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EVERGREY – Neues Album „A Heartless Portrait (The Orphean Testament)“ veröffentlicht – Albumreview

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Release Date: 20.05.2022


Nach ihrem in der Pandemie veröffentlichten Erfolgsalbum Escape of the Phoenix, das europaweit zahlreiche Topplazierungen in den Charts einstreichen konnte, folgt heute am 20. Mai bereits das nächste, inzwischen 13. Studioalbum der schwedischen progressiv Dark MetallerEVERGREY mit demTitel „A Heartless Portrait (The Orphean Testament“.

Die Band um Gründer, Sänger und Gitarrist Tom S. Englund ist ja hinlänglich bekannt für ihren einzigartigen Mix aus melancholischen Songs mit eindringlichen Texten, fetten Gitarrenriffs und jeder Menge progressiver Härte. Schon seit Jahren hauen EVERGREY ein exzellentes Album nach dem anderen raus, sodass ich nach dem erfolgreichen Livestream-Event im Juni 2020 und der Veröffentlichung des Auftritts als Livealbum und Bluray in Form von „Before the Aftermath – Live in Gothenburg“ im Januar 2022 sehr gespannt war, wie die Band die lange Livepause genutzt hat, um den nächsten Schritt in Ihrer inzwischen 25-jährigen Historie in Angriff zu nehmen.

Photo Credit: Patric Ullaeus

Optisch kann das Album-Outfit gleich schon Mal absolut überzeugen, ein Cover wie geschaffen für ein Evergrey-Album. Düster, gar etwas bedrohlich, die Verschmelzung und der sich auflösende Körper und seine Auflösungserscheinungen, genau dieser Zusammenspiel zwischen Mensch und Universum auf der anderen Seite repräsentieren irgendwie, wofür die Musik der Schweden steht: eine Verbindung von Emotionen, Dunkelheit und unendliche Rhythmen, die trotz der aggressiven Riffs ausreichend Platz zum Träumen belassen und gleichzeitig das Herz eines Metalfans nicht mit schnulzigen Balladen quält.

Einfach nur zum nebenbei Hören ist die Musik von EVERGREY sicherlich nicht gemacht, man muss sich schon etwas mit der Musik beschäftigen und sich auf diese Reise in die  dunkle Klang(Unter)-welt einlassen. Doch dann bleiben knapp 50 Minuten Zeit, zu träumen und sich  Gedanken über die geniale Musik der Schweden zu machen, denen der ganz große Erfolgt trotz überragender musikalischer Fähigkeiten bislang noch immer verwehrt blieb. Warum eigentlich???

Gleich von Beginn an wird auf der Scheibe richtig fett abgeliefert. Bereits der Eröffnungstrack Save Us, ein typischer EVERGREY-Song mit harten Stakatoriffs und eingängiger Melodie, der gleich mal zeigt wohin die Reise geht. Bester progressiver Metal wie man ihn sich als Fans nur wünschen kann. Der Song wurde ja bereits als erstes Video veröffentlicht und hat dank der Einbindung von Fans eingesungenen Sequenzen ein echtes Alleinstellungsmerkmal, die dann auch den besonderen Reiz des Titels ausmachen – ein toller Eröffnungstrack.

Mit Midwinter Calls folgt dann der für mich beste Song des Albums, der mit Hilfe von Livesequenzen des Publikums während der letzten Schweden-Tour aufgepeppt wird und so fast schon ein richtiges Livefeeling erzeugt. Die Ooooh ooooh-Gesänge hunderter Fans machen den Song einzigartig und könnten so fast schon auf ein Livealbum wandern. Auch Henrik Denhage zeigt hier sein großes Potential an der Gitarre mit einem wunderbar melodischen Solo. Live wird sich dieser Track sicherlich zu einer absoluten Granate entpuppen und in bester Kings Of Error-Manier das Publikum zum Toben bringen.

Ominous fällt dann etwas ab. Nicht das der Song schlecht wäre, aber irgendwie läuft er mir nicht ganz so rein. Natürlich gibt’s auch hier wieder die typischen EVERGREY-Riffkaskaden und Henrik schwingt sich fast schon in Steve Vai-Sphären bei seinem Solo auf.

