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Keep It Close – I can´t even look straight – Auf dem Weg nach ganz oben – EP Review

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Unlängst haben wir euch die Single A Burnt Out Story der vielversprechenden Newcomer Keep It Close vorgestellt. Nun ist es so weit und ich darf euch meine Meinung zur zweiten EP der Jungs mitteilen.

„I can´t even look straight“ beginnt mit der oben erwähnten Single. Hier gibt es soweit nicht mehr viel zu sagen, außer daß sie von Durchlauf zu Durchlauf nur noch an Intensität gewinnt und ein absolut gelungener Einstieg ist.

Das folgende und auch bereits vorab erschienene Reply kommt doch um einiges energetischer daher und versprüht ein extrem starkes Stone Sour Feeling, vor allem wieder auf Grund der Vocals, die einfach durch Mark und Bein gehen und so facettenreich zwischen süßlichem Klar-Gesang, gequälten Corey-Taylor-like fast geschrienen Vocals und einen paar richtig starken Screams zum Ende der Nummer schwanken. Aber auch instrumental überzeugen sie außerordentlich gut. Eine Härte, die nie übertrieben oder deplatziert wirkt.

Der Titelsong brettert kompromisslos vor sich her. Lediglich die Vocals zähmen das Ungetüm aus Gitarre, Drums und Bass. Zumindest teilweise. Wie auch auf den ersten Songs ergänzen sich Instrumente und Gesang wunderbar. Sogar ein kleiner Breakdown findet hier Verwendung und erweitert den Sound der Band noch einmal ungemein.

Etwas traurig stimmt mich Deadly Happy. Traurig, weil es bereits die vorletzte Nummer der EP ist. Die Reise startet langsam schleppend und lässt eine Ballade erwarten. Nach knapp der Hälfte zeigt sich aber der wahre Kern der Nummer. Ein Drum dominiertes Brett und endlich fällt mir auch ein, an wen ich noch beim Gesang denken muss: Marcus Smaller (Last Band Standing, 3 Feet Smaller).

Das Ende besiegelt Dear Old Friend, welches einen Indie-Flair versprüht und sicherlich der experimentellste der fünf Songs ist. Doch auch wenn er stilistisch auffällt, bringen K.I.C. dennoch ihre Trademarks unter und lassen Dear Old Friend dadurch trotzdem gar nicht deplatziert erscheinen.

Fazit:
Die EP hält ohne Frage, was man nach A Burnt Out Story und Reply zu erwarten hoffte. Wir haben hier fünf in sich sehr stimmige Nummer, die trotz der ähnlichen Herangehensweisen keine Langeweile aufkommen lassen.

Es bleibt nur zu hoffen, das Keep It Close ihren Weg konsequent weiter gehen,  sich weiterhin nicht verbiegen lassen und ihr Ding durchziehen.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs.

„I can´t even look straight“ erscheint am heutigen 13. Dezember.

Line-Up:
Luca Riederer – Guitar/Vocals
Felix Molter – Guitar
Vincent Rüdiger – Bass/Vocals
Marco Fischer – Drums

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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