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Stand Up Stacy – The Magnificent You – Track by Track Analyse

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Auch wenn das Debut Album von Stand Up Stacy bei mir knapp an der Höchstpunktzahl vorbeischlitterte, lässt ihre Musik mein Fan-Herz seit dem Erstkontakt höher schlagen.

So trat ich mit der Band in Kontakt und darf euch nun die Track by Track Analyse zu „The Magnificent You“ präsentieren. Hier hat Sänger und Songwriter Uwe die Gedanken hinter den starken Songs niedergeschrieben und teilt sie nun mit uns.

Intro
Ein kleiner lyrischer Vorbote auf den Erlebnisbericht, den das Album darstellt.
“The curtain begins to fall” – diese finale Textzeile des Intro prophezeit den kommenden Seelenstriptease voraus.

Something To Believe
Wir steigen hart ein – mit dem Gefühl, im eigenen Kopf gefangen zu sein, unfähig einen Ausweg zu finden. Zu oft tendieren wir dazu, uns auf viele kleine Negativitäten zu konzentrieren, die zu einer schweren Last für uns und unser Umfeld werden können.
Manchmal muss man diese eine Sache finden, die einen wieder glauben lassen kann, dass alles gut wird. Du musst dich nur auch auf die Suche machen wollen.

Touch The Sky
“Just reach out and touch the sky” – manchmal sind Ziele einfacher zu erreichen als man denkt, und eine positive Grundeinstellung hilft gerne und oft, sich aus dem selbst gebuddelten Morast zu befreien. Dies ist eine der positivsten Tracks des Albums und transportiert perfekt eine „Nichts kann mich aufhalten“-Einstellung, die leider viel zu selten an den Tag gelegt wird.
Also: anhören und dazu abfeiern, vielleicht fühlt sich danach alles schon etwas leichter an.

A Freak Like Me
Es gibt nichts schöneres, als einen Seelenverwandten um sich zu haben. Jemand, der dich aus der Misere holen kann wenn du schlecht gelaunt bist oder unschöne Zeiten durchmachst.
Die Vorfreude auf ein Wiedersehen und positive Gedanken an jemanden stehen im Vordergrund, denn vermissen kann auch auf wunderbare Art zeigen, wie nahe dir jemand steht.

What’s Fighting For
Warum weitermachen? Warum kämpfen? Wenn man sich diese Frage stellt, und dann an die liebsten und wichtigsten Menschen in seinem Umfeld denkt, hat man die Antwort schnell gefunden.
Und gerade wenn diese Leute eine schlimme Zeit durchmachen, findet man selber ungeahnte Stärke und ein ungeahntes Durchhaltevermögen in sich selbst, um anderen wieder auf die Beine zu helfen. “I cannot stand the fact and the thought, that you have to bear this alone” – niemand sollte schwere Zeiten alleine durchstehen müssen

Mirrors
Dieser Song ist dem Nachwuchs gewidmet, ob dem eigenen oder im Kreis der Familie.
Nichts kommt dem Gefühl gleich zu wissen, dass da jetzt jemand neues da ist, der immer auf dich zählen kann und Teil des schönen Wahnsinns eines Miteinanders im Familienkreis wird.

Open Your Eyes
Jetzt wird’s politisch! Die in anderen Songs angesprochenen schwierigen Lebenslagen lassen sich von Hassrednern und fehlgeleiteten Politikern viel zu einfach Nutzen, uns in unserer Unsicherheit und Angst zu bestätigen und eine scheinbare Lösung, einen scheinbaren Ausweg zu präsentieren. Wenn dieser aber in noch mehr Hass aufeinander oder Ablehnung anderer Denkweisen und Kulturen gipfelt, sind wir am Ende eines sozialen Zusammenlebens angekommen.
Daher hier eine klare Schelte an Populisten und Fehlgeleitete, und ein Aufruf Dinge zu hinterfragen und den Rücken zuzukehren, wenn versucht wird deinen eigenen Verstand und deine Menschlichkeit auszutricksen.

Supussy
Beziehungsgeflechte können sich auch gerne mal in seltsame Richtungen entwickeln, z. B. indem man sich in ein fast schon sklavenhaftes Verhältnis zu jemandem begibt.
“Supussy” ist dabei ein Kunstwort bestehend aus “sub” (unter) und “pussy” (ähm ja), und beschreibt eine unterwürfige Person, die alles mit sich machen lässt und in ihrer Abhängigkeit und Gefälligkeit dem Partner gegenüber gehorcht und spurt, ohne dabei eine eigene Meinung zu vertreten und Dinge zu hinterfragen.
Der Name des Songs ist dabei überhaupt nicht abwertend dem weiblichen Geschlecht gegenüber zu sehen, denn auch ein Mann kann in einer derart geformten Beziehung zur (Su)Pussy werden.

Letting Go
Wie der Titel vermuten lässt, ein Song zum loslassen – und irgendwo auch ein “Schlussmach”-Song. Aber keiner, der bedauernd zurückblickt und melancholisch anmutet.
Stattdessen wird hier eher die Einstellung rausgearbeitet “du verlierst hier was gutes, etwas wertvolles – und vielleicht wirst du eines Tages bedauernd zurückschauen”.
Manchmal baut man sich in einer Liebesbeziehung seine eigene Traumwelt auf, die irgendwann auf die Probe gestellt wird und der harten Realität nicht standhalten kann.
Daher öfter die Frage stellen: “How will it work out if you would lose me, too?”

Sir, You Have A Problem
Dieser Text ist wohl der komödiantischste, und bietet Arschtritte vom Kung-Fu – Kämpfer und Alienentführung – wie an diesem miestesten Tag also, den man durchleben kann.
Das schöne ist, dass manche Persönlichkeiten sich durch nichts runterziehen lassen, und egal wie viele Probleme sich um sie aufstapeln, sie doch nie den Humor und ihre Gutherzigkeit verlieren.
Der titelgebende “Sir” erinnert uns daran, dass man manche Dinge einfach geschehen lassen muss und kann, ohne sichh weiter daran zu stören.

Tell Me It’s Alright
Jetzt begeben wir uns in die düstersten Ecken des Verstandes, denn dieser Song handelt von einer einsamen Nacht unter depressiven Gedanken, in der ein verzweifelter Hilferuf von niemandem gehört wird.
Der eigene Verstand wird in diesem Geisteszustand leider viel zu schnell zur Bedrohung für einen selbst.
Du verlierst die Kontrolle und weißt absolut nicht mehr, wie du diese Nacht überstehen sollst. Eine Antwort darauf liefert der Song übrigens nicht, er gipfelt und endet eher am Höhepunkt purer Verzweiflung.

Homecoming
Düster ging es zu im vorhergegangenen Song, Homecoming bildet dazu das Spiegelbild. Quasi desjenigen, der die verzweifelten Schreie nicht hören kann.
An dieser Front baut sich eine andere Art der Verzweiflung auf – eine bittersüße Einsamkeit, die nur gespürt werden kann, wenn man wahrlich liebt.
Aus dem Vermissen und dem Wunsch, dass jemand gesund und heil wiederkehrt, ergeben sich einzigartige Gedanken und Sehnsüchte. Aus etwas furchtbarem entsteht also wieder etwas schönes, etwas auf das man stolz sein darf fühlen zu können.

Ihr bekommt, wie ich, nicht genug von den Stacies? Kein Problem. Wir sind noch lange nicht fertig mit ihnen. Bleibt gespannt. Ein fettes Interview mit der Band wird auch in naher Zukunft den Weg in unser Magazin finden.

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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