Glücklicherweise kann Call Out the Dark dann gleich wieder voll überzeugen. Mit leisen Keyboard-Part beginnend, folgt nach einem Break der Einstieg zur eigentlichen Songstruktur. Mit einem von Rikard Zander gewobenen Keyboardteppich unterlegt, bleibt der Song sofort im Ohr hängen. Toms Stimme läuft hier zur Höchstform auf und Henrik liefert erneut ein geiles Solo ab.

Dann wird ein Härtegrad angehoben. Beim mit 6:30 Minuten langen Titeltrack The Orphean Testament dominieren dann wie schon auf dem Vorgängeralbum die harten Gitarrenduelle zwischen Tom und Henrik, ohne die klaren Melodien im Song zu verwässern, dazu dann der gefühlvolle, melancholischen Gesang von Tom. Mit einem fulminanten Solo, unterstütz durch Rikards Keyboards, die mich teilweise etwas an Rainbow´s Rising erinnern, wird dieses Gesamtkunstwerk perfekt abgerundet. Für Bassist Johan Niemann ist der Titeltrack zugleich der Lieblingssong auf dem Album, wie er mir im Rahmen eines Interviews verraten hat. Das gesamte Interview mit Johan findet ihr demnächt hier bei uns im Magazin.

Beim Midtemporocker Reawakening liefert Tom dann wieder grandios von seiner sanften Seite ab. Sehr melodisch und fast schon poppig zunächst der Einstieg, dann der Break und der Wechsel in den Refrain, der Raum zum Träumen lässt und dem Song den richtigen Vibe verleit.

The Great Unwashed, eine Art Hybrid aus progressivem Power Metal Song mit sphärischen Phasen aus der Denhage`schen Schule und auf der anderen Seite der melancholischen Stimme von Englund, die sich hier wieder perfekt ergänzen.

Auch das folgende Heartless besticht durch eine traumhafte Melodie, die mit viel Soul zum Träumen geradezu einlädt und in aller Ruhe genossen werden sollte. Sicherlich auch einer der Highlights des Albums, je öfter man sich den Song anhört. Zunächst im Vordergrund die Keyboards, dazu harte Doublebass-Attacken von Jonas und auf der anderen Seite in Kombination mit einer Klavierpassage die träumerische Stimme von Tom. Grandioser Song. Doch Heartless ist wahrlich keine Ballade im eigentlichen Sinn, denn kurze Zeit später wechselt der Song wieder in hartes Riffing, grandios, Gänsehaut garantiert.

Bevor zum Abschluss ihres 13. Albums die „richtige“ Ballade Wildfires einen emotionalen Abschluss bildet, der ganz besonders Fans von Tom`s Nebenprojekt Silent Skies begeistern dürfte, wird mit Blindfolded nochmal das Gaspedal durchgedrückt. Hier wird dem Hörer ein regelrechtes progressives Riffgewitter um die Ohren gehauen, das es nur so kracht. Genau das ist es, was Evergrey live in Perfektion beherrschen.

So passt dann die gefühlvolle Ballade Wildfires perfekt als Cooldown-Song nach einem mal wieder erstklassigen Album der Schweden, die nach zahlreichen Besetzungswechseln in früheren Jahren nun seit dem Wiedereinstieg von Jonas und Henrik endgültig ihr optimales EVERGFREY- Lineup gefunden haben.

Fazit:

Trotz anfänglicher zurückhaltender Begeisterung gefällt mir A Heartless Portrait (The Orphean Testamentmit jeden weiteren Durchlauf immer besser, auch wenn es meine Lieblingsscheibe Hymns for a broken nicht erreichen kann. Zunächst dachte ich, dass die zweite Albumhälfte etwas qualitativ abfällt, da sich dort doch ein paar Song finden, die mich nicht sofort zu 100% umgehauen haben. Doch die Einschätzung musste ich mit jedem weiteren Durchlauf zugegebenermaßen immer mehr revidieren. Manchmal braucht man halt doch etwas länger bis es zündet, aber war auch auf früheren Alben schon mal der Fall.

Die Scheibe ist erstklassig produziert und besticht durch einen sehr modernen Sound, der Platz lässt für die harten Riffs von Henrik, den einzigartigen, melancholisch angehauchten, teils klagenden Gesang von Tom, der wie beim Abschlusssong Wildfires fast schon an Tom S. Englunds Nebenprojekt Silent Skies erinnert. Die Arbeit mit dem PianistenVikram Shankar hat nochmals einen richtigen Schub für den Tom gegeben, der ganz speziell seine weiche Seite nochmals besser zur Geltung bringt.

