Reportagen, Track by Track Analyse

Brew Berrymore – Have a Beer in Stratosphere – Track by Track Analyse

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Unsere Track by Track Analyse geht in die zweite Runde, dieses Mal haben die Berrys ihr Debut Album „Have a Beer in Stratosphere“ für uns seziert.

Viel Spaß beim Lesen!

Wie entsteht überhaupt ein Brew Berrymore-Song?

Es nützt wenig, sich Zuhause Sachen zu überlegen oder vorab selbst etwas auszuarbeiten. Kommt man mit einer guten Idee in die Probe, wird das Ganze eh innerhalb weniger Minuten über den Haufen geworfen. Dafür wird zusammen was viel Schöneres daraus gezaubert. Aus einem Jam entsteht eine Idee, die gemeinsam ausgearbeitet wird. Jeder Song wächst mit dem Spielen und erhält im Laufe der Zeit den finalen Feinschliff.

Shake It Up

Die Grundidee von Shake It Up ist wohl aus einer Spielerei mit dem Delayeffekt an der Gitarre entstanden. Definitiv einer der Tracks, an denen wir am längsten gefeilt haben. Es ist eine sehr tanzbare, leicht melancholische Nummer mit eingängigem Refrain geworden. Schnell war uns klar, dass dieser Song eine Art Aushängeschild für das Album werden könnte. Der Videodreh war wohl einer der anstrengendsten Tage unserer Bandgeschichte. Wie auch das Albumcover selbst drehen sich hier alle Aspekte von Videodreh, Sound und Text um Space und Raumfahrt. Eine Band, die sich Future Rock auf die Fahne schreibt, kann sich diesem Thema wohl kaum verwehren.

Keep It In Your Mind

Keep It In Your Mind ist auf einem unserer legendären Hüttenwochenenden entstanden. Wenn der Terminplan es zulässt, packen wir unser ganzes Zeug und sperren uns für ein Wochenende in einer abgelegenen Wanderhütte im Bayerischen Wald ein. Wie unser Bandname vielleicht erahnen lässt sind wir große Genussmenschen. Umso überraschender war es, dass auch noch ein gutes Lied dabei entstanden ist. Das ursprüngliche Grundgerüst basiert auf der Synthesizer-Line im Refrain. Die knallt richtig schön und beim Rest haben wir noch viel rumexperimentiert. Besonders stolz ist unser Bassist Moe auf sein Spacesolo im C-Teil, dass seinem Effektboard alles abverlangt hat.

Love Is A Powerful Word

Um Love Is A Powerful Word zu beschreiben hilft am besten ein Blick auf den ursprünglichen Arbeitstitel: Tekkno! Wohl einer der Songs, die wir am liebsten Live spielen, da er schön nach vorne geht und gut ballert. Natürlich handelt es sich nicht um einen reinen Technotrack; Auch wenn der Bass und die Tasteninstrumente überwiegend elektronisch agieren, haben wir die Gitarre und die Drums bewusst Analog gehalten. In Kombination mit harten Screams von Sänger Bene wurde das Ganze schön abgedreht.

Horny_XX99

Horny_XX99 ist einer der neueren Nummern auf der Platte. Ab und zu hat man Tage beim Songwriting, da passt einfach alles zusammen. Deshalb mussten wir auch nicht mehr viel nacharbeiten. Auch wenn die Songstruktur etwas einfacher gehalten ist, haben wir viel Liebe in die einzelnen Elemente gesteckt. Hier kann man besonders unsere musikalischen Einflüsse der 80er finden, die natürlich wieder in ein wenig Indie verpackt sind.

Textlich haben wir die Frage beantwortet, was passieren würde, wenn man sich auf eines der fragwürdigen Social-Media-Profile – die sich gerne mal privat mit einem auf körperlicher Ebene vereinen wollen – einlassen würde. Die Antwort ist natürlich sonnenklar; sie ist ein Alien, das unsere Hilfe benötigt, um die Galaxis zu beherrschen.

Heart Shaped Socks

Heart Shaped Socks, ein besonderes Stück für uns. Es ist eine Ballade, zudem der erste Song, den wir mit unserem damals neuen Gitarristen Robert geschrieben haben. Das fühlte sich wie ein Neustart an. Wir waren beim Schreiben sehr emotional und einfach glücklich, uns gefunden zu haben. Die prägnante Melodie des Synthesizers im Refrain fanden wir dann alle so süß, dass wir sie zum Outro sogar dreistimmig eingespielt haben.

