Fortune Teller – Die hoffnungsvollen britischen Newcomer veröffentlichen 4. Videosingle „Familiar“

Alle Freunde von melodischen Female-Powermetal sollten nun die Ohren spitzen und aufmerksam weiterlesen.

Am Freitag veröffentlichte eine der hoffnungsvollsten neuen Bands aus Großbritannien, Fortune Teller, ihre inzwischen 4. Videosingle „Familiar“.  Die erst im Frühjahr 2025 gegründete Band um die sympathische Frontfrau Theresa Smith ist zwar allesamt nicht mehr ganz blutjung, denn alle beteiligten Musiker waren in den letzten Jahren bereits in verschiedensten anderen Bands aktiv gewesen. Unter dem Banner Fortune Teller will man nun gemeinsam zum großen Wurf ausholen und hat mit den bisherigen Singleveröffentlichungen schon mächtig Staub in der Undergroundszene aufgewirbelt.

Trotz bislang fehlendem Albumrelease hat sich die Band Ende 2025 in ihren Tourvan geschnappt und sind einfach mal auf eine erste kleine Clubtour durch Europa gefahren. Und auch in diesem Jahr war man gleich nochmals für weitere Shows in Deutschland unterwegs. Dank beeindruckender Shows hat sich Fortune Teller bei uns bereits einen guten Ruf als Liveband erspielt und hat die zahlreicher werdenden Fans bei den Auftritten rundum begeistert. Auch ich hatte bereits zweimal das Vergnügen, die Band im November 2025 und nochmals im Mai beim Red Horse Festival in Stutensee bei Karlsruhe live zu erleben, undn was soll ich sagen, Fortune Teller haben nicht nur mich beides Mal total begeistert. Im Rahmen des Red Horse Festivals im Mai hatte ich die Gelegenheit mit der total sympatische Band auch ein Interview zu fpühren. Das Konzertreview vom Red Horse Festival 2025 und auch das Interview mit der Band könnt ihr natürlich bei uns im Archiv nachlesen.

Nun hat also die nächste Single das Licht der Welt erblickt, die sich nahtlos an die drei bisherigen starken Singles anschließt und die Warterei und Vorfreude auf das angekündigte Debutalbum nochmals befeuert.

Mit starken Melodien und hymnenhaften Refrains lassen Fortune Teller sofort aufhorchen. Auch der neue Song „Familiar“ findet wieder sofort den Weg ins Ohr, um sich dort dauerhaft einzunisten. Dazu kommen die teils harten Riffs des Gitarrenduos Ian Rocket und Joey Jaycock und einige symphonische Keyboardklänge von Tastengenie Meyrick De La Fuente, fertig ist der Fortune Teller-Style.

Mit diesem Gesamtpaket haben die Briten sofort ihren ganz eigenen Stil erschaffen und können mit einer gesunden Portion Härte und dank der überaus starken Stimme von Frontfrau Theresa Smith, die bisher durch ihre Band Metaprism in Erscheinung trat, sofort für aufsehen sorgen. Bereits vor der Veröffentlichung des Debutalbums legt man die Messlatte recht hoch an, doch stellt dieser Selbstanspruch kein Problem dar, schließlich sind alle Bandmitglieder gestandene Musiker mit jahrelanger Bühnen- und Banderfahrung.

Zu Beginn der neuen Single „Familiar“ kommen zunächst Mal unweigerlich Gedanken an die Veröffentlichungen der neueren  Evergrey auf, die mit ihren harten, etwas  schrabbelnden Gitarren ordentlich Power versprühen. Mkit dem einsetzen von Sängerin Theresa Smith merkt man jedoch schnell dass hier nicht die Schweden aus Göteborg am Werk sind. Mit ihrer angenehmen Stimmlage fällt Theresa sofort sehr positiv auf, denn entgegen vielen anderen Genrekolleginnen ist ihre Stimmlage nicht so hoch angesetzt. Mit Ihren klaren, aber zu jeder Zeit druckvollen Vocals liegt auch eine der Stärken von Fortune Teller.

Theresa führt gekonnt durch den Song, der von seiner hymnenhaften Melodie lebt, ohne dass der Track zu schnulzig wird oder zu glattgebügelt wirkt. Neben der erstklassigen Gesangsleistung prägen auch die starken Keyboards von Meyrick De La Fuente den Sound von Fortune Teller. Doch driften die Keys hier nicht im geringsten in AOR-Gefilde ab, sondern unterstützen perfekt die energischen Riffs der beiden Gitarristen. Mit harten songdienlichen Riffs begleiten sie Theresa bis zu ihrem eigenen Solo, das melodisch mit der nötigen Härte auf den Punkt passt. Trotz zahlreicher Keys wirken die Songs zu jeder Zeit kraftvoll, schaffen einen perfekten Mix auf Härte und einer Prise Symphonic Metal. Alle Songs sind erstklassik produziert, hier merkt man die jahrelange Erfahrung von Meyrick, der sich in der Vergangenheit als Produzent von Filmmusik einen Namen gemacht hat, .

Alles in einem ist auch „Familiar“ wieder eine sehr starke Single geworden und auch das Video ist durchweg als gelungen zu bezeichnen. Von mir gibt’s auch für Song Nr.4 wieder verdiente 9 Bangs.

Etwas überrascht war ich, als ich Joey Jaycock im Video entdeckte, der beim Konzert im Mai eigentlich „nur“ als Aushilfsmusiker für die beiden etatmäßigen Gitarristen Ross McLennan und Ian Rocket eingesprungen war und dort seine Sache so gut gemacht hat, dass er wohl nun von Ross den Gitarristenposten neben Ian Rockett übernommen hat.

Eine gute Entscheidung.

„Familiar“ ist über Mighty Records in allen bekannten Streaming-Plattformen verfügbar. Das noch unbetitelte Debutalbum wird hoffentlich nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen, denn nach allem was ich live bisher von Fortune Teller gehört habe, wird die Scheibe sicherlich ein echtes Kracheralbum werden, das sicherlich auf offene Ohren in der Powermetal und Symphonic Metal Szene stoßen dürfte.

Ich freue mich schon jetzt auf das Gesamtwerk und werde sicherlich dann wieder für Euch darüber hier im Magazin berichten.

Fortune Teller sind:

Theresa Smith – Vocals
Ian Rockett – Gitarre
Meyrick De La Fuente – Keyboards
Joey Jaycock – Gitarre
David Billote – Bass
Tim Coulson – Drums

By Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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