Insgesamt fällt das Album meines Erachtens etwas melodischer wie sein Vorgänger aus, ohne die gesunde Grundhärte von EVERGREY zu vernachlässigen, die man live so schätzt. Besonders die Integration der Fanaufnahmen sind überragend gelungen und beiden Eröffnungstracks werden wohl auch für längere Zeit ihren festen Platz auf der Setlist ergattern können.

Von mir gibt’s für A Heartless Portrait (The Orphean Testament) 9,5 von 10 Punkten.

Ich freue mich schon jetzt auf die Livepräsentation der neuen Songs beim Metalfest in Pilsen/CZ (Infos gibts hier und die im Herbst anstehende Europatournee, die ja neben „A Heartless Portrait“ auch noch die Live-Premiere für das „Escape of The Phoenix“-Album darstellt.

 Wir werden natürlich zu gegebener Zeit darüber ausführlich berichten


EVERGREY:
Tom S. Englund – vocals, guitars
Henrik Danhage – guitars
Rikard Zander – keys
Jonas Ekdahl – drums
Johan Niemann – bass



Tracklist: A Heartless Portrait (The Orphean Testament)
1. Save Us
2. Midwinter Calls
3. Ominous
4. Call Out the Dark
5. The Orphean Testament
6. Reawakening
7. The Great Unwashed
8. Heartless
9. Blindfolded
10.Wildfires



A Heartless Portrait (The Orphean Testament) ist bei Napalm Records erschienen und ist in folgenden Formaten erhältlich:


Deluxe Box (incl. Canvas, Pendant, Liner Notes auf Pergament Papier) – limitiert auf 500 Kopien Weltweit
2LP Gatefold “Die Hard” Marbled Red/Black (incl. Slipmat + 7inch (black) mit 2 exclusiven Bonus Tracks) – limitiert auf 500 Kopien weltweit
2LP Gatefold Glow in the Dark – limitiert auf 500 Kopien weltweit
2LP Gatefold Black
2LP Gatefold Gold – Band exclusive, limitiert auf 300 Kopien weltweit

2LP Gatefold Gold – Band exclusive, limitiert auf 300 Kopien weltweit

CD Digisleeve
Digital Album


EVERGREY – European Tour 2022
16.09.22 NL – Eindhoven / Dynamo
17.09.22 GB – London / 229 venue
18.09.22 GB – Nottingham / Rescue Rooms
19.09.22 GB – Bristol / Thekla
20.09.22 GB – Manchester / Academy 3
21.09.22 IE – Dublin / Voodoo Lounge
22.09.22 GB – Glasgow / Cathouse
23.09.22 GB – Newcastle / St Dom’s Social Club
24.09.22 GB – Birmingham / The Asylum 2
25.09.22 NL – Leiden / Gebr. De Nobel
27.09.22 DE – Bremen / Tivoli
28.09.22 DE – Stuttgart / Im Wizemann Club
29.09.22 DE – Berlin / Columbia Theater
30.09.22 DE – Hamburg / Bahnhof Pauli
01.10.22 DE – Oberhausen / Resonanzwerk
02.10.22 DE – Lindau / Club Vaudeville
03.10.22 FR – Colmar / Le Grillen
04.10.22 DE – München / Backstage Halle
05.10.22 DE – Hannover / Faust
06.10.22 DE – Aschaffenburg / Colos-Saal
07.10.22 BE – Vosselaar / Biebob
08.10.22 DE – Mannheim / 7er Club
09.10.22 SI – Ljubljana / Orto Bar
11.10.22 HU – Budapest / Barba Negra
12.10.22 AT – Graz / Dom im Berg
13.10.22 PL – Wroclaw / Akademia
14.10.22 AT – Wien / Viper Room
15.10.22 DE – Nürnberg / Hirsch
16.10.22 DE – Trier / Mergener Hof
17.10.22 CH – Luzern / Schüür
18.10.22 FR – Lyon / CCO Villeurbanne
19.10.22 ES – Barcelona / Boveda
20.10.22 ES – Madrid / Shoko
21.10.22 ES – Pamplona / Totem
22.10.22 FR – Toulouse / L’Usine
23.10.22 FR – Paris / Petit Bain

EVERGREY online:
Website
Facebook
Instagram
Napalm Records 

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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