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pez – all lowercase – EP Review

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Genre: Country

Land: Deutschland

Normalerweise traue ich mich immer wieder in mir eher fremde Genre, dieses Jahr ist das aber etwas anders. Deshalb freue ich mich umso mehr das ich die Zeit hatte pez und seiner EP eine Chance zu geben.

In unseren Breitengraden assoziiert man mit Country wohl am ehesten mit The BossHoss. Sonst gibt es nicht wirklich viele mehr die sich an die Oberfläche und die Ohren der Menschen kämpfen konnten, mit dem Newcomer könnte sich das aber nun wieder ändern.

Seit 2019 sind insgesamt vier Singles erschienen, die mit einem ganz besonderen Abschlusssong auch schon die EP bilden. Den Anfang macht Dreamer, erstmals 2020 veröffentlicht. Man bekommt was man erwartet: Eine schön kernige Country Nummer, die alles hat. Akustikgitarre, Female Backingvocals und die Country typischen Vocals. Ich muss aber sagen das diese nicht wie oft gekünstelt oder gar verstellt wirken.

Lighthouse ist der älteste Song der EP und bereits im Frühjahr 2019 erschienen. Stilistisch wird hier das aus dem Opener bekannte etwas aufgebrochen und so kommt auch eine Stromgitarre zum Einsatz. Insgesamt klingt Lighthouse deutlich rockiger als Dreamer. A Ride With You, welches gerade erst im Mai veröffentlicht wurde, klingt wieder deutlich mehr nach Country, wenn nicht sogar am meisten. Trotzdem werden wieder viel Rock Akzente gesetzt, die sich wunderbar mit den klasse Vocals verbinden.

Mit prominenten Basslines wurde Who I Am versetzt und hat ohne Frage den absoluten Ohrwurm Refrain des fünf Trackers. Stilistisch zwischen Frank Turner und Nathan Gray lässt uns Who I Am zum wiederholten Mal vergessen das es sich bei pez nicht um einen internationalen Country-Star, sondern einen Newcomer handelt. Unbeschwert und leicht kommt der Song daher, dessen Worte und Rhythmen sich im Ohr fest setzen.

Auch wenn man mit Depeche Mode nichts anfangen kann, Enjoy The Silence ist einfach ein mega gutes Stück Musik. Zig mal gecovert kommt wohl keine Version ans Original, auch wenn doch die meisten stilistisch eine gewisse Nähe zum Evergreen aufweisen. Anders ist das bei der Version die pez als Abschluss auf seine EP gebracht hat. Hört man nur das Instrumental glaubt man nicht diesen Song zu hören. Klar, gewisse Melodien sind in den Country transferiert, so richtig klick macht es aber erst mit einsetzen der Vocals. Musikalisch lupenreiner Country, womöglich sogar der verspielteste Track der EP. Man kann sich natürlich fragen ob er dieses Mammut stemmen konnte. Ich finde pez hat es ganz klar geschafft, vor allem weil er sein Ding daraus gemacht.

Fazit:

Ich bin kein Genie was Country anbelangt, aber ich stehe auf Musik die gut gemacht ist und Spaß macht. Beides trifft auf all lowercase absolut zu. Ich bin gespannt was wir noch von pez hören werden und hoffe das er es mit seiner EP schafft die Leute zu erreichen.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs.

acht von zehn

„all lowercase“ erscheint am heutigen 18. Juni und wird als CD, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Tracklist:

1. Dreamer

2. Lighthouse

3. A Ride With You

4. Who I Am

5. Enjoy The Silence


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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