Track by Track Analyse

Modern Fireworks – Closure – Track by Track Analyse

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Im November hat Modern Fireworks eine hoch emotionale, dennoch sehr entspannte EP veröffentlicht. So persönlich wie die Songs auf dieser Platte wirken, musste ich Daniel natürlich um eine Track by Track Analyse bitten, die ihr euch hier durchlesen könnt.

Lighthouse

Kennt ihr das, wenn man sich mit Jemandem blind versteht? Der oder die Andere muss gar nichts sagen, man weiß sofort, was er bzw. sie denkt oder was los ist. Man fühlt sich einfach verstanden und ein klein wenig weniger allein in dieser verrückten Welt. Dieses Gefühl bzw. diese besondere Art von Freundschaft sollte meiner Meinung nach jeder haben. Und genau um so eine Beziehung geht es in Lighthouse. Der Song handelt von genau so einer Freundschaft, davon, das Leben gemeinsam zu genießen und die Zeit zu schätzen, die man mit ganz speziellen Menschen in seinem Leben verbringen darf – sei es eine freundschaftliche Beziehung oder Partnerschaft. Ich hoffe, jeder von euch hat sein ganz persönliches Lighthouse, denn ich bin sehr dankbar für meines.

Quicksand

Der Song entstand in einer Phase voller Orientierungslosigkeit und Selbstzweifel, gefangen irgendwo zwischen unterschiedlichen Lebensabschnitten und „Welten“. Eigentlich hätte diese Zeit und Raum für das „Good Life“ gelassen, ich aber habe mich wahnsinnig unwohl gefühlt in meiner Haut und mich eher isoliert, statt das Leben zu genießen. Mir fehlte die Motivation, mich aufzuraffen, all die Sachen umzusetzen, die ich mir vorgenommen hatte. Gleichzeitig wusste ich allerdings, dass diese Entwicklung definitiv nicht gesund war. Ich hatte das Gefühl, die Zeit verfliegt, ohne dass ich mich vorwärts bewege. Daraus entstand der Song Quicksand.

Tired Eyes

Dieser Song handelt von der bisher schwersten Beziehungsbewährungsprobe meines Lebens. Die Verbindung und die Liebe zueinander war sehr groß, sodass ein vorschnelles Aufgeben nicht zur Debatte stand. Gleichzeitig war klar, dass sich schleunigst etwas ändern muss, andernfalls würde die Beziehung an der Situation kaputtgehen. Diese belastende Situation hatte Auswirkung auf mein gesamtes Leben und die eigene mentale Gesundheit. Der Song war bzw. ist deshalb ein Aufruf an mich selbst, mich den Problemen zu stellen und nicht aufzugeben. Eine Art Entschuldigung für die Fehler der Vergangenheit sowie ein verzweifelter Hilferuf.

Quiet

Wenn ich ehrlich bin, ist Quiet wahrscheinlich mein schmalzigster Song. Die Tatsache, dass die Stimmung bzw. der Sound des Songs sehr happy und sehr poppig ist, verschleiert das nur ein wenig. Der Song handelt von der großen Liebe. Von einer Freundschaft, welche schon immer mehr als nur eine Freundschaft gewesen war, die Umstände es aber nie zugelassen hatten, dass mehr daraus werden würde. Als einer meiner besten Freunde endlich die Frau an seiner Seite gehabt hatte, von der er schon seit Jahren fasziniert gewesen war, hatte mich diese Geschichte so sehr fasziniert, dass ich einen Song darüber schreiben musste.

Waiting

In Waiting geht es um ein sehr komplizierte Liebeskonstellation, in welcher eine eigentlich bereits bröckelnde Beziehung durch eine unerwartete Begegnung und dem darauffolgenden Gefühlschaos zusätzlich auf den Prüfstand gestellt wird. In dem Song wird die Situation beschrieben, der- oder diejenige zu sein, der die eigentlich bereits beendete Beziehung aufgrund seines Auftauchens final in Frage stellt. Man hat sich in jemanden verliebt und es hat sich bereits mehr als nur ein kleiner Flirt entwickelt. Die Beziehung des bzw. der Anderen ist aber offiziell noch nicht beendet, was einen in eine ziemlich beschissene Situation versetzt, um ehrlich zu sein. Man fühlt sich hilflos und überfordert, weiß nicht, ob man sich schuldig fühlen soll oder nicht und hat gleichzeitig das Gefühl, um die Liebe kämpfen zu müssen. Das Warten auf eine Entscheidung und das damit verbundene Gefühlskarussell ist dabei natürlich das Allerschlimmste und bringt einen an den Rand der Verzweiflung.

All The Stars

Ich denke, zu diesem Song muss ich gar nicht viel erklären. Dieser Song steht tatsächlich für sich selbst. Wer sich den Song anhört und die Lyrics nachvollzieht, kann ganz klar hören, dass es um den Verlust eines sehr geliebten Menschen in meinem Leben geht. Ich denke jeder, wirklich jeder kennt diese Situation – egal, ob es um jemanden aus der Familie oder aus dem Freundeskreis geht. Jeder geht damit anders um. Die einen sprechen darüber, die anderen fressen alles in sich hinein. Ich habe diesen Songs geschrieben, um meinen Gedanken freien Lauf lassen zu können, aber auch, um anderen ein Stück Halt und Hoffnung zu geben. Ich hoffe, der Song hilft vielleicht dem ein oder anderen über die schwere Zeit nach so einem Verlust hinweg.

Wenn Ihr genau wie ich nun noch mehr Bock habt, die Mucke von Modern Fireworks zu hören, dann kauft, streamt und/oder downloadet euch „Closure“ und unterstützt den Musiker mit dem Kauf von Merch!

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Patrick

Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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