie nicht so richtig. Doch das fast schon brachiale Riff zu What About Me ändert schnell wieder die Stimmung und so wird der Song einer meiner Highlights des Abends und zugleich wohl der härteste Track auf der Setlist. Schneidende Riffs lassen den Song live richtig aufblühen und Takida legen nochmals einige Schippen drauf, sprich die Schlagzahl einige Stufen höher.

Nach dem durch den Bass dominierte Intro folgte mit Master einer der großen Hits der Band und die Post geht richtig ab. Der Hit aus dem Jahr 2019 reist alle Takida-Fans mit und so erreicht der Auftritt mit seiner toller visueller Unterstützung einen seiner Höhepunkt.

Sickening begeistert mit seinen getragenen Passagen, die sich mit den harten Parts und geilem Rhythmus abwechseln. Skid Row vom 2016er Album A Perfekt World beendet dann mit ordentlich Dampf im Kessel den regulären Teil des Gigs.

Nach knapp 65 Minuten startet der Zugabenteil mit The Loneliest Hour, dem aktuellen Hit, der auch im Radio für ordentlich Airplay sorgt. Geiler Song.

Die Stimmung in der Filharmonie ist bestens und die eingefleischten Fans sind hellauf begeistert. Das poppige Edge und die Gänsehaut-Ballade Your Blood Awaits You sorgen für weitere Highlights und die Stimmungsbarometer erreicht seinen Spitzenwert.

Denn Abschlußsong eines gelungenen Abends bildet etwas überraschend für mich dann eine weitere Mittempo-Ballade Feel You Falling Away. Nach exakt 90 Minuten ist dann das Ende des Auftritts erreicht und die Band wird mit lauten Applaus verabschiedet. Sicherlich hätten sich die Fans noch den ein oder anderen Song mehr gewünscht, doch insgesamt dürften alle Besucher zufrieden den Nachhauseweg angetreten haben, nicht ohne noch vor dem Verlassen der Filharmonie noch am Merch den ein oder anderen Fanartikel als Erinnerung zu kaufen.

Fazit:

Als Takida- und Those Damn Crows-Neuling konnten mich beide Bands in Filderstadt durchaus überzeugen, auch wenn mir bei Takida die sanfteren Töne und der Schmusefaktor insgesamt doch etwas zu stark ausgeprägt waren. Glücklicherweise waren die meisten Songs im Vergleich zur Studiofassung doch deutlich mit harten E-Gitarren aufgepimpt. Da hatten die Krähen für mich doch etwas die Nase vorn. Trotzdem war der abend gelungen und so musste ich mir das neue signierte Album der Schweden noch am Merch genehmigen, um die Lücke in meiner Sammlung zu schließen.

 Ich werde Takida wie auch die Those Damn Crows in Zukunft weiter im Blick behalten.


Setlist Takida:Setlist Those Damn Crows:
1. Geordie In Wonderland (The Wildhearts)  
2. Third Strike
3. Don’t Wait Up
4. Goodbye
5. We Will Never Be
6. Flowerchild
7. Better
8. What About Me?
9. Willow & Dead
10. On The Line
11. Master
12. Morning Sun
13. You Learn
14. Sickening
15. Skid Row
Encore:
16. The Loneliest Hour
17. Edge
18. Your Blood Awaits You
19. Feel You Falling Away
1. Who Did It
2. Man On Fire
3. Find a Way
4. Blink Of An Eye
5. This Time I’m Ready
6. Rock N Roll Ain’t Dead













Lineup Takida:
Vocals – Robert Pettersson
Keyboards, Gitarre – Chris Rehn
Gitarre – Tomas Wallin
Gitarre – Mattias Larsson
Bass – Fredrik Pålsson
Schlagzeug – Kristoffer Söderström
Lineup Those Damn Crows:
Gesang – Shane Greenhall
Gitarre – Ian Thomas
Gitarre – David Winchurch
Bass – Lloyd Wood
Schlagzeug – Ronnie Huxford


Copyright + Fotocredits: Thomas Jenne

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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