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Sleep Token – Take Me Back To Eden – Eine unerwartete Reise – Album Review

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Land: England

Genre: Modern Metal/Dark Pop/Rap/… (mittlerweile zu viel um hier alles aufzuführen)

Sleep Token sind zurück! Die britische Band mit mysteriös-kostümierten Mitgliedern und genresprengendem Musikstil tischen uns bald ihr drittes Album mit dem Titel „Take Me Back To Eden“ auf. Im Vorfeld haben die Truppe um Sänger Vessel mit ihren neuen Singles bereits einen massiven Anstieg an Spotify-Plays generieren können. Standout-Song The Summoning wurde sogar auf TikTok zum Hit. Können auch die restlichen Songs der Platte überzeugen?

Opener Chokehold steuert das Album bereits in eine ganz andere Richtung als Vorgänger „This Place Will Become Your Tomb“. Verzerrte Elektronik und exzentrischer Gesang von Vessel leiten das Stück ein, bevor im Refrain die ganze Band ihre Modern Metal-Muskeln spielen lassen. Ein atmosphärischer Breakdown mit nach Alarm-Sirenen klingendem Gitarrenspiel begleitet den Chorus. Das Prinzip „Ruhige Strophe – actionreicher Refrain“ ist bei Sleep Token zwar gang und gäbe, die Briten setzen dieses jedoch stets sehr effektiv ein. In der zweiten Strophe darf der begnadete Drummer der Band endlich sein Repertoire an Fills und Grooves auspacken, bevor das Stück dann mit einem finalen Refrain beendet wird.

Muss ich The Summoning überhaupt noch vorstellen? Einer der fast 6 Millionen YouTube-Klicks wird doch wohl von Dir kommen oder? Als einer der härtesten und gleichzeitig experimentellsten Songs der Band hat The Summoning diese hohen Zahlen wirklich verdient. Die heftigen, proggigen Breakdowns und Screams werden in der ersten Hälfte des Tracks durch ein süßes, jazziges Gitarrensolo und den hoch gesungenen Refrain kontrastiert. Doch die zweite Hälfte packt nochmal eine neue musikalische Dimension oben drauf und präsentiert eine Art verführerisch-funkigen Part (aka „der TikTok-Part“). Die Beschreibung „wilder Ritt“ passt bei The Summoning wie die Faust aufs Auge, aber hört doch selbst:

Weiter gehts mit Granite. Begleitet von düsteren Synths und elektronischem Beat gibt Vessel erneut den wortwörtlichen Ton im Song an. Nach einem ersten Refrain in diesem Stil mündet der Gesang in Rap und die Synths und Beat-Elemente werden stetig erweitert. Im Anschluss zum zweiten Refrain darf auch der Rest der Band mit einem saftigen Breakdown einsteigen. Der Synth-Teppich ist auch hier präsent und hält den Track bis zum Finale schön atmosphärisch.

Aqua Regia geht anfangs in eine ähnliche Richtung wie Granite: elektronische Drums und leichte Synth-Anschläge verwandeln sich nach dem ersten Refrain jedoch in Piano und Live-Schlagzeug. Der Track ist halb Ballade und halb Jazz-Performance. Das wundervolle Klavier-Solo und die traumhafte Bridge mit zurückhaltenden Gitarren sind neben dem phänomenalen Refrain weitere Highlights meines bisherigen Lieblingssongs von „Take Me Back To Eden“. Doch die Ruhe hält nicht lange an, denn Vore beginnt direkt mit Screams und Metalcore-Riffs. Als wahrscheinlich härtester Song des Albums überzeugt Vore aber auch durch seinen zurückgenommenen Pre-Chorus und Mittelteil. Denn je besser der Kontrast in einem Song gestaltet ist, desto besser funktionieren auch die gegenteiligen Sektionen des Tracks. Das trifft auch auf ein Album als Gesamtwerk zu, deshalb gibt es für den Übergang vom stillen Aqua Regia zum wütenden Vore Bonuspunkte!

Ascensionism startet, ähnlich wie Atlantic vom Vorgängeralbum, mit dem Duo aus einer emotionale Klaviermelodie und gefühlvollen Vocals. Doch plötzlich macht das Lied eine 180-Grad-Wende und wird zum Rap-Song mit Autotune, Computerdrums und Synth-Teppich…und das klappt herrlich! Sleep Token nutzen hier erneut ihre Gabe des Untergrabens von Erwartungen. Doch die traurige Klaviermelodie darf bald wieder übernehmen um in den melancholisch angehauchten Breakdown des Songs überzuleiten. Hier ziehen die Briten die Heavyness-Schrauben immer weiter an und nutzen erneut Screams. Danach kehrt der Song nochmals zum anfänglichen Duo zurück und sprengt schließlich die Kopfhörer in einem fulminanten Finale! Ein Lied wie Ascensionism in die Albummitte zu packen, ist meiner Meinung nach ein brillanter Schachzug. Vergleichbar zum Wendepunkt einer Geschichte zeigt Ascensionism, dass die Albummitte kein Platz für Filler-Tracks ist, sondern, genau wie auch Anfang und Ende, ein Höhepunkt sein kann.

