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Lonely Spring – Berlin Therapy – Emo unplugged – EP Review

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Genre: Akustik Rock

Land: Deutschland

Erst im Frühjahr haben die Sad Boys von Lonely Spring ihre EP „Lovers & Strangers“ veröffentlicht, schon bekommen wir neue Musik geboten um die Wartezeit auf das hoffentlich bald erscheinende Debut Album zu verkürzen. Wobei wirklich neu ist keiner der drei Songs, wenn man sich den Live Stream ihrer #kulturretter Session angesehen hat.

Aber das war oder ist auch nicht die Intention hinter „Berlin Therapy“. Aufgenommen an einem Tag in Berlin soll es eine weitere Seite der Band zeigen, die man bisher nur Live oder im Zuge der April Sessions aus dem letzten Jahr hören konnte.

Als Opener haben sie Sixteen gewählt. Ein Song bekannt aus der bereits erwähnten April Sessions. Viel gibt es zur Nummer eigentlich auch nicht zu sagen. Wir haben die bekannte Unplugged Version, die nur minimal anders klingt als die original Version. Aber die Stimmen von Jules und Simon, egal ob hoch oder tief, laut oder leise die packen mich jedes Mal wieder.

Gänsehaut versprüht Oklahoma. Wir bekommen eine wundervolle Ballade geboten. Die Lyrics fressen sich nach kurzer Zeit extrem in die Gehörgänge und bleiben dort. Und auch wenn wir es hier mit einer Unplugged Version zutun haben kann auch das Gitarrenspiel total überzeugen. Lagerfeuer-Flair inklusive. Aber wie auch schon bei Sixteen sind es gerade die Vocals die hier mitreißen, vor allem das Wechselspiel zwischen Jules und Simon, was auf „Lovers & Strangers“ so nicht so stark durch gekommen ist.

Die dritte und letzte Nummer der EP ist mit Strangers wohl einer der Fanlieblinge. Die Fans konnten auf Instagram abstimmen ob Strangers oder For The Sake Of Your Heart neu interpretiert wird und entschieden sich für die eigentlich etwas härtere Nummer. Das neue Gewand steht der Nummer ausgesprochen gut. Sowohl Jules als auch Simon zeigen gesanglich alle Facetten, von tief bis hauchend hoch einfach ein Genuss. Auch Drummer Madsn hat hier eine präsentere Rolle. Insgesamt ein schöner Abschluss, auch das überraschende Ende weiß zu gefallen.

Fazit:

Unplugged Nummern legen den Fokus natürlich eher auf die Vocals, da ja alles etwas zurückgenommen daher kommt. Hier zeigen die Jungs aber genug Facetten um trotzdem zu überzeugen. Für Fans ist anhören und genießen der Tracks sowieso Pflicht, allen anderen würde ich aber empfehlen auch mal in die „Lovers & Strangers“ EP reinzuhören, da hier auch Manu und Madsn natürlich mehr von ihren Qualitäten zeigen können.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs und warte gespannt auf das Full Length Debut.

acht von zehn

„Berlin Therapy“ erscheint am 4. September digital via Columbia / Sony.


Line-Up:

Simon Fuchs

Jules Fuchs

Manu Schrottenbaum

Madsn Angerer


Tracklist:

1. Sixteen

2. Oklahoma

3. Strangers


Artwork: Moritz Maier

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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