Pomp On Pipes

Pomp On Pipes ist ein geglücktes Experiment, eine tanzbare Indie-Strophe mit einem ‚straighten‘ Rockrefrain zu brechen. Es war die erste Singleauskopplung des Albums und zugleich auch der erste Song, der aufgenommen wurde. Nach unseren ersten beiden EP’s hatten wir uns dazu entschlossen, einen Schritt weiter zu gehen und arbeiten seither mit dem BahamaMama Tonstudio zusammen. Hannes und Tom geben uns massiv Input und holen auch noch den letzten Funken Perfektion aus den Songs raus. Sehr gut ist dies in dem dubstep-lastigen C-Teil hörbar, welcher bis zum Erbrechen ausgearbeitet wurde.

Robocop

Die Idee von Robocop begann ausnahmsweise mit dem Drum-Beat und gestaltet sich demnach etwas grooviger als andere Nummern auf dem Album. Wie der Titel schon vermuten lässt handelt es sich um ein nochmal elektronischeres Stück. Im Refrain wird diesmal nicht mitgesungen, sondern eher mitgepfiffen, da die hauptsächliche Melodie des Refrain-Parts aus den Tasten des Synthesizers unseres Sängers entstammt. Besonders muss man das Musikvideo hervorheben, dass wir mithilfe unserer Freunde und Fans im Zuge des ersten Corona-Lockdowns gemacht haben. Jeder*, der/die wollte, konnte bei uns ein Video einreichen und wurde somit Teil eines wunderbaren Projekts, das uns allen die Zeit etwas erleichtert hatte.

Join The Track

Join The Track ist einer der Songs, die im Studio nochmal gut umgekrempelt wurden. Ursprünglich war instrumental alles sehr überladen und musste etwas ausgedünnt werden. Der sonst oft im Vordergrund stehende Synthesizer kommt diesmal nur im C-Part zum Einsatz. Jetzt geht der Song gut tanzbar nach vorn und lässt jedem Element den Raum, das es braucht. Aufgrund der teils sehr raumschiffartigen Klänge haben wir für den Song einen Text geschrieben, der dem Thema ‚Space‘ gerecht wird.

Joy!

Endlich gibt’s mal was auf die Ohren! Joy! ist wohl das komplette Gegenstück zu Tracks wie Heart Shaped Socks und lässt ordentlich Dampf ab. Wir verlieren uns irgendwann in einem sehr sphärischen, „Tool-lastigen“ Part, den wir live gerne noch etwas länger ziehen. Besonders spannend war es für uns, eine eigentlich typische Rocknummer mit penetranten zweistimmigen Synthesizern auszustatten. Aufgrund der Dynamik und Publikumsnähe, die der Song live mit sich bringt, entschlossen wir uns hier zu einem Text, der sich an einem klassischen Tour-Tag unsererseits sowie am Genuss der Performance auf der Bühne orientiert.

Special Vinyl Secret Track

Bei einem Bandmeeting Anfang des Jahres hörten wir zufällig den Livemitschnitt eines unserer Konzerte. Während des Auftritts enterte ein leicht beschwipster Mitveranstalter die Bühne und übernahm für eine Ansage das Mikrophon. Diese befanden wir allesamt für albumwürdig und wurde deswegen ausschließlich auf Vinyl als kleines Gimmick mit eingebaut. Keine Sorge – inzwischen gehört dieser wunderbare Mensch zum guten Bekanntenkreis und hat uns auch das Copyright übertragen.

Spinnin´ Around

Wir sind am letzten Track des Albums und auch an der letzten Singleauskopplung angelangt. Hier haben wir wirklich viel Herzblut reingesteckt und mit einer Dauer von 4:41 Minuten unseren längsten Song veröffentlicht. Spinnin‘ Around gestaltet sich weit weniger elektronisch als der Rest und orientiert sich an Einflüssen wie den Foo Fighters oder Kings Of Leon, wenn man zwingend Namen nennen will. In dem Song geht es um die Unbeschwertheit, die man früher als Kind genossen hat, zu welcher man sich im Erwachsenenleben aufgrund der dadurch hinzukommenden Verpflichtungen oft zurücksehnt. Die Zeile ‚I was Spinnin‘ Around with my hands up high‘ beschreibt die kindliche Freiheit wohl am besten. Es kostete viel Überwindung den Refrain allein der Gitarre und dem Gesang zu überlassen, dafür kommen im letzten Drittel wieder alle auf ihre Kosten. Was nämlich als gefühlvolle Ballade beginnt, bricht zum Ende aus und bildet somit auch das perfekte Ende fürs Album.


Wenn ihr nun Bock auf die Mucke der Jungs habt, könnt ihr euch unter folgendem Link das Debut Album und die beiden EPs holen.

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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