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Die Dorks – Der Arsch auf deinem Plattenteller – ein Album Review

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Was für eine Sch…. hat mir gerade das Schmalz aus meinen Ohren gepustet? Der Wahnsinn was es doch für geile Bands gibt in meiner niederbayrischen Heimat und bisher an mir vorbeigeschlüpft sind. Die Dorks gehören dazu, eine Band aus Marktl am Inn, die Gitarrensolos, die locker auf den ersten beiden Maiden Platten einen Platz gefunden hätten, mit krachendem Punk mischen. Und Leute, es funktioniert.

Ich bin eben auf den anscheinend sechsten Tonträger Der Arsch auf deinem Plattenteller von den Dorks gestoßen und was die Sängerin Lizal und ihre drei Jungs da abfeuern ist vom ersten bis zum letzten Ton ein Genuss für meine harte Metalerseele die schon immer auch in die Richtung zu gutem Punk tendierte. Der Beginn der Platte mit Der Producer hat gesagt, wir brauchen ein Instrumetalintro zeigt in welche Richtung es gehen wird in den nächsten 75 Minuten: ne Band die ihre Instrumente beherrscht mit intelligentem Humor die sich  frech an verschiedenen Genres bedient ohne den Punk aus dem Auge zu verlieren oder gar ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Bei Borderline Flaschmob wird man mit ner kleinen, aber feinen, Growleinlage überrascht. Mehr als nur verschwendete Jugend beginnt mit einem beschwingtem Reggaerhythmus, der Rest des Songs erinnert dann Instrumentaltechnisch etwas an die Broilers, auch geil. Auch Country findet sich auf der Platte mit Weil es jeder von uns braucht und sogar etwas Blues wie der Titel Mach die Dorks auf Blues verrät.

Die Texte von den Dorks sind laut, mal mit erhobenem Zeigefinger, mal leise und auch etwas melancholisch, aber durchweg mit Humor und Ironie gespickt wie ich ihn gut finde. Geschrieben offensichtlich von einer Katze?!, wie das korrigierte, aber dennoch nicht umgesetzte Booklet (wer das nicht versteht sollte sich das Album besorgen und nachsehen) einem verrät.

Zum Schluss darf dann auch ein Hidden Dreck nicht fehlen. Wer die Band bis dahin nicht verstanden hat tut es jetzt auch nicht mehr, schade dann für diesen Kleingeist. Alle anderen drehen die Platte um, legen die Nadel auf die erste Rille und ziehen sich das ganze nochmal auf volle Lautstärke rein.

Fazit: Wer mich vom ersten bis zum letzten Ton einer Platte so begeistert bekommt von mir neun von zehn Bängs!

neun von zehn

Erschienen ist das Teil bei Coretex-Records Berlin/Kreuzberg im Vertrieb von Cargo Records

 

Line up:

Lizal – Gesang/Gitarre

Pat – Gitarre

Jürgen – Bass

Bons – Drums

 

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Christian B

Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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