Das Kontrastprogramm auf ”Take Me Back To Eden” geht sogleich mit dem träumerischen Are You Really Okay? weiter. Klar gezupfte Gitarren und sanfte, hallende Vocals füllen den musikleeren Raum. Später kommen zwar noch ein paar härtere Riffs dazu, aber Sleep Token ”vermetallen” ihren Song nicht zu sehr. Der Indie-Track ist der perfekte Soundtrack für einen warmen Sommerabend in der Natur. Auf der Wiese liegend kann man langsam den Sonnenuntergang beobachten und das Abendrot genießen. Are You Really Okay? erweitert die musikalische Bandbreite der Band und klingt doch ganz nach einem Song, der ausschließlich von Sleep Token stammen könnte.

Photo Credit: Adamross Williams

The Apparition wird mit einer exzentrischen Gitarrenmelodie eröffnet und entwickelt sich nach ein paar gesungenen Zeilen zum Synth-Banger mit LoFi-Beat und 808 Bass. Der Pre-Chorus und das Hauptmotiv des Songs, das von Gitarren in die Hände von sirenenartigen Synthesizern übergeben wird, gefallen mir besonders gut. Der Refrain folgt dem klassischen Sleep Token-Muster (voller Bandeinsatz und fette Riffs). Für mich ist The Apparition ein weiteres Highlight des Albums, da hier viele Stärken der Band voll ausgenutzt werden: Experimentierfreude, emotionale und eingängige Melodien und starker Gesang.

DYWTYLM ist meiner Meinung nach leider der schwächste Song des Albums. Mit dem rein computergenerierten Instrumentarium klingt der Song mehr nach Ed Sheeran als nach Sleep Token. Trotz der Ähnlichkeit mit dem erstklassigen Fall For Me vom Vorgängeralbum (einer meiner Favoriten), kann DYWTYLM nicht bei mir zünden. Während ersterer mehr ein traumhaft klingendes Experiment mit wenigen musikalischen Elementen repräsentiert, kommt letzteres eher als eintöniger Pop-Song rüber. Glücklicherweise kratzen Sleep Token mit Rain nochmal die Kurve. Klavier und Vocals im Intro sind zwar mittlerweile Standard, aber der nachfolgende, epische “We Will Rock You”-Beat, der durch hallende Piano-Klänge untermalt wird, sollte ausreichen um auch die letzten Skeptiker von der Qualität des Tracks zu überzeugen. Obwohl die Gitarren in Rain mehr als Begleitinstrumente dienen, verleihen sie dem Song jedoch die nötige Durchschlagskraft, die auch im epischen Mitmachpart am Ende gebraucht wird.

Der Titeltrack ist gleichzeitig auch der längste Song des Albums. Mit Naturgeräuschen und verzerrtem Klavier kreieren Sleep Token gleich zu Beginn eine düster-traurige Atmosphäre. Der Song wechselt hin und her zwischen dieser anfänglichen Stimmung, halsbrecherischen Metal-Parts und gerappten Teilen mit hochproduzierten Beats. Gegen Ende schwingt jedoch das Pendel des Songs in eine neue Richtung und im Gegensatz zum ersten Refrain klingt dessen zweite Ausgabe aufbauend und voller Hoffnung. Take Me Back To Eden wird anschließend mit dem wohl härtesten Breakdown des Albums beendet, doch zu meiner Überraschung ist das nicht das Ende des Albums selbst. Euclid präsentiert sich als als Fortführung der hoffnungsvollen Atmosphäre des Titelsongs. Neben dem wunderschönen Klavier kommt auch der Vocoder (wie bei Fall For Me) ins Spiel. Der Track erinnert mich stark an das Finale vom neusten Album von Dayseeker, denn er klingt irgendwie nach Erlösung. Als wäre das ganze Album eine Art Reise durch Trauer, Folter und Verlust gewesen und diese Reise würde in Euclid mit einer neu gewonnenen Perspektive auf eine bessere Zukunft beendet. Was für ein schöner Abschluss für ein mehr als gelungenes Album!

Fazit: ”Take Me Back To Eden” ist ohne Zweifel Sleep Tokens Meisterwerk. Die einzelnen Songs gehören mitunter zu den besten, die die Band je veröffentlicht hat. Sleep Token experimentieren viel mit unterschiedlichen Genres und erweitern so ihr musikalisches Repertoire, schöpfen aber auch das Potential ihrer Metal-Wurzel vollkommen aus. Außerdem komplementieren sich die Songs, dank der clever gewählten Reihenfolge, gegenseitig. Das Album als Gesamtwerk ist jedoch das, was mich am Meisten beeindruckt. “Take Me Back To Eden” nimmt den Hörer auf eine Reise mit. Es werden emotionale Höhen und Tiefen überwunden, schöne Momente genossen, heftig geheadbangt und am Ende hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt – eine Zukunft mit mehr erstklassiger Musik von Sleep Token.

Dafür gibt es von mir 9,5 von 10 Bängs!

”Take Me Back To Eden” erscheint am 19. Mai 2023 via Spinefarm Records und ist als CD, LP und digitaler Download erhältlich.

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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