Interview

Jasmin im Interview mit der Münchener Band Marathonmann

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Kennengelernt habe ich Marathonmann im Jahr 2014. Damals als Support-Band von Jennifer Rostock. Und seitdem aus meiner Playlist auch nicht mehr wegzudenken.

Marathonmann, das sind Michael „Michi“ Lettner (Gesang, Bass), Jonathan Göres (Gitarre), Leo Heinz (Gitarre) und Johannes Scheer (Schlagzeug).

Anfang 2020 tourten sie noch durch die deutschen Städte und auch ich durfte sie im Januar im Bei Chéz Heinz in Hannover noch live erleben. Aber wie so ziemlich jede Band, musste auch Marathonmann ihre Tour unterbrechen. Wie es den Jungs in der aktuellen Situation ergeht und ein wenig mehr über die vier, könnt ihr im nachstehenden Interview lesen.

Jasmin (Rockmagazine): Zunächst einmal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das Interview nehmt! Aktuell ist es ja gerade für Musiker nicht einfach – Konzerte müssen verschoben oder sogar ganze Touren abgesagt werden. Was ging euch durch den Kopf, als ihr erfahren habt, dass ihr die Tour verschieben müsst?

Marathonmann: Das war ganz schön heftig für uns. Wir haben Mittwoch und Donnerstag noch gespielt und wir hatten einen richtig guten Run. Freitagmorgen haben wir dann lange gesprochen und haben dann beschlossen alles Weitere abzusagen. Das haben wir noch nie gemacht und es war wirklich hart dann einfach nach Hause zu fahren. Aber es war die beste Entscheidung.

Jasmin (Rockmagazine): Ihr habt als kleinen Ausgleich zu den Live-Konzerten die „Alles auf Null Session“ ins Leben gerufen. Wie kamt ihr auf die Idee?

Marathonmann: Na ja, wir haben überlegt was wir für unsere Fans machen können und wir stehen mega auf akustische Sachen. Dann haben wir einfach mal rumspioniert und dabei ist die „Alles auf Null Session“ rausgekommen. Wir werden da in Zukunft auf jeden Fall mehr machen.

Jasmin (Rockmagazine): Und wie ist es für euch als Band, momentan nicht gemeinsam Musik machen zu können?

Marathonmann: Richtig schlimm! Ich meine wir haben jetzt die letzten 8 Jahre fast jede Woche Probe oder Meetings. Keine Auftritte zu haben ist schon ziemlich heftig. Da hat man jetzt schon ein paar Downphasen.

Jasmin (Rockmagazine): Wie vertreibt ihr euch stattdessen aktuell die Zeit?

Marathonmann: Ich denke jeder anderes. Bisschen Musik machen, Album vorbereiten, Wohnung renovieren, Filme, Essen, Sport, Schreiben usw. Produktiv sein und einen Tagesablauf haben. Fast alle arbeiten auch gerade noch normal.

Jasmin (Rockmagazine): Wie seid ihr zur Musik gekommen?

Marathonmann: Ich denke einfach durch Bands, die wir damals super fanden. Irgendwann hat man beschlossen ein Instrument zu lernen, weil man seine Lieblingssongs nachspielen wollte und schwupp war man drin in der Sache.

Jasmin (Rockmagazine): Wer schreibt denn bei euch die Songs?

Marathonmann: Jeder bringt Ideen mit und die Ausarbeitung machen wir dann gemeinsam. Das klappt immer sehr sehr gut bei uns.

Jasmin (Rockmagazine): Wie würdet Ihr Eure Musik jemandem beschreiben, der Euch noch nicht kennt?

Marathonmann: Post Punk Rock Indie mit deutschen Texten : )

Jasmin (Rockmagazine): Mit welcher Band würdet ihr gern mal zusammen auf der Bühne stehen?

Marathonmann: Ich denke das wäre bei uns allen die Band Thrice.

Jasmin (Rockmagazine): Welche Musik hört ihr privat? Gibt es musikalische Vorbilder?

Marathonmann: Das ist unterschiedlich. Jo ist glaub sehr im Metal drin und liebt Biffy Clyro. Ich höre viel Punk Rock, viel altes Zeugs und grad so Lo Fi Punk.

Jasmin (Rockmagazine): Gibt es Songs, die ihr live spielt aber selber nicht mehr hören könnt?

Marathonmann: Ich denke das ist Die Stadt gehört den Besten, da das ja unser erster Song war und auf jeder Show gespielt wurde. Aber wenn wir ihn dann spielen ist es mega geil! Immer!

Jasmin (Rockmagazine): Wenn ihr tourt, was vermisst ihr denn am meisten oder seid ihr alle wunschlos glücklich?

Marathonmann: Wunschlos glücklich. Das ist einfach eine andere Welt und nicht vergleichbar zum normalen Alltag.

Jasmin (Rockmagazine): Habt Ihr irgendwelche Rituale auf Tour?

Marathonmann: Ganz ehrlich, nein. Sorry : )

Jasmin (Rockmagazine): An welche Momente erinnert man sich nach einer Tournee am häufigsten?

Marathonmann: Das sind schon so viele das kann man nicht aufzählen. Es gibt auf jeder Tour Highlights. Da passieren so gute Sachen, da muss man dabei sein.

Jasmin (Rockmagazine): Was gefällt Euch besser: Kleine Clubshows oder Auftritte vor großem Festival-Publikum?

Marathonmann: Nicht zu vergleichen. Festivals sind halt super, weil man teilweise vor ein paar tausend Leuten spielen kann. Clubshows sind intimer und die Nähe zu den Leuten ist da. Wir lieben beides gleich.

Jasmin (Rockmagazine): Welche drei Dinge habt Ihr on the road immer dabei?

Marathonmann: Zahnbürste; Handy; Alex Adelhart

Jasmin (Rockmagazine): Welche drei Songs liegen Euch besonders am Herzen?

Marathonmann: Flashback; Wo ein Versprechen noch was wert ist; Die Bahn

Jasmin (Rockmagazine): Könntest Du Dich jetzt und hier auf DAS Festival Deiner Wahl wünschen, welches wäre es?

Marathonmann: Reading Festival

Jasmin (Rockmagazine): Das letzte Wort habt Ihr.

Marathonmann: Bleibt gesund passt auf euch auf und bis ganz ganz bald!

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Jasmin

Als Musikliebhaberin und leidenschaftliche Konzertgängerin macht Jasmin für uns die Konzerte in Hannover und Umgebung unsicher. Neben Punkrock und Hardcore hört Jasmin Rock und Alternative.

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