Album Reviews, Bandanalyse

OLD MOON MADNESS – traditioneller Hardrock – Album Review

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Lässt man die ersten Akkorde von OLD MOON MADNESS auf dem Plattenteller erklingen, ist es kaum vorstellbar, dass sich die deutsche Combo erst 2019 gründetet hat, der Sound der Scheibe besitzt dermaßen den Charakter der 1970er Jahre. Natürlich wird diesbezüglich in Reviews mit Reminiszenzen zu altem, traditionellem Hardrock gerne und oft übertrieben und man vergleicht Bands von heute oft mit dem Sound der „alten Garde“. Bei OLD MOON MADNESS ist das aus folgenden Gründen definitiv nicht überbetont. Klar macht es hauptsächlich das Songwriting im Stile der Hardrock-Generation aus, jedoch sind es die kleinen Feinheiten, die das Debut so besonders machen. Das Album ist per Live-Recording mit ausschließlich Vintage- Equipment in einem selbstgebauten Studio entstanden. Es wurde auf jegliche digitale Technik verzichtet, um den Zeitgeist der 70ger detailgetreu herzustellen. Verantwortlich für Aufnahmen, Mix und Mastering war übrigens Jan Gensheimer (Metal Inquisitor, Asphyx, Desaster).

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Energiegeladener Hardrock der „edlen Generation“ mit einem Hauch Blues kann man das gleichnamige Debut OLD MOON MADNESS bezeichnen, das den Wahnsinn von früher wieder aufleben lässt. Neun fetzige Tracks beinhaltet das Album, wobei die Songs durch das markante Orgelspiel sehr an Uriah Heep und Deep Purple erinnern. Beim Opener Road to hell sind die Einflüsse der genannten Bands sehr stark bemerkbar, wobei dieser durch den markanten Sound den Charakter einer vielleicht neuen Biker-Hymne besitzt. Die Folgetracks sind grundsätzlich ähnlich aufgebaut und bieten im Midtempo gute Riffs. Primär war die Albumstruktur der meisten Hardrock Bands der alten Generation im selben Schema aufgebaut. Powervolle Tracks mit einer, respektive zwei Balladen, um die Platte kontrovers zu gestalten. OLD MOON MADNESS sind dem Aufbau treu geblieben und liefern mit Drifting die essentielle Ballade in Deep Purple Manier wie zum Beispiel deren Track Blind, ist jedoch kein Cover des gleichnamigen Deep Purple Klassikers. Da die Jungs von OLD MOON MADNESS keine Anfänger sind, ist sofort hörbar, dass sie aus verschiedenen Bands mit Label-Erfahrungen kommen, haben sich aber vorerst bewusst vorerst gegen eine Plattenfirma entschieden und wollen alles selbst in Eigenregie produzieren. Am 16.04.2021 wird das Prachtstück weltweit auf Streaming- Plattformen zur Verfügung stehen. Für alle echten Fans der „alten Hardrock Generation“ gibt es ein besonderes „Zuckerl“, denn das Debut wird es in limitierter Auflage ebenfalls auf Vinyl geben.

Fazit: Unglaublich gelungenes Album im Stil des 70er Hardrock, das durch das Songwriting und der analogen Aufnahme punktet. Fans von Deep Purple, Uriah Heep etc. werden definitiv begeistert sein.

Ich gebe rockige 8 Bängs von 10

acht von zehn

Tracklist:

  1. Road to hell
  2. Empire of pain
  3. Into Fire
  4. Skygazer
  5. Drifting
  6. Valkyrie
  7. Night Demon
  8. Queen of the woods
  9. Rich man`s daughter
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Olli C

Olli C

Passionierter Motorradfahrer sowie Hobby- Schlagzeuger aus Österreich. Bevorzugt Powermetal, traditionellen Heavy Metal, NWOBHM, Thrash, Melodic Death,Sleeze, Gothic, Symphonic Metal, Glam aber auch Hard Rock. Wirft ein Auge auf Undergroundbands und macht primär Reviews aber auch Interviews. Moderierte früher Metalshows auf diversen Internetplattformen.

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